HGVPraxis 01/2022

31 Loosdorf. Wien. Salzburg. Bewerber fallen durch Kontinuität auf Nach einer neunmonatigen Sichtung aller abgegebenen Angebote und Konzepte wurden im Dezember 2021 die Sieger vorgestellt: Die Entscheidung fiel auf die Bietergemeinschaft „Labstelle und Partner“. Die Bietergemeinschaft besteht aus dem Wiener Restaurant „Labstelle“ (amLugeck) von Thomas Hahn, demExperten für Guest Experience „Friedreich Hospitality“ von Christine Friedreich und dem Grazer Catering- und GV-Spezialisten „Gaumenglück“, einem Betrieb der familiengeführten R&S Beteiligungsmanagement GmbH, vertreten durch Geschäftsführer Lorenz Reichel. Thomas Hahn und Christine Friedreich sind Absolventen der Tourismusschule in Krems und setzten beide ihre Ausbildung an der FH in Kufstein fort. Hahn gründete 2013 das Restaurant „Labstelle“ direkt am Lugeck und fällt seither durch konstante und vor allemösterreichische Top-Qualität auf. 2012machte sich Christine Friedreichmit ihrer Hospitality-Beratung selbstständig. Dabei entwickelt sie Guest-Experience-Strategien und Hospitality-Maßnahmen, die Unternehmen aller Branchen helfen, sich auf das zu fo kussieren, was essenziell für den Erfolg eines jeden Unternehmens ist: den Gast – denMenschen. Der dritte im Bunde ist Lorenz Reichel, der in der Steiermark verschiedene Pflegeeinrichtungen und Kantinen kulinarisch versorgt sowie ein Bistro am MedCampus Graz betreibt. Zu Reichels jüngstemCoup zählt das Betriebsrestaurant eines namhaften Tiroler Unternehmens. Reichels BruderMario wiederum ist am Restaurant Labstelle beteiligt. Ein eigenes Unternehmen für das gastronomische Großprojekt Parlament befindet sich in der Gründung, wobei Thomas Hahn und Christine Friedreich den Hauptpart innehaben und auch als Geschäftsführer fungieren. Lorenz Reichel wird sich mit Betriebsverpflegungs-Expertise, maßgeschneiderten Kochprozessen und Qualitätssicherung einbringen. Regionalität, Nachhaltigkeit und Kreativität gefragt Geplant ist, dass alle Gastronomieangebote imDachbereich für die Öffentlichkeit zugänglich sind und entsprechend der Ausschreibung auf hohem Qualitätsniveau zu führen sind. Regionalität, Nachhaltigkeit und eine eigene Academy für Mitarbeiter haben im Auswahlverfahren eine besondere Rolle gespielt, heißt es in einer Presseaussendung des Parlaments. Nach übereinstimmenden Aussagen sehnen sich zahlreiche Abgeordnete nicht nur nach dem neuen Parlament, sondern auch nach einer neuenGastronomie. „Leberkässemmel gut und schön, aber wir wünschen uns mehr Abwechslung, mehr Frische und heimische Lebensmittel“, heißt es unisono aus den unterschiedlichsten politischen Lagern. >sax< Während die Eröffnung des Hohen Hauses mit Herbst 2022 avisiert ist, wird die Gastronomie auf Basis modernster Technik funktionieren, die bereits installiert ist und auf ihren Einsatz wartet. Gewinner der Technik-Ausschreibung ist GTA, deren Geschäftsführer Velimir Sever gegenüber HGV PRAXIS von einer „großen Verantwortung“ spricht. „Zum Einsatz kommen Gerätschaften von den namhaftesten Herstellern.“ Dazu zählen Gargeräte von Ration oder Therma oder Spültechnik von Meiko. „Es gibt verschiedene Outlets“, so Sever, „die natürlich autark arbeiten müssen und trotzdem Teil eines Gesamtkonzeptes sind. Außerdem wird das Restaurant im 3. Stock ein schönes Beispiel abgeben, wie man Bedienung und Free-Flow-System attraktiv kombinieren kann. Aus technischer Sicht ist die Basis für eine qualitativ hochstehende Gastronomie gelegt. Ich freue mich schon auf den ersten Besuch zum Essen im Parlament.“ Modernste Technik Konnten die Ausschreibung für den Betrieb der Gastronomie für sich entscheiden, v. l.: Thomas Hahn (Labstelle), Christine Friedreich (Friedreich Hospitality Beratung) und Lorenz Reichel (Gaumenglück).

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