HGVPraxis 02/2022

coverstory 17 schen Gastronomie zu machen, brachte die namhaftesten Anbieter in die weitläufigen Hallen: Do&Co ist mit dem System Henryda, JuliusMeinl ebenfalls, DoN-Cateringbetreibt Lounges. Der größte Partner des Airports in puncto Gastronomie ist aber SSP– ein international agierendes Foodservice-Unternehmenmit 32.000 Mitarbeitern, drei Milliarden Euro Umsatz im Jahr und demSitz in London. Die Abkürzung steht für Select Service Partner undauf demViennaAirport nimmt dasUnternehmendiePosition des Platzhirschs ein. Neben Franchise-Marken wie Starbucks oderdean&davidversteht esSSPgenauso, ein Jamie’s Italian samt Deli und Bar im Transitbereich des Terminals 3 erfolgreich zu führen. Wennman bedenkt, dass einWiener Innenstadtlokal des britischen Kochstars Jamie Oliver mit einem ungarischen Franchisenehmer krachend in dieHose ging, sind internationale Top-Marken bei SSP gut aufgehoben. Insgesamt betreibt SSP 16 Units mit rund 200 Mitarbeitern, davon zwei Backshops der MarkeHeberer auf demWest- und eines auf demWienerHauptbahnhof sowie einen Brezelkönig auf dem Grazer Bahnhof. Der Rest teilt sichauf denViennaAirport auf.Was schlussendlichauch bei Wolfgang Puck den Ausschlag gegeben haben dürfte. Vier Jahre trieb Bruder Klaus Puck das Wiener Airport-Projekt voran, bis Celebrity-Chef Wolfgang Puck schließlich sein Okay gab. The House of Yes Auf der Fläche des ehemaligen Café Ritazza imUntergeschoß des Terminals 3 glänzt nun das „Wolfgang Puck Kitchen&Bar“ auf rund 800 Quadratmetern. Es ist eine Mischform aus Café, Bar, Take-away und Restaurant mit 130 Sitzplätzen. Strategisch liegt der Betrieb glänzend: direkt gegenüber öffnen sich die Schiebtüren für die inWien ankommendenGäste; wer vonWien wiederum abfliegt, kommt mit Zug oder S-Bahn direkt beim Restaurant in das Terminalgebäude. „Und wer ankommt oder abreist“, erklärt SSP-Manager Peter Pavlovic, „hat oft noch Zeit oder Muße etwas Köstliches zu essen oder zu trinken. Diese Gäste sind nirgendwo besser aufgehoben als bei uns.“ Nicht nur die transparente Aufteilung der Abteilungen signalisiert, „hier wird nichts verborgen“, vielmehr ist der Blick in die Küche durchaus gewollt, hinter einem langen Tresen geht es kulinarisch zur Sache. Puck spannt einen transatlantischen Bogen von L. A. nachWien. Das beginnt bei Scampi und Zucchini imTempurateig, führt über eine hausgemachte Pizzamit Frischkäse und Räucherlachs und gipfelt natürlich in einem klassischen Wiener Schnitzel – vom Kalb versteht sich – mit Erdäpfel- und Rahmgurkensalat. Wobei das Gästepotenzial durchaus größer gesehen werden muss. Nicht nur der Airport und die zahlreich angesiedelten Unternehmen stellen eine attraktive Business-Klientel dar, auch die Umgebung und die Wiener sollen miteinbezogen werden. Wer partout nicht aufs Auto verzichtenwill, parkt vor demTerminal drei Stunden gratis, wenn er Gast bei Puck ist. Mit 60Mitarbeitern sieht man sich gut gerüstet, um jedem Gast ein qualitativ hochwertiges Restauranterlebnis zu garantieren. „Wir verstehen uns als House of Yes“, erklärt Peter Pavlovic. Nicht minder ambitioniert, was die Gastfreundschaft anbelangt, zeigt sich Auslandsösterreicher Puck, was die Geschäftszahlen anbelangt. Ende 2023 erwartet er einenNettoumsatz im Wolfgang Puck Kitchen&Bar imTerminal 3 amVienna Airport von vier Millionen Euro. >sax< Setzen die Anforderungen Pucks operativ um: die SSP Operations Manager Peter Wagner (l.) und Peter Pavlovic (r.), Flughafen-CenterManager-F&B Daniel Wailand hebt die gute Zusammenarbeit mit SSP hervor. Entree in das Restaurant „Wolfgang Puck Kitchen & Bar“. Blick von Bar zu Take-away und Kaffeehaus.

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