Hotel&Touristik 07-08/2019

Jobimage! Fachkräftemangel! A lle sind sich einig: So kann’s nicht weitergehen. Nach Schätzungen des IHS hat alleine die Hotellerie ei- nen Bedarf von 40.000 bis 60.000 zusätzlichen Mitar- beitern – die Gastronomie ist da noch gar nicht mitge- rechnet. Die Forderungen der Branche an die Politik – z. B. eine umfassende Lehrlingsoffensive, eine Senkung der Lohnnebenkosten, Mobilitätsprogramme für Mitarbei- ter, Arbeitszeitflexibilisierungen – sind daher mehr als verständlich. Da gibt es aber auch ein paar „hausge- machte“ Probleme. In den Arbeiten zum Plan T wurde klar: Vor allem das Job-Image liegt imArgen und hemmt viele junge Leute, die an sich spannenden Herausforde- rungen im Tourismus aufzunehmen. Aber Job-Image verbessern – wie soll das gehen? Ein Beispiel fand ich kürzlich in einem Inserat eines großen Wiener Autohauses. Das Sujet: Vier Autospeng- ler – Fachkräfte also, die sicher ebenso schwer zu finden sind, wie Köche, Kellner, Stubenfrauen etc. Und ein paar Textauszüge aus dem viertelseitigen Inserat: „Gute Spenglereiarbeit ist wie eine unsichtbare Reparatur“. „Ein guter Spengler braucht einen hohen Sinn für Ästhetik und Präzision“. „Wenn …“ (und dann sind tatsächlich auch die Namen der Spengler genannt) „… die Hand anlegen, dann ist nach getaner Arbeit alles wie neu …“. Und am besten hat mir gefallen: „Die Spengler sind die Schön- heitschirurgen der Autobranche – die Beauty-Docs für’s Auto“. Ich erinnere mich nicht, wann ich das letzte Mal je- manden so über die Qualität seines Housekeepings re- den hab’ hören! Und auch in einschlägigen Job-Anzei- gen lese ich eher „Stubenmädchen (m/w), 48-Stunden/6 Tage, lt. KV“ (Originalzitat – und es handelt sich um ei- nen Top-Hotelbetrieb, dem wir auch kürzlich einen um- fangreichen Um- und Zubau finanziert haben! Aber klar: Bei uns geht’s ja nur um den Gast. Bei denen – siehe oben – geht’s ja um viel Wichtigeres – um Autos! Bäume will Meliá Hotels International Retten, indem Sie die CO2-Emissionen um mehr als 66.000 Tonnen reduzierEN. 3,3Mio. mein haus Der Generaldirektor und Geschäfts- führer der ÖHT, Wolfgang Kleemann, kommt selbst aus der Tourismus- und Freizeitwirtschaft. zurPerson Foto © ÖHV /APA-Fotoservice/Tanzer, Picture-Factory - stock.adobe.com, ÖHT „Schön, dasswir einmal so zusammensitzen!“ Marko Nussbaum, CEO Prizeotel und Vorsitzender DEHOGA, freut sich über die Anwesenheit aller deutschsprachigen Hotelverbände beim ÖHV Arbeitsmarkt-Dialog.

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