Hotel&Touristik 11/2018

meine kulinarik 15 Was wurde aus ...? Die Imkerei ist kein Honigschlecken: Früh aufstehen, der eine oder andere Stich und nicht zu wenig Arbeit. Trotzdem tauschte Michael Hirschinger seinen angesehenen Job mit jenem in freier Natur. D ie Imkerei hat mich schon seit meiner Kindheit fasziniert“, erzählt Michael Hirschinger. Der Endvierziger war mehr als zehn Jahre lang erfolgreicher Marketingleiter der Europäischen Reiseversicherung in Österreich, ehe er sich Ende des Vorjahres dazu entschloss, sein Hobby zu seinem neuen Beruf zu machen: „Ich kann dabei mein Marketingwissen, das ich mir in vielen Jah- ren im Tourismus erworben und bei der Europäischen Reiseversi- cherung umsetzen konnte, ergänzen und mir zu Gute machen. Schön ist, dass ich bereits zahlreiche Tourismusunterneh- men und deren Mitarbeiter zu meinen Kunden zählen darf.“ Hirschinger bietet unter dem Namen „Hirschbienen- gold“ klassischen Blütenhonig an – ein Cuveé von allem, was im Frühjahr so blüht – und einen sortenreinen Son- nenblumen-Cremehonig. Darüber hinaus gibt es saiso- nale Spezialitäten wie beispielsweise Honig mit Früchten oder Honig mit Walnüssen. Jedes Glas „Hirschbienengold“ ist von Michael Hirschinger persönlich abgefüllt, geprüft und zum Verkauf freigegeben, das ist sozusagen Chefsa- che. Seine Kunden sind jetzt im ersten Jahr hauptsäch- lich Endverbraucher, „aber ich beliefere immer mehr Fir- men, die das Hirschbienengold als Kundengeschenk oder als Give-away entdeckt haben. Je nach Wunsch liefere ich den Honig von der Frühstücksportion bis zum Kiloglas auch mit gebrandeten Etiketten“. SowirdHonig gemacht Aktuell betreut er in Trumau in der Nähe von Baden rund 20 Bienenvölker, für 2019 ist eine Verdoppelung ge- plant. Wenn die Waben erst mal prall mit Honig gefüllt sind, lacht des Imkers Herz. Nun werden von allen Völ- kern eines Bienenstandes die Honigwaben vorsichtig her- ausgenommen, von den ansitzenden Bienen befreit und danach rasch in den Schleuderraum gebracht. Da die Bie- nen den reifen Honig mit einer dünnen Wachsschicht ver- schließen, müssen die Waben vor der Schleuderung noch entdeckelt werden. Direkt danach wird der Honig gefiltert und sofort in Lagerbehälter gefüllt, wo er noch einige Tage nachreift und danach abgefüllt wird. So kommen mehrere hun- dert Kilo Honig im Jahr ins Glas. „Was ich ammeisten anmeiner Tätigkeit schätze ist die Selbst- bestimmung und dass ich als Ergebnis der Arbeit ein hochwerti- ges Produkt verkaufen kann“, erklärt Hirschinger auf die Frage nach demWarum. Nicht zuletzt lassen sich Arbeit und Privatle- ben des dreifachen Familienvaters besser vereinbaren. (tosc) hirschbienengold.at Der süße Umstieg Der Imker und sein Honig: Michael Hirschinger vereint bei Hirschbienengold seine Kompetenz aus „zwei Welten“. 80% STROH. 100% DIE GÄSTE EINKOCHEN. R I G I N A L . EIN ECHTES STROH.AT INSPIRATION SEIT 1832. Foto © Hirschbienengold

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