HGVPraxis 02/2022

think future 36 Den Tag der Pflege und Betreuung nutzten die Wiener „Häuser zumLeben“ für einen zukunftsweisenden Vorstoß. So lud das Unternehmen erstmalig zu einemKongress ein, bei dem sich alles um Vernetzung und Innovation drehte. Unter den rund 200 Teilnehmern, die sich in der Wiener Trend-Location „Reaktor“ einfanden, waren sowohl Mitarbeiter der Häuser zum Leben und Pensionistenklubs als auch Vertreter verschiedenster Branchenwie Digitalisierung, Mobilität und Experten von Forschungseinrichtungen und NGOs, wie zum Beispiel des Dachverbands der Wiener Sozialeinrichtungen, des Fonds Gesundes Österreich, des Samariterbunds und der Johanniter anwesend. Neben international gefragten Keynote-Speakern, wie Jos de Blok, Gründer und CEO des Pflegemodells Buurtzorg, aus denNiederlanden und demZukunftsforscher Sven Gabor Jánszky aus Deutschland sprachen österreichische Expertenwie ChristophH.Wecht von der NewDesign University St. Pölten und Manfred Pferzinger vom IMC FH Krems gemeinsam mit Katharina Ehrenmüller von ProActive über Themen wie Innovationskultur, Co-Creation und Design Thinking. „Die Meinungsvielfalt macht diesen Event so interessant,“ meinte Jos de Blok anerkennend: „DieHerausforderungen der Zukunft wird man nur lösen, indem man alle Formen der Intelligenz zusammenführt. Und das geschieht hier gerade.“ Gastro-Bereich präsentierte sich top Für die willkommene Stärkung sorgte der gastronomische Bereich der Häuser zum Leben unter der Leitung von Robert Guschelbauer, Bereichsleiter und Mitglied der Geschäftsführung: „Ich bin wirklich stolz auf die Leistungen meiner Mitarbeiter. Denn wir schaffen es neben unserem Kerngeschäft der Vollverpflegung der Bewohner der 30 Häuser zum Leben und der Speisenbelieferung von Dutzenden Kooperationspartnern auch laufend zusätzlich neue innovative Produkte und Tools zu initiieren und erfolgreich zu entwickeln. Das verbessert nicht nur den Lebensstandard unserer Kunden – das ist auch für unser gesamtes Team hochmotivierend.“ Multifunktionales Foodbike So präsentierte etwa die Forschungsküche für Palliativ-Patienten selbstentwickelte hydrierende Flüssigkeitsriegel in Tropfenform und einen „Bienenstich“ aus dem 3D-Speisendrucker. Beide Gerichte sind auch für Menschen mit Kau- und Schluckbeschwerden geeignet. Auch einen Protein-Flip aus Schafkäseeis mit Insektenprotein gab es zu verkosten. Eine Neuanschaffung der Forschungsküche, die auf besonders großes Interesse stieß: ein eigenes, multifunktionales Foodbike. Denn im Zuge der Pandemie ist das Freizeitangebot im Freien der Häuser zum Leben und der Pensionistenklubs förmlich explodiert. Und das soll auch so blieben. Von Gartenkonzerten über Fitness-Nachmittagen und Tanzveranstaltungen bis hin zu Grätzelfesten ist für alle etwas dabei. Dementsprechend vielseitig sind Verwendungsmöglichkeiten beimCatering-Einsatz. So kann man das Bike je nachWunsch mit einemKontaktgrill, einem Plattengriller, einem Frittiergerät, einem Kebabspieß, einemCrepe-Maker, einemWaffeleisen oder einer Zuckerwatte- und einer Popcornmaschine bestücken. Michael Zoufal, Projektleiter des Foodbikes dazu: „Durch die austauschbaren Geräte sind Motto-Veranstaltungen möglich und das Bike kann ganzjährig indoor oder outdoor zumEinsatz kommen.“ Karl Jelinek, Abteilungsleiter Forschungsküche, ergänzt: „Mit dem Streetfoodbike haben wir nicht nur eine attraktive und professionelle Präsentationsfläche, sondern wir können damit flexibel auf die Kundenwünsche eingehen und vor Ort je nach Kun- © KWP/Sarah Bruckner Wahre Innovation beginnt im Topf … und beginnt sie nicht im Topf, dann nirgendwo“, sang – leicht abgewandelt – schon André Heller. Das KuratoriumWiener Pensionisten-Wohnhäuser lud am Tag der Pflege zum ersten branchenübergreifenden Innovationskongress. Star der Veranstaltung war der gastronomische Bereich. Fulminante Kreationen des Teams Vienna, das bereits eifrig für den Culinary Worldcup trainiert.

RkJQdWJsaXNoZXIy MzgxNTI=