hotel&touristik essenz 01/2022

21 Tourismuszukunft Im Burgenland kommen Sie in Fahrt: Schwingen Sie sich in den Sattel und erkunden Sie auf über 2.500 km die idyllische Landschaft bei jedem Tempo – egal ob sportlich, gemütlich oder bequem mit elektrischer Unterstützung. Zusätzlich lassen kulinarische Gaumenfreuden, sowie Verleih- und Lade-Stationen Radler-Herzen höherschlagen. So wie zahlreiche Gratis-Eintritte oder Vergünstigungen bei über 200 Partnern der Burgenland Card. Mehr Infos unter card.burgenland.info B U RG E N R A D L A N D. W I L L KOMM E N I M GRENZENLOSES URLAUBSVERGNÜGEN. BURGENLANDCARD dünne Jahre in Folge kann man nicht kaschieren. Falsches Bild und Erwartungshaltung. Die im Schnitt höhere Abbruchquote von Lehrausbildungen in der Gastronomie und Hotellerie geht für Gerold Royda auf völlig falsche Erwartungshaltungen zurück, wie er betont: „Vor allem imKochberuf ist es sehr drastisch. Durch das überbordende Angebot an Kochsendungen, die ja zweifellos auch viel Gutes bewirken, entsteht bei den Jugendlichen aber das Bild von TV-verwöhnten Stars. Die Jugendlichen fragen dann in der Arbeitspraxis glatt, wo das Fernsehteam ist, dass dann über den Lehrling berichtet. Das spielt es halt in der Praxis nicht und sorgt nicht selten für Verwunderung und Enttäuschung.“ Bei den Restaurantfachleuten ist wiederum ins Treffen zu führen, dass es einen hohen Anteil an Jugendlichen gibt, die nicht Deutsch als Muttersprache haben. Diesen Jugendlichen fällt es natürlich schwerer, dem Berufsschulunterricht in voller Tiefe zu folgen, und wenn man etwas nicht genau versteht, dann beherrscht man es auch nicht so gut und verliert die Freude sowie den Mut und die Energie. Ein Angebot von Nachhilfeunterricht gibt es nicht, es ist auch fraglich, ob es zeitlich und finanziell abbildbar wäre. Royda verweist in Hinblick auf die mangelnde Attraktivität von Gastronomieberufen auf die Rahmenbedingungen, die die Branche ganz einfach hervorbringt: „Es ist Tatsache, dass wir arbeiten, wenn andere frei haben und fortgehen. Das ist ein Faktum, das sich nur schwer ändern lassen wird.“ In puncto moderner Berufsbilder und aktueller Lehrinhalte sieht Royda Österreichs Lehrlingsausbildung in einer absoluten Vorreiterrolle, wie er im Abschluss betont: „Deutschland ist gerade dabei, die Lehrinhalte von uns zu übernehmen. Also können wir damit nicht so falsch liegen.“  Check the Prak! Vor eineinhalb Jahrzehnten gab es im Burgenland noch mehr als 300 Lehrlinge in Hotellerie und Gastronomie in über 100 Lehrbetrieben, 2021 waren es nur mehr 140 in 45 Lehrbetrieben. Die Verantwortlichen wissen, dass gute Ideen gefragt sind, um mehr junge Menschen für eine Ausbildung imTourismus zu begeistern. Die Praktikumsoffensive „Check the Prak!“ von Wirtschaftsagentur Burgenland und Burgenland Tourismus will Talente an die Branche heranführen. Über die Jobbörse von „Check the Prak!“ können die Betriebe kostenlos ihre offenen Praktikumsstellen für das heurige Jahr inserieren und den Schülern einen Einblick in das vielfältige Berufsfeld bieten. Diese können so aus einem abwechslungsreichen Angebot wählen und sich für ihr Wunschpraktikum im Sommer bewerben. Die besten Praktikanten des letzten Jahres in den Bereichen Frontoffice, Backoffice, Marketing, Küche & Service sowie touristische Dienstleister wurden kürzlich ausgezeichnet. Gearbeitet haben sie im Avita Resort Bad Tatzmannsdorf, Thermenhotel PuchasPlus Stegersbach, Reiters Finest Family Hotel, Weingut Gager und Vila Vita Pannonia. www.deintourismuspraktikum.at

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