06.12.2018

ÖWM: Klinger geht Ende 2019

Der bisher am längsten dienende Geschäftsführer der Österreichischen Weinmarketing Gesellschaft, Willi Klinger, hört Ende 2019 auf und will es auf internationaler Ebene noch einmal wissen.

Paukenschlag in Österreichs Weinwirtschaft: In der Aufsichtsratssitzung der Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM) gestern, Mittwoch, 5. Dezember, kündigte Geschäftsführer Mag. Wilhelm Klinger seinen geordneten Rückzug von der ÖWM-Spitze an. Klinger wird mit Ende 2019 seine Funktion als Geschäftsführer zurücklegen. Damit ist mehr als ein Jahr Zeit für eine geordnete Nachfolgeregelung.

Klinger sagte, er wolle den Weg für einen Generationswechsel rechtzeitig ebnen. „Man muss wissen, wann es Zeit ist. Als am längsten dienender Weinmarketing-Chef bin ich stolz auf das, was uns gemeinsam gelungen ist. Ich danke allen, die mit mir für den österreichischen Wein arbeiten: Meinem wunderbaren Team, den Funktionären und vor allem den Winzerinnen und Winzern im großartigen Weinland Österreich“, erklärte Klinger. Der 62 Jahre alte Klinger betonte, er wolle sich nach 2019 noch einmal einer Herausforderung auf internationaler Ebene stellen.

Die Österreich Wein Marketing GmbH wurde 1986 infolge des Weinskandals gegründet und war maßgeblich an der steilen Aufwärtsentwicklung der österreichischen Weinwirtschaft beteiligt. Klinger führt die ÖWM seit 2007 als sechster Geschäftsführer. Er verfolgte eine konsequente Qualitätsstrategie. Der österreichische Wein gelangte in dieser Zeit auch international zu hohem Ansehen und erzielte Jahr für Jahr neue Exportrekorde.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der ÖWM, NR Johannes Schmuckenschlager, erklärte dazu, er bedauere die Entscheidung, verstehe aber die Beweggründe. Er dankte Klinger für „dessen verdienstvolle Tätigkeit für den österreichischen Wein.“ Diese werde zu einem späteren Zeitpunkt entsprechend zu würdigen sein. Besonders positiv sei auch die frühzeitige Information des Aufsichtsrates. „Jetzt aber freuen wir uns noch auf ein Jahr guter Zusammenarbeit für den österreichischen Wein. Im kommenden Jahr werden wir in aller Ruhe einen geeigneten Nachfolger suchen“, sagte der Weinbaupräsident.

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