HGVPraxis 11/2018

Presseschau – die wichtigsten Artikel aus dem In- und Ausland für Sie gelesen Daily Telegraph Gesicht-Scanning bei Bierkauf im Supermarkt Supermärkte in Großbritannien werden künf- tig bei Selbstbedienungskassen per Ge- sichtsscan überprüfen, ob die Kunden alt ge- nug sind, um Alkohol zu kaufen. Das berich- tet der britische „Telegraph“. Noch vor Ende des Jahres sollen Pilotprojekte starten, breit verfügbar soll die Technik dann 2019 sein. Entwickelt wird das System vom britischen Start-up Yoti. Das Ziel ist es, dass die Soft- ware völlig selbstständig das Alter der Kunden schätzen kann, ohne dass man sich vorab re- gistrieren muss. Möglich wird das laut dem Bericht durch den Einsatz von Algorithmen und künstlicher Intelligenz. Abzuwarten bleibt, wie effektiv das System in der Praxis tatsächlich ist. Außerdem ist damit zu rech- nen, dass es zu Fragen hinsichtlich des Daten- schutzes kommen wird. Unklar ist auch noch, ob Fotos oder Daten gespeichert bleiben.   Bei welchen Ketten die Technik zuerst verfüg- bar sein wird, ist aktuell noch unbekannt. Der „Daily Telegraph“ nennt als Möglichkeiten Asda, Morrisons und Tesco. Food Service Erster „Prêt“-Shop in Berlin In Bestlage im Berliner Hautbahnhof er- öffnete die neue Gastro-Fläche von Sta- tion Food. „Slowdown Fast Food auf Pre- mium-Niveau“, so die Positionierung des Food-Courts mit zehn Konzepten auf ei- ner Gesamtfläche von 1650 Quadratme- tern, wovon 1200 qm Shops und Sitzflä- chen sind. Gleich drei Systeme feierten hier ihren Deutschland-Start: die briti- sche Kult-Marke „Prêt à Manger“, eben- falls von der Insel kommend „Costa Cof- fee“ sowie die Schweizer Asia-Kette „Rice Up!“. Neu im Bahnhof ist auch der Marktstand von „Curry 36“ des legen- dären Currywurst-Originals aus Berlin- Kreuzberg. Insgesamt wurden über 6,5 Mio. Euro investiert, die jährlichen Um- satzerwartungen liegen einiges über zehn Mio. Euro netto. Financial Times Uber will Personal vermitteln Der Fahrdienstvermittler Uber will seine Stellung in der so genannten Gig Economy ausweiten. Gemeint ist damit die Arbeitswelt der oft wechselnden Kurzfristjobs und -aufträge. Der Fahr- dienstvermittler testet eine Erweite- rung seines Geschäftsmodells, wie die „Financial Times“ (FT) berichtet. Das Pilotprojekt mit dem Namen Uber Works soll demnach Zeitarbeitskräfte zur Verfügung stellen, zum Beispiel Kellner und Sicherheitskräfte für Ver- anstaltungen, so die Financial Times. Uber arbeitet seit einigen Monaten in Chicago an dem Projekt und hat zuvor in Los Angeles damit experimentiert, berichtet die Finanzzeitung unter Be- rufung auf Insider. Es würde als eigenes Unternehmen operieren, ähnlich wie Ubers Lebensmittellieferdienst Uber Eats. Kaum weniger Zucker in Limo Cola, Brause und viele andere Erfrischungsgetränke aus Supermärkten haben laut einer Untersuchung der Verbraucherorganisation Foodwatch immer noch einen erhöhten Zuckergehalt. Von 600 bewerte- ten Getränken enthielten 58 Prozent mehr als fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter, wie Foodwatch mitteilte. Bei einer Auswertung von 463 Produkten 2016 war dies bei 59 Prozent der Fall. Für eine ge- sündere Ernährung müsse daher eine „Limo-Steuer“ nach dem Vorbild Großbritanniens kommen, for- dert Foodwatch. Dort wird ab der Marke von fünf Gramm Zucker seit April eine Sonderabgabe fällig. Zahl der britischen Pubs sinkt Die Zahl der Pubs in Großbritan- nien ist in den vergangenen Jahr- zehnten drastisch gesunken. Das geht aus Daten des Branchenver- bands British Beer and Pub Asso- ciation (BBPA) hervor. Seit dem Jahr 2000 hat demnach ein Fünf- tel der Lokale zugesperrt. Gab es um die Jahrtausendwende noch mehr als 60.000 Pubs in Großbritannien, so wa- ren es im vergangenen Jahr nur noch etwas mehr als 48.000. Die BBPA macht für die Entwicklung vor allemeine zu hohe Besteuerung ver- antwortlich. „Das ist sehr beunruhigend, weil Pubs eine großartige britische Ins- titution und oft der soziale Treffpunkt in einer lokalen Gemeinschaft sind“, sagte BBPA-Chefin Brigid Simmonds einer Mitteilung zufolge. Man wolle nun mit einer Onlinepetition für eine Senkung der Biersteuer in den Budgetplanungen werben, die Schatzkanzler Philip Ham- mond Ende Oktober vorlegen will. New York Times Pizza 36 Monate haltbar 36 Monate haltbare Pizza ist der neueste Zugang auf dem Feldspeiseplan der US-Armee. Die „sizilianische, mit Mozzarella undmilder Pfefferoni“ belegte Pizza wird künftig Teil von einemder 24 „Meal, Ready-to-Eat“-Me- nüs („M.R.E.“-Menüs), sein, die US-Truppen dann essen, wenn kochen nicht möglich ist. Die Pizza werde seit Kurzem an Militärbasen in aller Welt ausgeliefert, berichtete die „New York Times“. Die Menüs werden in Gefechts- und ähnlichen Situationen genutzt. Die Anfertigung der Pizza war laut dem Bericht eine außergewöhnliche Herausforderung für die Lebensmit- tellabors der Armee. Immerhin muss die Pizza nicht nur äußerst haltbar sein, sondern auch starke Schwan- kungen von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lichtverhältnissen überstehen. Jahrelanges Tüfteln sei notwen- dig gewesen, um das richtige Niveau an Feuchtigkeit und ein entsprechendes pH-Niveau zu halten. Neben der Pizza enthält das neue Menü namens „M.R.E. No. 23“ auch einen Heidelbeerstreuselkuchen, einen Schokoladeproteindrink, einen Haferkeks und italienische Grissini mit Jalapeños und Käse. Das Menü kann bereits online bestellt werden, dementsprechend gibt es auch bereits erste Geschmackstests für die Pizza. Diesen zufolge erinnere sie an Kantinen- oder Tiefkühlpizza und sei durchaus essbar. Evening Standard Foodwatch Newsletter schon abonniert? stammgast.online 4 | Kurz&GUT HGV PRAXIS  11 . 2018

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