HGVPraxis 01/2022

kaffeetrends 24 Zwei Kaffee, bitte!“ oder „Einen Espresso noch!“ Bestellungen wie diese wird das Servicepersonal im Restaurant, im Gasthaus oder in der betrieblichen Cafeteria künftig immer seltener hören. Kaffee, schon bisher ein zentrales Element in der gastronomischen Angebotspalette, erfuhr in den vergangenen Jahren einemassive Aufwertung in derWahrnehmung der Gäste. Die in der letzten Zeit weiter gesteigerte Sensibilität bezüglich Nachhaltigkeit, sozialer Verträglichkeit der Produktion sowie gesundheitlicher Relevanz hat dem einstigen Allerweltsgebräu einen weiteren Bedeutungsschub verliehen. Die Außer-Haus-Branche tut gut daran, sich auf das veränderte Konsumverhalten der Gäste einzustellen. Ging es in der jüngeren Vergangenheit vor allem darum, sich technisch auf den neuesten Stand zu bringen und mit den immer ausgefeilterenMaschinen der Gastronomieausrüster selbst in der kleinsten Sportkantine eine überbordende Angebotsvielfalt zu etablieren, treten künftig weltanschauliche Faktoren in den Vordergrund. NEUE ZUTATEN GEFRAGT Das betrifft natürlich nicht nur Restaurants und Kaffeehäuser, auch in der Gemeinschaftsverpflegung ist Nachdenken angesagt. Denn auch beim klassischen morgendlichen Filterkaffee imSpital oder imPflegeheim steigen die Ansprüche rasant. Schließlich versammelt sich hier ebenso ein zunehmend gut informiertes und qualitätsbewusstes Publikum. Da gilt es, nicht nur technisch auf demneuesten Stand der Brühtechnik zu sein, sondern bereits bei der Auswahl der Rohstoffe Sorgfalt undQua- © exclusive design – stock.adobe.com, Julius Meinl Österreich, Wilbur Curtis Gelebte Kaffeekultur in allen Facetten wird künftig noch tiefer imMarkenkern moderner Gastronomie verankert. Fair, sozial und gesund Nicht nur gesund, auch schön ausschauen soll er, verlangen die Gäste. Nachhaltig, von transparenter Herkunft und gesund muss die Tasse Kaffee in Zukunft sein.

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