HGVPraxis 01/2022

4 hot shots Himalayan times Sherpas leiden unter Absagen Erfahrene Sherpa-Bergführer in Nepal haben begonnen, die Routen auf den Mount Everest und andere Himalaya-Berge für Bergsteiger aus dem Ausland vorzubereiten. Für die anstehende Hauptsaison im Frühling brächten Sherpas nun Seile und temporäre Brücken an. Gleichzeitig hätten Expeditionsfirmen kurz vor Saisonbeginn insgesamt mehr als hundert Absagen für Touren auf denMount Everest und andereHimalaya-Berge imZusammenhang mit dem Ukraine-Krieg erhalten, berichtete die „Himalayan Times“. Abgesagt hätten demnach besonders Bergsteiger aus der Ukraine, aus Russland und angrenzenden osteuropäischen Ländern. Im vergangenen Jahr hatten laut Daten des nepalesischen Tourismusministeriums 740Bergsteiger eine kostenpflichtigeGenehmigung zur Besteigung der Berge erhalten. Eine Genehmigung für den Mount Everest kostet 11.000 Dollar (9.992,73 Euro). Dieses Geld ist wichtig für das arme Land. Mallorca Zeitung Balearen: Bettenstopp bis 2026 Zur Einschränkung des Massentourismus hat die Regionalregierung auf den spanischen Balearen eine Erweiterung der Zahl der Touristenbetten vorerst auf Eis gelegt. Das Ziel der Maßnahme sei, auf „Qualität statt Quantität“ zu setzen, erklärte Regierungschefin Francina Armengol. Es handle sich um ein „Tourismus-, Sozial- und Umweltmodell der Zukunft“. Der Stopp gilt demnach für Ferienunterkünfte und Hotels auf den vier Balearen-­ Inseln Ibiza, Menorca, Formentera und Mallorca. Er soll zunächst bis 2026 in Kraft bleiben. Nach Ablauf der vierjährigen Frist könne jede Insel eigenhändig über die Anzahl der neuen Unterkünfte bestimmen, erklärte Armengol. Die Regierung müsse „nicht nur an die Besucher denken, sondern auch an die Einwohner und Arbeitnehmer“, fügte die Regierungschefin hinzu. Die Balearen sind nachKatalonien die amzweithäufigsten besuchte Region Spaniens. Vor dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie verzeichnete die Inselgruppe 2019 einen Besucherrekord von 16,4 Mio. 2021 sank die Zahl der Touristen auf 8,7 Mio. Apa Getir: 12 Milliarden Dollar wert Der türkische Lebensmittellieferdienst Getir wird nach einer neuen Finanzierungsrunde mit rund 12 Mrd. Dollar (11 Mrd. Euro) bewertet. Es seien 768Mio. Dollar bei Investoren eingesammelt worden. Getir expandiert auch in Deutschland stark und macht Anbietern wie Gorillas und Flink Konkurrenz. Geflügelwirtschaft Preisexplosion gefährdet Eierproduktion Der Krieg in der Ukraine, die als „Kornkammer Europas“ gilt, hat in der österreichischen Geflügelwirtschaft zu einem enormen Anstieg der Produktionskosten geführt. Neben der ohnehin teuren Energie seien auch Preise und Verfügbarkeit von Futtermitteln derzeit „nicht kalkulierbar“. Die österreichische Geflügelwirtschaft fordert deshalb höhere Preise für Eier, andernfalls sei die Versorgungssicherheit ab Herbst in Gefahr, schrieb die Branche am Montag in einer Aussendung. Konkret müsse der Erzeugerpreis pro Ei in allen Haltungsstufen, also bei Boden,- Freiland- und Bio-Eiern, um mindestens fünf Cent, also 50 Cent pro 10er-Packung, angehoben werden, so die Forderung. Die Welt Deutschland: Senf könnte knapp werden Bei unserem Nachbarn drohen ab Herbst Engpässe beim Senf. Fast 80 Prozent der importierten Senfsaaten kämen ausRusslandundder Ukraine, schon jetzt sei eineRohstoffverknappung festzustellen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Lebensmittelverbandes Kulinaria, Markus Weck, der Tageszeitung „DieWelt“. Inden kommendenWochenundMonatenwerde sichdiese Verknappung weiter verschärfen, fürchtet er. finanzen.net Pernod Ricard: Umsatz- und Gewinnsprung Der französische Spirituosenkonzern Pernod Ricard hat imersten Halbjahr dank höherer Umsätze mehr verdient. Per Ende Dezember kletterte der Gesamtumsatz auf 5,96 Mrd. Euro, das waren währungsbereinigt 17 Prozentmehr als imVorjahr. Die Einnahmen stiegen dabei in allen Regionen, am stärksten in Amerika und Asien. Besonders der Reiseeinzelhandel erholte sich, wie der Hersteller von Absolut Wodka und Jameson Whiskey mitteilte. Das operative Ergebnis legte um32 Prozent auf 1,44Mrd. Euro zu, das Nettoergebnis wuchs auf 1,39 Mrd. Euro von 966 Mio. Euro. Reuters TUI: Oligarch setzt Ehefrau ein Auch nach dem formalen Rückzug des von der EU sanktioniertenOligarchenAlexej Mordaschowbleibt die Kontrolle über einen Großteil der TUI-Stimmrechte wohl in dessen engstem Umfeld. Wie nun bekannt wurde, spielt Marina Mordaschowa – Berichten zufolge die aktuelle Ehefrau des Hauptaktionärs – dabei eine Schlüsselrolle. In einer Mitteilung des weltgrößten Reiseanbieters wird sie zusammen mit dem Mordaschow-Unternehmen Unifirm genannt. Hinter Unifirm steht eine Firma namens Ondero, deren Eigentümerschaft wochenlang unbekannt war. Nun steht fest: Mordaschowa ist „kontrollierende Gesellschafterin“. © davooda – stock.adobe.com

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