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Welle im Geschäftsfeld Business Catering

Menü-Service angeboten werden. In diesem

Bereich finden sich an die 2500 Unterneh-

men, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

ihren Mittagstisch aus dem umfangreichen

Angebot von Gourmet beziehen. Gut 2000

Unternehmen werden zum Start in die Klima-

menüaktion einbezogen.

Vorerst sind es 17 Gerichte,

die Eingang

in den „Klimakatalog“ gefunden haben. Für

drei Suppen, zwölf Hauptspeisen und zwei

Desserts schwangen die Experten von Gour-

met und WWF gemeinsam den Kochlöffel.

Wobei beide Seiten viel voneinander lernen

konnten, wie bei der Präsentation der

Speisen betont wird. „Für

uns ist die Erfahrung

entscheidend, dass

Klimafreundlich-

keit auch in den

großen Töpfen

der Gemein-

schaftsverpfle-

gung funktio-

niert“, resümiert

Thomas Kaissl.

Drei Säulen

bilden

gewisser-

maßen die Basis für die neuen Rezepturen:

Saisonalität, Regionalität, wobei Österreich

als eine Region betrachtet wird, und nach

Möglichkeit biologische Herkunft der Zuta-

ten. Oder zumindest fair gehandelte.

In diesem Sinne lässt sich

auch das An-

fang Oktober präsentierte Angebot betrach-

ten. Alle neuen Gerichte sind ausschließlich

mit heimischen Zutaten gekocht, die im

Herbst Saison haben. Zwei Drittel der Speisen

haben ein Biozertifikat. Und die gute Nach-

richt vorweg: Es muss nicht immer fleischlos

sein. Die Gäste können zwischen vegetari-

schen und veganen Speisen sowie Gerichten

mit nachhaltig gefangenem Fisch,

Wild oder einer kleineren

Portion Fleisch wäh-

len.

Das Prädikat

„ k l i m a

freundlich“

darf zum Bei-

spiel ein Bio-

Hühnersuppen-

topf mit Nudeln,

Karotten und gel-

ben Rüben füh-

ren, aber auch der

Bio-Karpfen „Serbische Art“ mit Nockerln

oder das Wildschwein-Edelgulasch mit Wur-

zelgemüse, das gebratene Forellenfilet oder

die pochierte Wallerschnitte auf herbstlichem

Gemüse. Fleischlos gibt es etwa ein herrliches

Karfiol-Karotten-Curry mit Basmatireis oder

einen herbstlichen Bio-Gemüsetopf mit cre-

miger Polenta. Wer Süßes bevorzugt, hält sich

an die hervorragenden Bio-Dirndlpalatschin-

ken mit der fruchtigen Fülle aus Marmelade

von Dirndln bzw. Kornelkirschen oder an den

Bio-Apfelschmarrn.

Teile des Angebotes werden

sich na-

turgemäß mit dem Verlauf der Saisonen än-

dern, das Prinzip der Klimaschonung bei

immer mehr Speisen wird aber beibehalten.

„Wir entwickeln pro Jahr etwa 300 Menüs,

und natürlich haben wir künftig bei der

Konzeption neuer Gerichte das Klima noch

mehr im Fokus als bisher“, verspricht Her-

bert Fuchs. Er ist auch optimistisch, dass das

neue Angebot gut bei den Gästen ankommt.

Vor allem auch, weil die Mehrkosten für

den erhöhten Aufwand dank der umgesetz-

ten Mengen lediglich im Groschenbereich

liegen.

Zufrieden zeigen sich auch

die Protago-

nisten des WWF, Thomas Kaissl und Friede-

rike Klein. Schließlich hat man durch die Ko-

operation viel über das Wesen der Gemein-

schaftsverpflegung gelernt und einiges über

die großen Möglichkeiten der GV erfahren.

Und letztlich tun die Besteller der kli-

mafreundlichen Menüs auch noch Gutes: Pro

Menü spendet Gourmet dem WWF 20 Cent

für die Rettung der österreichischen Flüsse.

Auf dass in ihnen wieder viele Forellen für

viele Klimamenüs heranwachsen.

-hal-

Fleischloser Genuss mit dem herbstlichen Gemüsetopf mit cremiger Polenta.

Gebratenes Forellenfilet.

Bilder: Gourmet

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