HGV-Praxis 09/2013 - page 28

abendliche Live DJ-Sets runden das Barange-
bot ab.
Das Restaurant ist ein
unkonventionel-
ler und gemütlicher Ort, wo dem Gast kulina-
rischer Genuss verbunden mit urbanem Life-
style geboten wird. Qualität, Herkunft, Nach-
haltigkeit und Saisonalität stehen bei der Pro-
duktauswahl imVordergrund. DasDesign-Team
„Traum Raum Klune“ hat dieses Konzept de-
tailliert umgesetzt. Die Reduktion auf das
Wesentliche und die Verwendung urbaner
Materialien bilden das Grundgerüst, auf das
die Innenarchitekten in der Labstelle gesetzt
haben. Geschliffener Beton, schwarzer Stahl,
Büffelleder, gelaugtes Holz gepaart mit De-
sign-Klassikern von Tom Dixon bis Hans J.
Wegner ergeben eine Symbiose, die sich in
die bestehende Raumhülle harmonisch ein-
fügt und zugleich zum Verweilen einlädt.
Als genauso wichtig wie
das Konzept
und dessen kompromisslose Umsetzung ist
aber auch Hahns perfekte Marketingarbeit für
die „Labstelle“ zu sehen. Es dürfte nicht allzu
häufig vorkommen, dass für ein Lokal wie in
diesem Fall der Werbeauftritt und die Pres-
searbeit aus der Werbeagentur Jung von Matt
stammen. Die Kreativschmiede betreut nor-
malerweise millionenschwere Etats internati-
onaler Konzerne. Wunderschöne Bilder, ge-
lungenes Wording und portionengerecht zu-
bereitete Texte – für jeden auf der Homepage
abrufbar – zeigten schnell ihre Wirkung. Na-
hezu kein relevantes Wiener Medium (und
die, die sich dafür halten), das nicht ausführ-
lich über das neue Restaurant berichtete. Die
Wirkung blieb nicht aus: Seit Juni dieses Jah-
res ist das Lokal offen und mutierte im Hand-
umdrehen zum Selbstläufer. Seit wenigen Ta-
gen wird auch ein Mittagsservice angeboten.
Zusammen mit den etwa einhundert Couverts
am Abend ergibt das eine vielversprechende
Premiere, die von einer florierenden Zukunft
abgelöst werden möge.
-sax-
Labstelle-Küchenchef Kristijan Bacvanin.
Kreatives Teamwork:
Sous-Chef Marcel König.
Bilder: Labstelle
Unternehmer-Duo: Labstelle-Eigentümer Thomas
Hahn (r.) mit Investitionspartner Mario Reichel.
Kein Fake: das Brot ist
hausgemacht.
Variation von verschiedenen
­Paradeisern.
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GASTRONOMIE
HGV PRAXIS
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