HGVPraxis 03/2020

gv-praxis 46 O hne Mund-Nasenschutz kommt man nicht mal bei der Tür rein. Aber das ist in Zeiten wie diesen ohnedies normal. Im Büro von Geschäftsführer Peter Zillner herrscht reger Parteienverkehr. Nur erkennt man niemand. Die Mitarbeiter sind in Ganzkörper-Schutzanzüge gehüllt. Nicht ein Stück Haut ist zu sehen. „Das sind die Kollegen, die für die Covid-Station zuständig sind. Das ist ein komplett ab- geschirmter Bereich, der nur über Sicherheitsschleusen er- reichbar ist. Da komm’ nicht einmal ich hinein“, erklärt Zillner im Gespräch mit HGV PRAXIS. Der Manager ist Geschäftsführer von Sana Catering, der Ver- pflegungstochter der Häuser der Barmherzigkeit, ein Kran- ken- und Pflegezweig der ErzdiözeseWien. ImHaus der Barm- herzigkeit in Ottakring läuft die Küche momentan auf Halbgas. „Wir kochen aktuell rund 550 Essen pro Tag. Normalerweise sind es über tausend, aber nun sind alle Kindergärten und Horte geschlossen, weshalb wir nichts zumAusliefern haben“, so Zillner. Strikte Hygiene gehört zum Tagesgeschäft Fragen nach der Hygiene pariert Zillner gelassen. „Nicht an- ders als sonst“, entgegnet er. „Wir unterliegen ständig strengs- ten Auflagen und werden laufend kontrolliert. Sämtliche Be- wohner und Mitarbeiter wurden auf Covid getestet. Unter den Mitarbeitern gab es keinen Infektionsfall. Bei den Bewohnern schon, hierfür wurde aber sofort eine Isolierstation eingerich- tet, die nurmit voller Schutzausrüstung betretenwerden darf“, so Zillner. Obwohl in der Küche permanent auf eine strikte Hy- gienepraxis geachtet wird, präzisierte der für Qualität und Hy- giene zuständige Sana-Manager Sascha Lehner sechs wesent- liche Punkte in Bezug auf Corona noch einmal genau: • • absolutes Betretungsverbot für Betriebsfremde • • Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz • • Kein Bewohnerkontakt • • Abstand von 1,5 Metern zwischen den Mitarbeitern • • Erhöhte Reinigungs- und Desinfektionstaktung • • Kein Fahren mit Aufzügen Lehner im Gespräch mit HGV PRAXIS: „Das dient zur Sensi- bilisierung, um das Thema Hygiene in den Köpfen aktuell zu halten. Es geht darum, noch etwas genauer auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen zu achten. Ich bin überzeugt, dass un- sere ständige Schulungsarbeit, aber auch die erhöhte Sensibi- lisierung auf das Thema dazu geführt haben, dass es zu keinen Ansteckungen gekommen ist.“ Visiere als praktikables Werkzeug Beim Mund-Nasen-Schutz beschreitet Sana Catering völlig neue Wege. So kommen seit Neuestem Schutzvisiere von der Firma Cover Covid zum Einsatz. Sie erleichtern nicht nur die Arbeit enorm, weil das Plexiglasschild die Sicht nicht ein- schränkt, ein weiterer Vorteil ist die durch einen doppelten Kopfring sehr angenehme Durchlüftung des Gesichtsfeldes. Foto © HGV PRAXIS GV ist Vorreiter bei Hygiene In Zeiten von Corona rufen Hotels und Gastronomiebetriebe große Hygieneanstrengungen aus. Diese stehen in der Großverpflegung auch ohne pandemischen Anlass auf der Tagesordnung. Arbeitsalltag in der Küche imHaus der Barmherzigkeit in Wien Ottakring. Schutzvisiere erleichtern die Arbeit enorm. Tagesgeschäft in der Patisserie. Die Mitarbeiterinnen tragen modernste Schutzvisiere.

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