HGVPraxis 01/2022

53 gv-news Eurogast Zeller AGM-Gruppe verhilft zu neuer Größe Das Match imheimischen C+C-Gastrohandel ist um eine Facette reicher: Nachdem Rewe aus diesem Segment aussteigt, schloss sich nun die Zeller AGM-Gruppe dem familiengeführten C+C-Verbund „Eurogast“ an. Mit der Ankündigung von Rewe im Spätsommer letzten Jahres, sich von AGMC+C in weiten Teilen zu trennen, wirbelte der Handelskonzern den heimischen Gastro-Großhandel gehörig durcheinander. Bekanntlich veräußert der Konzern neunAGMC+C-Standorte anMetro, allerdings schob dieWettbewerbsbehörde diesemAnsinnen vorerst einenRiegel vor. Den verbleibenden Rest der AGM bildet die sogenannte „Zeller Gruppe“, eine Vereinigung von zehn Gesellschaftern aus dem Pinzgau, die seit Generationen fünf AGMGroßmärkte (Zell am See, Bad Hofgastein, Altenmarkt, Hall in Tirol und Bergeheim bei Salzburg) betreibt, drei AGM-Standorten (Lauterach, Hohenems undWien-Floridsdorf), die bislang in der ReweGruppe verbleiben sowie ein AGM-Outlet in Wolfsberg und einemdazugehörigenMarkt in Unterburg, der allerdings nur in der Sommersaison geöffnet hat. Nun ist eine Entscheidung gefallen, wie die Zeller Gruppe mit ihren bestehenden AGM C+C-Märkten weiter vorgeht. Per Anfang Mai schließen sich die Pinzgauer demfamiliengeführten Gastro-Großhändlerverbund „Eurogast“ an. Rudolf Schwarzenbacher, Geschäftsführer der Zeller Gruppe, begründet das im Gesprächmit HGV PRAXIS so: „Wir haben uns intensivmit dieser Situation befasst und sind zu demEntschluss gekommen, dass Eurogast die vielversprechendste Alternative ist, um unser Geschäft weiterhin sehr erfolgsfokussiert auszubauen. Eurogast ist ein Verbund von familiengeführtenGroßhändlern, die den Gastrogroßhandel wie wir in der DNA verankert haben. Es handelt sich um regional bestens verankerte, um nicht zu sagen verwurzelte, Player, die nicht nur durch extremeNähe zum Kunden auffallen, sondern bei denen es wie bei der Zeller AGM-Gruppe ebenso, noch eine Kultur der Handschlagqualität gibt.“ Mit dem Eintritt der „Zeller Gruppe“ erhöht sich die Anzahl der Standorte für die Eurogast umfast dieHälfte auf 16. Eurogast-Geschäftsführer Peter Krug: „Das ist für die gesamte Gruppe nicht nur eine optimale Ergänzung, zumal Eurogast im Salzburger Land bisher nicht vertreten war, und somit eine Lücke in einemtouristisch eminent wichtigen Bundesland geschlossen wird. Mit einem weiteren Gastro-Großmarkt in Südtirol hält die Eurogast-Gruppe somit bei 17 Standorten, die von zehn Eurogast-Gesellschaftern betriebenwerden. Für heuer prognostiziert Geschäftsführer Krug einen Eurogast-Umsatz vonmehr als 500 Millionen Euro. V. l.: Mag. Julius Kiennast, Mag. Emannuel Fink (Lekkerland), und Dkfm. Andreas Haider. Kiennast-Unimarkt Joint Venture Übernahme von Lekkerland Übernahme im Unterwegskonsum: Das Handelshaus Kiennast und der LEH-FilialistUnimarktübernehmenmitdemJointVenture„Unik“ 100Prozent desZulieferersLekkerland. Dadurchbleibt Lekkerlandmit seiner Expertise imBereich Unterwegskonsum in österreichischer Hand. „Für uns ist der Kauf einwichtiger und logischer Schritt auf demWeg zum führenden nationalen Anbieter für umfassende Lösungen bei stationären und automatisiertenVertriebsmöglichkeiten.DerFokus liegtdabei aufLebensmittel“, so Mag. Julius Kiennast, einer der Eigentümer von Unik. „Für unserebestehendenKundenunddieKundenvonLekkerlandermöglicht der ZusammenschlussdenumfassendenZugriffauferprobteLEH-Konzepte, eineSortimentsweiterung imBereichBio, Regional undConvenienceund rund30.000sofortverfügbareArtikel“, soDkfm.AndreasHaider,Geschäftsführer von Unimarkt, dem zweiten Hälfte-Eigentümer von Unik. Beide Eigentümer betonen, dassUnik seinAlleinstellungsmerkmal in der Kombination LEH und Gastro durch den Kauf festigenwird. Rudolf Schwarzenbacher (l.) und Eurgast-Geschäftsführer Peter Krug.

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