Hotel&Touristik 04/2019

mein haus 81 Radisson RED Glasgow Ansatz“, sagt Robert van der Graaf, Senior Director of Busi- ness Development für die D-A-CH-Region der RadissonHotel Group. Denn viele für die 4-Sterne-Kategorie typischen Ser- viceleistungen werden nicht automatisch erbracht, sondern nur dann, wenn sie der Gast wünscht. DieMarke RadissonRed bürgt also fürWahlfreiheit. Um ihr Ausdruck zu verleihen, dient neben dem Telefon und der App auch die Fernsteuerung des riesenhaften 55-Zoll-Screens. Der entpuppt sich als Fernseher, Multimediazentrale und Bild- schirm, um Inhalte vom eigenen Smartphone oder Tablet zu streamen. Gemeinsammit einem einfachen Zugang zum ho- teleigenen WLAN sowie diversen Strom- und Ladeanschlüs- sen lädt dieses Zimmer nicht nur zum Bleiben, sondern auch zum Arbeiten ein. Das ist Absicht, wie van der Graaf erklärt. Er verweist auf einige neue Hotelkonzepte, bei denen die Gäste von den Zimmern in die öffentliche Bereich des Hotels gedrängt werden – etwa durch einen kleinen Schreibtisch, von dem aus man nur an die Wand blickt. „Im Radisson Red sol- len die Gäste wählen können“, betont der Manager. Zwar gibt hier keine definierten Co-Working-Areas, aber die Lobby und die tagsüber offene Bar bieten genugMöglichkeiten, umnicht allein, aber dennoch ungestört produktiv zu sein. Schottischer Lokalkolorit Kulinarischen Lokalkolorit wie das schottische Nationalge- richt Haggis (mit diversen Innereien gefüllter Schafsmagen) ist auf der Speisekarte ebenso zu finden, wie Speisen für we- niger mutige Esser. Optischer Lokalkolorit schmückt jedes Zimmer: Den Schrank hat der Glasgower Comiczeichner Frank Quitely bemalt – ebenso wie die gesamte Wand, vor der das Doppelbett steht und noch viele andere Flächen imHaus. Für denmenschlichen Lokalkolorit geht das RadissonRed inGlas- gow einen architektonischen Umweg: Die Red Sky Bar ist die erste Dachbar der über 600.000 Einwohner zählenden Stadt. Dieses Lokal steuern viele Natives zum Ausgehen an und als Hotelgast ist es dort ein leichtes, mit den sehr kommunikati- ven Schotten Kontakte zu knüpfen. Gelegenheit dazu bieten auch die drei Studios, die nicht nur Businessmeetings sondern regelmäßig Parties, Konzerte undEvents beherbergen, die viele Einheimische anlocken. Manmerkt: Das RadissonRed inGlas- gowwill nicht nur Übernachtungsstätte samt angeschlossener Gastronomie sein, sondern ein Haus darstellen, in dem Rei- sendewie Einheimische einen Teil ihres Arbeits- und Freizeit- lebens gerne verbringen. DieWiener Variante des RadissonRed soll ab 2021 oder 2022 nur einen Steinwurf vom pulsierenden Donaukanal und dem Tel Aviv Beach entfernt Ähnliches leisten. „Wir werden inWien die Rooftopbar auch für die ‚Locals‘ öffnen“, verspricht Robert van der Graaf. Das Haus wird im Innenhof hängende Gärten und viele weitere kleine und große, für Wien typische Bemer- kenswertigkeiten bieten. Wo der Duschkopf imRadisson Red Hotel Vienna sein wird, weiß ich jedenfalls schon. & Siehe dazu auch das Interview ab Seite 82. Nach Brüssel, Minneapolis, Campinas (Brasilien), Portland und Kapstadt ist Glasgow weltweit das sechste Haus der 2015 offiziell gelaunchten Marke Radisson Red. Eröffnung: April 2018 Zimmer: 174 Mitarbeiter: 100 Kategorie: Upscale (4-Stern) RadissonREDGlasgow Das Design spiegelt den jeweiligen Standort des Hotels wider, in Glasgow kommt der Kran bis in die Dusche, in Wien (r.) wird es sich 2021 zeigen.

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