HGVPraxis 01/2022

© HGV PRAXIS, Kastner, Weingüter Weingut Schloss Gobelsburg Messwein Grüner Veltliner 2020 Dieses zum Stift Zwettl gehörende Weingut erklomm seit Michael Moosbruggers Regie im Weingut eine singuläre Stellung. Und versorgt Genießermit herrlichen Veltlinern. Ein Urmeter dieser Rebsorte könnte der Messwein darstellen: herrlich würziger Duft nach grünen Äpfeln und leichtem Pfefferl; rassige Attacke am Gaumen, an den Ausläufern von zartem Schmelz abgefedert; schlichtweg pures Trinkvergnügen zu einem exzellenten PreisLeistungs-Verhältnis: 6,99 netto Gastronomie. Weingut Dveri Pax Furmint 2018 Unmittelbar im Anschluss an die Südsteiermark neigen sich auf slowenischer Seite die Rebgärten von Dveri Pax gen Süden. Die 72Hektar gehören demStift Admont. Der Furmint – im Burgenland umgangsprachlich auch „Türkenpoldi“ genannt ist kein Frucht-Frontrunner, sondern stellt das Mineralische in den Vordergrund, einemLoireGewächs nicht unähnlich. Reife, rote Paprika in der Nase, pikant auch amGaumen, leichte Salzigkeit und mittlere Länge. Gastro netto: 10,09 Euro. Panonhalmi Hemina White Cuvée 2019 Diese burgundisch inspirierteCuvée (45%Chardonnay, 35 % Weißburgunder, 10 % Sauvignon und 10 % Viognier) steht für cremiges Volumen bei gleichzeitig frischen Fruchttönen. Lindenblüten und Mango vereinen sich im Duft; am Gaumen kommen seidig-weiche Teenoten zumVorschein, etwas Gelbfrucht, ein Hauch Biskuit, spürbar auch das Lignin des eingesetztenHolzes; schöner, komplexer, pannonischer Charmebolzen um 8,59 Euro netto Gastronomie. Freigut Thallern Rotgipfler 2018, Ried Student Thallern zählt zu den ältesten Weingütern überhaupt und gehört zum Zisterzienserkloster Heiligenkreuz. Zutiefst mit der Thermenregion verwurzelt, zeigt sich dieser Rotgipfler als vielschichtiger Weinmit einemHang zur Exotik: dasBukett erinnert anweißfleischigeÄpfel undmacht auchMandarinen erkennbar; bringt eine tolle Frische auf denGaumen, jugendlich, saftig; spieltmit zunehmender Zeit imGlas eine elegante Cremigkeit, ohne seine spannendeWürze einzubüßen. Ein charaktervoller Lagenrotgipfler für 16,59 netto Gastronomie. Abbay Notre Dame de Quincy Epineuil AOC, Lame des Dannots 2015 Dieser Wein aus demHerzen des Burgund trägt seine Herkunft offen vor sich her: wunderbares Wechselspiel zwischen frischen und kandierten Weichseln im Duft; spielt sein Kaliber am Gaumen voll aus: fruchtig, seidige Ouvertüre auf der Zunge, von angenehmer Säure gehalten, je weiter hinten imRachen, desto morbider das Tannin und nuancenreicher das Aromaspektrum. EinWeinwie ein scharfer Ritt durch nasses Unterholz umwohlfeile 19,69 Euro netto Gastromie. Monasterio de Yuso Rioja DOCa Vobiscum 2015 Die Aufteilung von zwei Drittel Tempranillo und einem Drittel Grancha steht diesemRioja sehr gut. Dazu kommt, dass die eingesetzte amerikanische Eiche alle verfügbaren Duft- und Geschmackspaletten freisetzt: überraschend zugänglich mit leichten Noten nach Kokos, etwas Mandelholz; robust-sympathisch auf der Zunge, ein komplexer Spaßmacher, der förmlich nach einemSteak schreit. Gastro netto 10,89 Euro. >sax< Himmlisches Vergnügen Mit „Alles Wein“ offeriert das Handelshaus Kastner nicht nur ein formidables Angebot an Weinen. Vielmehr bietet der C+C-Händler die Kreszenzen von 32 Klöstern und Ordenshäusern in Europa, was alleine ein Sortiment von 130 Stiftsweinen ergibt. Das dürfte ziemlich einzigartig sein. HGV PRAXIS durfte sechs ausgesuchte Ordensweine verkosten.

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