hotel&touristik essenz 01/2022

01/22 01/22 Österreichische Post AG, GZ02Z031825, Manstein Zeitschriftenverlagsges.m.b.H., Euro Plaza 5 Gebäude J, Kranichberggasse 4, 1120 Wien; Retouren an Postfach 100, 1350 Wien Mit voller Kraft

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3 inhalt GEHspräche ÖHV-Präsident und Hotelier Walter Veit über Karrieren und Lobbying Jubiläum Landeshauptfrau Johanna MiklLeitner über die Zukunft Niederösterreichs Ruanda Eskapismus in seiner schönsten Form: Eine Reise in ein Land voller Wunder, das seine dramatische Vergangenheit auch mithilfe des Tourismus hinter sich lässt. 04 & 05 Kompakt & Editorial 16 Panoramahotel Alpenstern Der solitäre Player im Bregenzerwald 20 Verlorene Jahre Die dramatische Lehrlingssituation 22 Kleemann erklärt Wir haben einen Führungskräftemangel 24 Tea Time Eine packende Reise zu den Wurzeln der Teekultur 28 Morgenstund … hat Gold imMund – mit dem richtigen Angebot 32 Leadership Was tun, wenn die Mitarbeiter fehlen? 34 Angezapft Die Spitze der Brau Union Österreich im Interview 44 Schwimmende Träume Wie Klaus Lugmaier in der Kreuzfahrt Karriere macht 48 Luxushotellerie auf Mauritius Von den Gästen lernen 50 Kommentar Der doppelte Wert Impressum Medium: hotel & touristik essenz; Medieninhaber/Verleger: Manstein Zeitschriftenverlagsges.m.b.H., Verlagsort/Anschrift Redaktion/Herausgeberin/Medieninhaber: Euro Plaza 5, Gebäude J, Kranichberggasse 4, 1120 Wien; Internet: www.manstein.at, stammgast.online, traveller-online.at; Tel.: +43/1/866 48-0; Fax: DW -100; Geschäftsführung: Mag. Markus Gstöttner, Herausgeberin: Mag. Dagmar Lang, MBA; Die Manstein Zeitschriftenverlagsges.m.b.H. ist eine 100% Beteiligung der dfv Mediengruppe, Frankfurt/Main; Sprecher der Geschäftsführung Deutscher Fachverlag GmbH: Peter Esser, Sönke Reimers Chefredaktion: Mag. Thomas Schweighofer (ts / t.schweighofer@manstein.at); Autoren dieser Ausgabe: Mag. Dagmar Lang, MBA, Mag.(FH) Axel Schimmel, Brigitte Charwat, Nadine Vejnoska, Thomas Reisenzahn, Jennifer Swann, Vivian & Daniel Scherz; Marketing- und Anzeigenleitung: SusanneWernbacher-Pretsch (s.wernbacher@manstein.at); Mitarbeiter Marketing- und Anzeigen: Manuela Sommer (m.sommer@manstein.at); Lektorat: Thomas Fisher, MSc.; Grafisches Konzept: Himmer, Buchheim& Partner; Art Director: Georg Vorstandlechner; Coverfoto: Axel Schimmel; Hersteller: Friedrich Druck &Medien GmbH, Herstellungsort: Zamenhofstraße 43, 4020 Linz; Erscheinungsweise: monatlich; DVR-Nr. 075/3220. Für Inhalt und Gestaltung haftet der Auftraggeber. Abo 2021: Inland € 59,– (exkl. 10% MwSt.), Ausland € 86,– (exkl. 10%MwSt.), Studenten 50% Ermäßigung, Vertrieb: +43/1/866 48-511, Joanna Kirkowska (j.kirkowska@manstein.at). Impressum gemäß § 25 MedienG ist unter stammgast. online/impressum.html abrufbar. Aus Gründen der Lesbarkeit wird darauf verzichtet, geschlechtsspezifische Formulierungen zu verwenden. Soweit personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf Männer und Frauen in gleicher Weise. 40 10 06

4 kompakt 11.122.334 247 Mrd. Wetterextreme nehmen durch den Klimawandel zu, damit steigen auch die Schadensfälle bei Versicherungen. 2021 verursachte der Hurrikan Ida in USA/Kanada die höchste Schadenssumme mit umgerechnet 57 Milliarden Euro. Von den weltweiten 247 Milliarden Euro Schadenskosten waren lediglich 106 Milliarden Euro – und damit rund die Hälfte – versichert. Quelle: Munich Re Schaumweinbilanz Erfolgsjahr für Henkell Freixenet Austria: Mit einem Anteil von 35 Prozent verteidigte der Sektproduzent seine Marktführerschaft im Schaumweinbereich. Mit knapp 15 Prozent (mengenmäßig und wertmäßig) ist dabei Henkell Sekt erstmals der beliebteste Sekt der Österreicher. Dicht gefolgt landet auf dem zweiten Stockerlplatz eine weitere starke Marke des Hauses, Kupferberg Sekt. Daneben haben ebenso die Premiummarken Mionetto Prosecco und Freixenet Cava zur starken Positionierung beigetragen. „Prosecco war im zurückliegenden Jahrzehnt Treiber der weltweit positiven Schaumweinentwicklung. Auch in den nächsten Jahren dürfte sich diese Entwicklung fortsetzen“, erklärt Henkell-Freixenet-Austria-Geschäftsführer Philipp Gattermayer. Der Gesamtmarkt verzeichnete einen Zuwachs von 29 Prozent – ebenso wie das Segment Rosé und hat damit stolze 23,5 Prozent Anteil am gesamten Schaumweinmarkt. Der Alkoholfrei-Gesamtmarkt ist in Österreich um 30 Prozent gewachsen. Henkell Alkoholfrei wuchs um 28 Prozent und Kupferberg Alkoholfrei um 11 Prozent. Bei den Cavas verzeichnete das Unternehmen einWachstum von 17 Prozent. Knapp 59 Prozent Wachstum verzeichnet der von Henkell Freixenet extra für den österreichischen Markt kreierteWiener Hofburg Sekt, für den Norbert Szigeti verantwortlich zeichnet. www.henkell-freixenet.at Sterne strahlen in Wien und Salzburg Im Guide Michelin Main Cities of Europe 2022 gibt es 74 Auszeichnungen für Restaurants in Wien und Salzburg. Einziger Drei-Sterner bleibt Juan Amador mit seinem Amador. Zwei Sterne erzielten das Steirereck im Stadtpark, Mraz & Sohn, Konstantin Filippou, Silvio Nickol Gourmet Restaurant, Ikarus und Senns.Restaurant (im Bild: Andreas Senn). Mit dem „Michelin Green Star“ für nachhaltige Gastronomie wurde das Tian (ein Stern) unter Chef Paul Ivic ausgezeichnet. Insgesamt wurde 17 Restaurants zumindest ein Stern verliehen, keinen Stern gab es mehr für Carpe Diem, Das Loft und Le Ciel by Toni Mörwald. guide.michelin.com/en Gewaltig vegetarisch Frisches Gemüse, knackig, farbenfroh und duftend: Der deutsche Sternekoch und Witzigmann–Schüler Andreas Mayer (Mayer’s auf Schloss Prielau im Pinzgau) zeigt in seinem vegan-vegetarischen Kochbuch, wie aus exzellenten Grundzutaten innovative Gemüsegerichte aus der Gourmetküche entstehen. 70 außergewöhnliche Rezepte werden auch Fleischesser überzeugen. Andreas Mayer: „Der Duft von Gemüse. Vegetarische Gerichte für Genießer“. 240 Seiten. Matthaes Verlag. 51,30 Euro. ISBN 978-3-98541-053-8 Weltweites Tourismusaufkommen nach Anzahl der Reiseankünfte Quelle: UNWTO, Statista 2022 © Tryfonov – stock.adobe.com 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010 2019 2021 2020 25 Mio. 69 Mio. 166 Mio. 286 Mio. 459 Mio. 680 Mio. 952 Mio. 1.461 Mio. 381 Mio. 351 Mio. © Lukas Jahn (2) © Henkell Freixenet

editorial © Sabine Klimpt Der Waran macht Augen Ein Land sperrt auf. Die Gesamtstaatliche Covid-Krisenkoordination – in guter lugnerischer Tradition „Gecko“ genannt, als ob die Dramatik der Realität dadurch weniger groß wäre – nickte weitreichende Maßnahmenlockerungen ab März ab. Unter der Diskokugel kann wieder getanzt werden, Gäste dürfen nun gut getestet einreisen, FFP2-Masken verstauben in der Lade. Österreich stellte sich mit diesem Schritt in die Reihe europäischer Staaten wie Dänemark oder Schweiz, die schon zuvor sperrangelweit öffneten. Die Warnungen aus der Wissenschaft verhallen ungehört, dass die Öffnungen zu rasch kämen und zu weit gehen. Ob wir in Österreich über den Berg und bei den Neuinfektionen auf Talfahrt sind oder nur ein Wellental durchwandern, war zumindest zum Zeitpunkt der Entscheidung nämlich unklar. Trotzdem: Es ist Zeit! Die Hospitalisierungen bleiben stabil relativ niedrig und das war ja immer die Messlatte für Maßnahmen. Vor allem das Urlaubs- und Kulturland Österreich darf aufatmen. Ein „Freudentag“ ist das, hörte man aus der Branche, mit vollem Schwung geht es in die letzten Wochen der Wintersaison rein ins Frühjahr. Die neue Hoffnung wird prickelnd zu spüren sein. Gleichzeitig heißt es wachsam bleiben, denn die Pandemie ist nicht abgesagt. Das Bedrohungsszenario ist, dass wir imHerbst wieder wie von einem Tsunami überrollt werden. Weil uns die zu niedrige Impfquote – und ich rechne aufgrund bevorstehender Wahlkämpfe oder der Vorbereitung darauf mit der Absage der Impfpflicht – auf den Kopf fallen wird. Maske rauf wo nötig, routinemäßige Händehygiene, testen lassen bei Symptomen – alles, was wir in den letzten Jahren gelernt und fleißig geübt haben, darf nicht wieder leichtfertig vergessen sein. Die Schule des Lebens ist hart, immer mehr gehen denWeg des geringstenWiderstands. Die Mitarbeiterproblematik in der Branche entwickelt sich zur Pandemie, gegen die es keine Spritze gibt. Einfache Antworten sowieso nicht. Österreich verliert nicht nur bestens ausgebildete Fachkräfte an das Ausland – in der Schweiz lächeln sie die Problemdes „Ostens“ mit Frankenbeschwerten Hosentaschen einfach weg –, sondern baut sich gerade die nächste Falle. Die Tausenden jungenMenschen, die in den vergangenen Jahren in anderen Gewerben gelandet sind oder lieber gleich weniger machen, sind wohl für die Branche verloren. Über Zukunftsfragen und interessante Karrierebeispiele haben wir in dieser Ausgabe unter anderemmit demneuen ÖHV-PräsidentenWalter Veit, Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna MiklLeitner, Kreuzfahrtprofi Klaus Lugmaier, Gastronomen und Ausbildungsexperten Gerold Royda sowie den Brau-Union-Chefs Klaus Schörghofer und Gabriela Maria Straka gesprochen. Und ÖHT-Generaldirektor Wolfgang Kleemann schreibt in seiner Kolumne: „Wir haben nicht nur einen Fachkräftemangel, wir haben auch einen Unternehmermangel.“ Die Branche braucht für den Arbeitsmarkt keinen Gecko, besser wäre ein Komodowaran. Chefredakteur t.schweighofer@manstein.at, stammgast.online

hotel & touristik essenz besuchte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in ihrem Büro am Landhausplatz in St. Pölten. Sie nahm sich viel Zeit, um über ihr Niederösterreich zu sprechen. © Markus Wache/hotel & touristik essenz

7 Nachgefragt 100 Jahre Niederösterreich: Was wünscht sich Landesmutter Johanna Mikl-Leitner für ihr Bundesland? Wie soll sich Niederösterreich wirtschaftlich, kulturell, gesellschaftlich weiterentwickeln? Durch die Loslösung von Wien hat Niederösterreich unglaublich an Eigenständigkeit, an Profil und an Selbstbewusstsein gewonnen. Niederösterreich hat es verstanden, historische Ereignisse für seine dynamische Entwicklung zu nutzen. Ich denke hier etwa an den Fall des Eisernen Vorhanges, an den Beitritt zur europäischen Union, an die EU-Erweiterung und die Ernennung von St. Pölten zur Landeshauptstadt. In den letzten 100 Jahren hat sich Niederösterreich jedenfalls vom reinen Agrarland zusätzlich zu einemWirtschafts-, Wissenschafts- und Tourismusland entwickelt. Damit es auch in Zukunft erfolgreich weitergeht, schauen wir in diesem Jubiläumsjahr nicht nur zurück, sondern mit der Erarbeitung unserer Landesstrategie 2030 auch nach vorne. Im Miteinander aller Regierungsparteien, mit Expertinnen und Experten und der Einbeziehung aller Landsleute wird die zukünftige Ausrichtung unseres Bundeslandes gerade erarbeitet und imHerbst präsentiert. Ohne Hilfsleistungen der öffentlichen Hand hätten viele Betriebe die vergangenen beiden Jahre wirtschaftlich nicht überstanden. Wie lange können sich Bund und Länder die Hilfsleistungen noch leisten? Und was bedeutet das für künftige Budgets und Steuermaßnahmen? Auch da haben wir auf die Expertinnen und Experten gehört, die gesagt haben, in der Pandemie ist das Wichtigste zu investieren und Fördermittel bereitzustellen. Wir können speziell bei uns in Niederösterreich sagen, dass diese Strategie aufgegangen ist. Wir sind besser durch die Krise gekommen als viele andere Regionen. Wir hatten für das Jahr 2021 ein Wirtschaftswachstum von 4,4 Prozent – so hoch wie seit 20 Jahren nicht mehr. Und die niedrigste Arbeitslosenquote seit 15 Jahren. Das alles spricht dafür, dass die Förderungen geholfen haben. Wir werden auch 2022 für ganz konkrete Schwerpunkte wie Nachhaltigkeit, Klimawandel, Digitalisierung und das Jungunternehmertum Wirtschaftshilfen von 90 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Wir hoffen natürlich, dass sich die Investitionen lohnen und Steuern zurückfließen und streben damit so schnell wie möglich auch wieder ein Nulldefizit an. Viele Unternehmen leiden jetzt vor allem daran, dass sie keine Mitarbeiter finden. Ja, es gibt genügend Betriebe, die Arbeits- und Fachkräfte suchen und gleichzeitig Menschen, die in der Arbeitswelt nicht Fuß fassen können. Daher haben wir im Land zahlreiche Arbeitsmarktinitiativen für Jung und Alt, um noch mehr Menschen in die Arbeitswelt zu bringen. Erst kürzlich haben wir eine blau-gelbe Initiative gegen Langzeitarbeitslosigkeit – Job.ReAct – ins Leben gerufen, die 110 Langzeitarbeitslose an Firmen, Vereine et cetera vermittelt. Das Projekt wird zu 100 Prozent von der Europäischen Union finanziert und ist bereits ein Erfolg. „Ein Aushängeschild des Miteinanders“ 100 Jahre Niederösterreich Von Dagmar Lang &Thomas Schweighofer Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Exklusivinterview über ihr Niederösterreich und die Rolle im Herzen Europas, die kontroverse Impfpflicht, warum es mehr Frauen in der Politik braucht und was der Tourismus leisten muss. „Für Niederösterreich als größtes Flächenbundesland gelten eben andere Regeln als im urbanen Raum.“

8 Nachgefragt Der Tourismus ist eine der hauptbetroffenen Branchen. In der Tourismusstrategie 2025 wurde die Steigerung der Qualität und der Wertschöpfung des Tourismus klar festgelegt, einige Projekte sind schon auf Schiene. Was sind für Sie die Kernpunkte, um die Wettbewerbsfähigkeit der niederösterreichischen Tourismuswirtschaft zu steigern? Jetzt startet die große Aufholjagd, um im Tourismus wieder das Vorkrisenniveau zu erreichen. Strategisch gesehen wollen wir Niederösterreich nicht nur als Ausflugs-, sondern noch stärker auch als Urlaubsziel etablieren. Dafür haben gerade in den letzten zwei Jahren unsere Hotelbetriebe die Zeit genutzt, um noch stärker in die Qualität des Nächtigungstourismus zu investieren. Das Land Niederösterreich investiert auch ganz konkret in den Regionen, zuletzt wurden von der SchröcksnadelGruppe die Skigebiete Hochkar und Ötscher-Lifte/Lackenhof erworben. Welche touristische Zukunft hat Lackenhof? Das Skigebiet Lackenhof ist eines mit einer langen Geschichte und einer noch größeren Tradition. Und weil wir Niederösterreicher diesemGebiet emotional sehr verbunden sind, ist das Land mit einer Zwischenlösung eingesprungen, damit die Region die Chance hat, ein Ganzjahres-Tourismuskonzept zu entwickeln. Dazu gibt es eine Task Force, in die Unternehmen, Grundeigentümer und Investoren eingebunden sind, die einen Ideenwettbewerb gestartet hat. Bestes Beispiel, dass die Neuaufstellung gelingen kann, ist St. Corona amWechsel. Und wir hoffen, dass das auch in dieser Region gelingen wird. Ein Problemkind der vergangenen Jahre war der Semmering. Wie wollen Sie die Region „aus demDornröschenschlaf wecken“? Der Semmering ist der König der Voralpen. Ein Zentrum, das einst Weltliteraten und Philanthropen angezogen hat und auch heute noch diesen Charme des sogenannten Fin de Siècle ausstrahlt. Das inspiriert und ist die Chance, ein internationales Publikum auf den Semmering zu locken. Es ist bereits gelungen, zwei Investoren zu gewinnen, die das Kurhotel und das Südbahnhotel wieder zum Leben erwecken wollen. Wird Niederösterreich selbst investieren? Wir werden die Infrastruktur auf die Höhe der Zeit bringen und deshalb auch kräftig in die Region investieren. Außerdem ist uns der Kulturschwerpunkt immer schon ein wichtiges Anliegen gewesen, den wir seitens des Landes auch künftig fördern werden. Sie sind in Coronafragen nie so laut wie andere Landeshauptleute geworden, sind trotz enger räumlicher Nähe teils andere Wege in denMaßnahmen als Wien gegangen, warumhaben Sie so entschieden? Für Niederösterreich als größtes Flächenbundesland gelten eben andere Regeln als imurbanen Raum – sei das etwa beim Testangebot. Für uns war es immer wichtig, die Gemeinden einzubinden, damit wir so niederschwellig und nahe wie möglich zu den Menschen kommen. So haben wir es auch bei den Impfungen gemacht, da gibt es insgesamt über 600Möglichkeiten quer durch Niederösterreich, sich die Coronaschutzimpfung abzuholen – vom Impfzentrumüber Impfbusse bis hin zumniedergelassenen Bereich. Das heißt, ja, hier sind wir teils einen anderen Weg gegangen, obwohl es wichtig ist, bundeseinheitliche Vorgaben zu haben. Faktum ist, heute sind wir das Flächenbundeslandmit der höchsten Durchimpfungsrate. Glauben Sie, dass die Impfpflicht den nötigen Booster für die Impfquote bringen wird? Keiner wollte sie, aber sie ist wichtig und notwendig, weil nur die Impfung Corona zurückdrängen kann und vor schweren Erkrankungen schützt. Ich habe Verständnis für die Sorgen der Menschen, appelliere aber, sich zu informieren und impfen zu lassen. Wenn es neue Erkenntnisse oder Medikamente gibt, die eine Impfung nicht mehr notwendig machen, dann bin ich die Erste, die dafür ist, die Impfpflicht wieder aufzuheben. Bei den Straußenbauprojekten S1, S8 und Lobautunnel gehen Sie mit Michael Ludwig Hand in Hand. Wie groß sehen Sie die Chancen, dass Sie sich gegen BM Eleonore Gewessler durchsetzen? Wien und Niederösterreich sind im intensiven Austausch. Michael Ludwig und ich haben uns vorgenommen, alle rechtlichen Mittel zu nutzen, um zu einer Verkehrsentlastung zu kommen. Wir wissen, dass die Ostregion seit Jahrzehnten auf eine Entlastung wartet. Die Projekte sind unter Einhaltung aller Vorgaben bis ins letzte Detail geprüft. Auch die Evaluierung durch die grüne Stadträtin Maria Vassilakou im Jahr 2017 hat ergeben, dass dieses Verkehrskonzept zu einer Entlastung führt. Die alleinige Entscheidung der Frau Bundesminister ist ein Schlag in das Gesicht der Menschen, die hier leben. Jeder muss erkennen, dass eine moderne Infrastruktur auch weiterhin bestehen muss, denn auch E-Autos oder wasserstoffbetriebene Lkw brauchen sie. Die Bio-Erdäpfel werden im 1. Bezirk nicht mit Drohnen abgeworfen. Die Politik ist noch immer eine ziemliche Männerpartie. Ein Regionalmediumhat neulich gemeint, Sie seien in Wahrheit die Mächtigste imKreis der Landeshauptleute. Wie geht es Ihnen persönlichmit den acht Kollegen? Ich komme mit allen Kollegen gut zurecht. Natürlich würde ich mir noch mehr Damen in der Politik und in der Wirtschaft wünschen, denn Frauen bringen neue Perspektiven mit ein, fragen sich aber auch viel öfter als Männer: „Kann ich das?“ Deshalb setze ich mich für Frauenförderung ein. In

Niederösterreich haben wir eigene Mentoringprogramme, um junge Frauen dabei zu unterstützen, in der Politik Fuß zu fassen. Politik ist immer wieder einmal laut, im Miteinander manchmal unfair geführt, sehr von Kompromissen abhängig – warummacht es Ihnen trotzdem Spaß? Weil mir der Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern wichtig ist und weil ich daran mitarbeiten will, unser Bundesland noch ein Stück liebens- und lebenswerter zu machen. Im Kontakt mit den Menschen gibt es viel positives Feedback, das Kraft gibt, für das Land und die Menschen zu arbeiten. Ich mache das mit einer unglaublichen Leidenschaft. Jeder, der von der Wirtschaft in die Politik gewechselt ist, bestätigt, dass in der Politik andere Spielregeln zumErfolg führen. Doch Leadership ist auch in der Politik gefragt. Welche Eigenschaften halten Sie dafür für wichtig? Welche davon sind Ihnen zu eigen? Es ist viel einfacher, von der Politik in dieWirtschaft zu gehen als umgekehrt, weil es keinen Job gibt, woman so flexibel sein, so schnell entscheiden und so schnell kommunizieren muss. Wennman da einen Fehler macht, ist es oft unverzeihlich. Mich zeichnet womöglich aus, dass ich schnell bei der Sache bin, klar in den Entscheidungen und sozial imUmgang. Ich bin sehr für das Miteinander, weil man so zu den besten Lösungen kommt. Was schätzen Sie an IhrenMitarbeitern besonders? Große Begeisterungsfähigkeit, Einsatz, Kompetenz. Und je engagierter und kompetenter sie sind, desto besser ist es für Niederösterreich. Ich bin ein begeisterter Teamplayer, je mehr Potenzial man um sich hat, umso erfolgreicher kannman sein. Wie beschreiben Sie Ihren Führungsstil? Ich vertraue denMitarbeiterinnen undMitarbeitern, lasse sehr viel Freiraumund schreite nur ein, wenn es notwendig ist. Wie messen Sie politischen Erfolg? Wahlen als direkte Rückmeldung finden nur alle paar Jahre statt. Sicherlich nicht über soziale Netzwerke im Internet, sondern in der persönlichen Begegnung mit denMenschen. Da bekommt man die sofortige Rückmeldung, was positiv ankommt und wo die Sorgen drücken. Hat der Wähler immer Recht? Der Wähler bekommt das, was er wählt. Johann Steinböck, Andreas Maurer, Siegfried Ludwig, Erwin Pröll: Niederösterreich hatte in der 2. Republik einige sehr lang dienende Landeshauptleute. Was steht in IhremKarriere- und Lebensplan? Auf alle Fälle mit viel Elan, Begeisterung und Freude für Niederösterreich weiterarbeiten. Danke für das Gespräch.  SIE SORGEN FÜR SAUBERKEIT WIR UNTERSTÜTZEN MIT SICHERHEIT SHA PE – DAS NEUE SPENDER - SYST EM Das neue Spendersystem SHAPE ergänzt die erfolgreichen Smart Care und press+wash Systeme: • Maximale Hygiene • Innovativer Pumpspender • Diebstahlsicher • Unsichtbare Halterung Entdecken Sie unsere geschlossenen Spendersysteme und bieten Sie Ihren Gästen ein Maximum an Hygiene und Sicherheit: www.ada-cosmetics.com putting beauty into travel surprising, sustainable & safe „Jetzt startet die große Aufholjagd, um im Tourismus wieder das Vorkrisenniveau zu erreichen“, betont Mikl-Leitner im Gespräch mit Thomas Schweighofer und Dagmar Lang.

10 Gehspräche Das kleine Büro der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) in exklusiver Lage in der Wiener Hofburg platzte aus allen Nähten. Der neugewählte Präsident des altehrwürdigen Vereins machte der versammelten Journalistenschaft seine Aufwartung. Auf dem Programm stand – sein Programm. Altbekannten Forderungen der mittlerweile über 1.600 Mitglieder starken Vereinigung gab der Hotelier des 4-SterneSuperior-Hotels Enzian und Mankei-Alm in Obertauern neuen Zunder, andere will er mit frischer Kraft und eigenen Ideen angehen und um die Krisenbewältigung kommt eh niemand herum. In der Medienberichterstattung blieben davon vor allem das zu diesem Zeitpunkt gerade hochköchelnde Après-Ski-Drama hängen. „Wir sind für volle Härte, auch wenn es Kollegen trifft“, sagte der 63-Jährige dazu. Das kam an. Interessenvertretung bedeutet mitunter Themen sehr zugespitzt auf den Punkt zu bringen. Und Aspekte, die in der Darstellung wenig sexy klingen – Lohnnebenkostensenkung ist so ein kommunikatives Pickelgesicht, ebenso wie der kleine, zahnlukerte Bruder Sperrstundenregelung –, immer wieder neu in die Diskussion zu nehmen. Für hotel & touristik essenz nahm sich Walter Veit Zeit, nach der ersten anstrengenden Tour vor geschärften Kameralinsen und gespitzten Stiften noch tiefer ins Detail zu gehen. Ins kalte Wasser geworfen. In etwa so ist der Startschuss seiner Hoteliers-Karriere zu etikettieren. Der gebürtige Hietzinger ist Absolvent einer HTL für Möbelbau und Innenausbau, der Berufsweg in die familiäre Tischlerei und Glaserei schien vorgezeichnet. Als junger Mann jobbte er im Betrieb und studierte nebenbei auf der WirtschaftsUni. Privat hatte er sich in die Tochter der Gastgeber der Pension Enzian in Obertauern verschaut. Die Familie Kuhn hatte Mitte der 1950er, ein paar Jahre nach dem Bau des ersten Skilifts von Obertauern, eine kleine Frühstückspension mit 15 Betten errichtet und kontinuierlich ausgebaut. Anfang der 1980er lief das Geschäft allerdings schleppend. Also fragte ihn die Freundin, ob er imWinter mithelfen wolle. „Ich dachte mir, super, in Obertauern ein bisschen Skifahren, ein bisschen mithelfen“, erzählt Veit von seiner Jugend, als Sorgen noch die Gedanken der Alten waren. Doch diese holten ihn schnell ein. In diesem ersten Winter, zwischen Weihnachten und Neujahr, verstarb der designierte Schwiegervater mit erst 58 Jahren auf der Skipiste an einemHerzinfarkt. Veit: „Da lässt du deine Freundin und die Familie nicht so einfach im Stich.“ Nach der Wintersaison wurde schnell geheiratet. Sie hatte, wie sich bald zeigte, wenig Interesse am Betrieb, „aber ich hatte mit meinen 25 Jahren, so blauäugig wie man in diesem Alter ist, schon alle Kreditverträge mitunterschrieben“, muss der heutige Erfolgshotelier über die damaligen Aussichten schmunzeln. Ein paar Jahre lang schupften sie gemeinsam den Betrieb, zwei Kinder kamen auf die Welt, der Ehe war jedoch keine Zukunft gegönnt. „Dann hab halt ich weitergemacht. Jetzt bin ich mittlerweile dreißig Jahre mit meiner Anita beisammen“, schaut der Hotelier strahlend auf seine jetzige Partnerin, die inzwischen zur Gesprächsrunde gestoßen ist. Ying und Yang seien sie, sagt sie. Beide haben ihre Stärken, die sich zusammen ergänzen. Unternehmer statt Unterlasser Aus gutem Holz geschnitzt Von Thomas Schweighofer Hotelier Walter Veit wollte im Herbst seiner Karriere kürzertreten – Fünf-Arbeitstage-Woche statt deren sieben. Da kam die Anfrage der Hoteliervereinigung, doch bitte die Führung zu übernehmen. Uns hat er erklärt, warum er da nicht nein sagen konnte. „Wir brauchen endlich einmal die Zusage für eine echte Lohnsteuerreform. Weg mit den Steuern von der Arbeit.“

© Axel Schimmel (4), Thomas Schweighofer (1) Der Chef machte die kleine Pension zu einem der TopBetriebe im Ort: das Hotel Enzian.

12 Gehspräche Wie die Jungfrau zum Kind, so ist Walter Veit zum Hotel gekommen, die ÖHV-Präsidentschaft kam ebenfalls überraschend: „Nach dem Aufsichtsratsvorsitz bei der HOGAST (Anm.: neun Jahre im Aufsichtsrat) war das Thema ehrenamtliche Führungsfunktion eigentlich erledigt.“ Seine Vorgängerin Michaela Reitterer wollte ihn als Nachfolger, vor zweieinhalb Jahren bat sie ihn „bitte, mach das“. Nach kurzer Bedenkzeit und seiner Zusage kam – Corona. „Michi hat das einige schlaflose Nächte bereitet, weil sie Angst hatte, dass ich zurückziehe“, lacht der Salzburger aus Wien. Etwas der ÖHV zurückzugeben sei seine große Motivation in der neuen Funktion, „weil ich so viel von ihr mitnehmen durfte“. Denn die Vereinigung ist großes Netzwerk, Stütze und Wissensvermittler in einem. Das weiß vor allem jemand zu schätzen, der nicht auf Generationen an Erfahrungen von Gastgebern in der Familie zurückgreifen konnte. „Wenn du in einer Ehrenamtsfunktion von den Hoteliers-Kollegen ein Dankeschön bekommst und ein ‚du hast uns gut unterstützt und geholfen‘, das kann man mit Geld gar nicht aufwiegen“, freut er sich. Die Vize-Obmannschaft der Fachgruppe Hotellerie in der Wirtschaftskammer Salzburg hat er übrigens zurückgelegt. Die gute Beziehung zur Kammer und den wertschätzenden Austausch will er beibehalten. Denn (unbezahlte) Arbeit hat er in seiner neuen Funktion genug. Das Mitarbeiterthema etwa brennt der Branche heiß unter den Nägeln. „Wir brauchen endlich einmal die Zusage für eine echte Lohnsteuerreform. Weg mit den Steuern von der Arbeit“, fordert Veit mit Vehemenz: „Das muss passieren!“ DenMitarbeiternmöchte die personalintensive Branche spürbar mehr zahlen, aber bei dieser Steuerlast ist das beinahe ein Ding der Unmöglichkeit, wenn 100 Euromehr dem Arbeitgeber 250 Euro kosten. Die andere Seite der Medaille sind die 400.000 Arbeitslosen imLand und trotzdemfindet sich kaum Personal. Wenn zu viele mit Erfahrung in den Tourismusbranchen beimAMS gemeldet sind, gleichzeitig in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen stehen und keinen Zwang verspüren, wieder zurück auf Vollzeitbeschäftigung zu wechseln, sei auch das Sozialsystem einmal ehrlich zu diskutieren, meint er. Gleichzeitig will Veit das Aus- undWeiterbildungsthema proaktiv anpacken. „Ich war schockiert, als ich gehört habe, dass über 30 Prozent der Lehrlinge in einem gastgewerblichen Beruf die Ausbildung abbrechen“, beklagt er die Spitzenposition von hinten. Wobei das Problem vorwiegend die kleinstrukturierte Gastronomie betrifft, in weiterer Folge damit halt auch die Hotellerie. Maßnahmen wie den Tag der offenen Hoteltür möchte „Das Thema würdevolle Ausstiegshilfen wurde bisher nie angefasst, das ist wie eine heiße Kartoffel.“

13 Gehspräche er jedenfalls wiederbeleben, umdie breite Palette an Berufsbildern in der diversen Hotellandschaft jungenMenschen schmackhaft zu machen – vomGreenkeeper in Golfhotels bis zu Ärzten inWellnessbetrieben. „Das ist zu befürchten, aber das wollen wir verhindern“, antwortet Veit auf die Frage, ob immer mehr Betriebe immer mehr Schließtage einführen, weil sie aufgrund der fehlenden anpackenden Hände das Angebot zurückfahren müssen. „Wenn der Halbpensions-Betrieb an einem Tag in der Woche nur mehr Frühstück anbietet, weil das Personal fehlt, ist der nächste Schritt die Fünf-Tage-Woche und irgendwann gibt es gar nichts mehr zu essen. So kann ich keinen Qualitätstourismus anbieten, dann werden rundherum die Apartments boomen und die versteckten Zweitwohnsitze. Das hat mit Wertschöpfung und Tourismus nichts mehr zu tun“, sieht Veit dunkle Wolken aufziehen. Das drohende Donnerwetter wird durch Entscheidungen der Politik gefüttert, so wie die Nichtverlängerung der fünfprozentigen Mehrwertsteuer – in dessen „Genuss“ Wintersaisonbetriebe eh nur exakt 14 Tage kamen. „Die Entscheidung ist mir ein Rätsel, vor allem, wenn man neidvoll nach Deutschland schaut, welchen Investitionsschub die Steuersenkung auf Logis dort ausgelöst hat“, trauert der Hotelier dieser vergebenen Chance nach. Wie aus demUmfeld der Regierung zu hören ist, hätte eine Hälfte des Koalitionspärchens der Steuersenkung nur imAustausch für eine deutliche Anhebung des Arbeitslosengeldes zugestimmt. Diese Rechnung geht halt nicht auf. Apropos „faktengesteuerte Sachpolitik“, dazu kann Veit eine Anekdote erzählen. Die ehemalige FinanzministerinMaria Fekter sagte ihm, auf dasThema Abschreibungsdauer angesprochen, ganz ehrlich ins Gesicht: „Veit, du hast ja recht, aber ichmuss auf die Industrie schauen. Ihr mit den Hotels könnt uns nicht davonlaufen.“ Spätestens seitdem wisse er, wie groß das Anliegen der Finanzminister ist, das wieder ins richtige Lot zu bringen: „Nämlich 0,0“. Solche Entscheidungen schaden den Betrieben langfristig, denn „die Hotelinfrastruktur beginnt zu überaltern“, weiß der Hotelier. Ein weiteres Herzensthema des ÖHV-Präsidenten sind würdevolle Ausstiegshilfen für Unternehmer, die straucheln. Manche stünden dann vor dem absoluten Nichts, weshalb ihnen derzeit nur übrig bliebe „weiterzuwurschteln“. Veit: „DasThema wurde bisher nie angefasst, das ist wie eine heiße Kartoffel.“ Für Veit kochte in den vergangenen Jahrzehnten das Geschäft. Stolz zeigt er uns, einige Tage später im tiefwinterlich verschneiten Obertauern, seinen Betrieb. Obertauern ist ein Garant für Schnee. Die Buchungslage ab der Ferienzeit war und ist gut, freut sich Hotelier Walter Veit.

14 Von der klassischen Zirbenstube über den modernenWellnessbereich und die neue Rezeption bis zumMitarbeiterhaus – hier hat alles Qualität. AmHang gegenüber, einige Höhenmeter Richtung Gipfel, thront die Mankei-Alm in perfekter Lage inmitten des Skigebiets. Eine kleine hauseigene Pistenraupe gräbt sich den steilen Skihang hoch und beliefert die Almmit all dem, das frisch oder gerade benötigt wird. So ein Gefährt schlägt mit Anschaffungskosten von 180.000 Euro zu Buche, eine Investition, die „niemand sieht“, so Veit. Ebenso wenig verstehen manche Gäste immer noch nicht, warum in exponierter Lage Kaffee und Schnitzel deshalb teurer sein müssen als weiter unten an der Straße. Zur Mankei-Almhat Walter Veit eine besondere Beziehung. Seine Anita, eine gebürtige Steirerin und klassisch ausgebildet in der Gastronomie, war Abteilungsleiterin auf der Hütte und hat das heutige Erfolgsmodell mit aufgebaut. „Ich habmir damals gedacht, die g’halt ichmir“, erzählt er verschmitzt. „Wir haben uns die Arbeit aufgeteilt: ich der Hotelier mit Blick auf die Finanzen, damit alles rennt und sie die Gastronomin, die Gastgeberin, die auf die Details achtet.“ Ein Blick zurück in die 80er: Obertauern ist ein junger Tourismusort, eingesessene Familien gibt es nur wenige, Veit gelang rasch, sich zu integrieren. Bereits imHerbst 1984 saß er imTourismusverband. Kurz gefragt Walter Veit WelchenWein tischen Sie alsWeinliebhaber Ihren Freunden auf? Grünen Veltliner DAC, Weingut Veit aus demWeinviertel und beim Rotwein richte ich mich nach dem Essen, da bin ich weltoffen; aber in erster Linie aus Österreich. Gibt es jemand, mit dem Sie gerne anstoßen und ausführlich plaudern möchten? Mit allen Regierungsmitgliedern, die mit Tourismus in Berührung kommen. In der Hoffnung, dass ich ihnen viele Dinge näherbringen kann, damit sie uns besser verstehen und wir Maßnahmen, die nicht helfen, in die falsche Richtung gehen oder nichts bringen – wie die 22-Uhr-Sperrstunde – vermeiden. Welches Hotel oder welcher Hotelier beeindruckt Sie besonders? Es gibt ganz viele tolle Betriebe, aber ein Beispiel ist der Forsthofgut, der in einer nicht so günstigen Lage im kleinen Leogang eine großartige Tourismusdestination geschaffen hat. Das zeigt, welche Stärke und Kraft der Tourismus und dynamische Unternehmer haben. Wenn Sie von Eltern gefragt werden, ob ihre Kinder einen Berufsweg in der Hotellerie einschlagen sollen, antworten sie mit voller Überzeugung mit ja? Ja, unbedingt! Und ganz egal welcher Bereich, weil unser Berufsfeld unglaublich viele Möglichkeiten bietet. Da findet jede und jeder seinen Platz. Michaela Reitterer war Stadthotelière. Ist es Zeit, dass mit Ihnen als Ferien- beziehungsweise Saisonhotelier wieder ein anderer Blick auf das Ganze kommt? Das haben interessanterweise selbst Fans der Michi gesagt, dass es gut ist, wenn wieder eine andere Sparte vorne steht. Wobei es mit ihr immer den Austausch mit der ganzen Branche gab. Man wird halt von außen ganz schnell etikettiert. Abseits des Beruflichen, wofür können Sie sich begeistern? Ich war früher leidenschaftlicher Segler, hatte im Salzkammergut ein Segelboot, die Pflege und Wartung sind mir irgendwann zu anstrengend geworden. Unsere Begeisterung gehört jetzt der Kunst und Kultur, wir sind Opernliebhaber und gehen gerne in Konzerte. Eigenkapital, die Mitarbeiterfrage, Steuergerechtigkeit: Der ÖHVPräsident – im Bild mit Anita Veit – hat in seiner Amtszeit, die vorerst auf zwei Perioden, also sechs Jahre ausgelegt ist, viel Arbeit am Tisch.

Gehspräche JETZT RUND UMDIE UHR ONLINE BESTELLEN! Jetzt einsteigen auf www.brauunionplus.at oder direkt mit der App für iOS und Android. Jetzt einsteigen auf www.brauunionplus.at oder direkt mit der App für iOS und Android. DESKTOP MOBIL APP Dass es mit demund für das Enzian funktionierte, war jedoch kein Selbstläufer. „Ich kann mich noch genau anmein erstes Gespräch mit der Bank erinnern“, denkt Veit zurück an den Jänner 1984. „Wir haben 13 Prozent Zinsen bezahlt. Ich hatte meinen Vater in Wien angerufen und ihn gefragt, was er zahlt? Sagt er, ‚das weiß ich nicht, wir haben noch nie Schulden gehabt‘. Ich konnte jedenfalls die Bank auf zehn Prozent runterhandeln.“ Das ging, weil die Inflationsrate so hoch war (wie heute wieder), in die Qualität des Betriebs investiert wurde undman jedes Jahr die Preise um zehn Prozent erhöhen konnte, ohne fackelschwingende Skischuhträger vor der Tür verscheuchen zumüssen. Eine weitere Anekdote von damals: Eines Tages tanzte der Gemeindesekretär mit einemBescheid an, weil der Betrieb – noch vor Veits Zeit – zwei Jahre Getränkesteuer und Grundsteuer schuldig geblieben war. „Eine furchtbare Zeit, aber man hat es überlebt und es hat einen härter gemacht.“ Der unaufhaltsame Aufstieg Obertauerns zu einer Top-Skidestination hat geholfen, Hürden zu überwinden. Den Betrieb baute er zu einer der besten Adressen des Orts aus – was aufgrund fremder Miteigentümer am Gebäude und der Grundstücke rundherum gar nicht so leicht und finanziell herausfordernd war. Vor ein paar Jahren stand die Übernahme eines zweiten Betriebs im Raum, doch der größte Tourismuskonzern Kroatiens, Valamar, war beim Anbot für das Nachbarhotel finanzkräftiger. Mit der Entwicklung des Hauses kann er dennoch zufrieden sein und die Nachfolge ist geregelt. Die älteste Tochter Elisabeth, die unter anderem auf Kreuzfahrtschiffen und Hotels in der Schweiz und der Côte d’Azur Erfahrungen sammelte, ist seit einigen Jahren im Betrieb und wird diesen in die Zukunft führen. An ihrer Seite steht ein Franzose, ihr Lebensgefährte und Herr der Küche Julien Lefebvre. „Für meine Frau undmich ist das schön zu sehen, dass es weitergeht“, freut sich Veit. Wenn das nicht geschehen wäre, hätte man entweder verkauft oder frühzeitig einen Assistenten aufgebaut. „Anita und ich sind stolz darauf, dass wir ein top Vier-Sterne-Superior-Haus an die nächste Generation übergeben können und das mit einem sehr geringen Schuldenstand. Nach 40 Jahren imRadl reicht es und man will leiser treten“, schnauft der Mann, der gerade die ÖHV-Präsidentschaft übernommen hat. Fürs Anpacken an allen Ecken und Enden imBetrieb ist er sich weiterhin nicht zu schade. Suppen schöpfen oder Abwaschmaschinen bedienen, „uns ist keine Arbeit zu gering, wenn eine helfende Hand gebraucht wird“, erzählt er aus der Praxis. „Das zeigt, wie man agiert als Unternehmer und das schätzen auch die Mitarbeiter.“ 40 Jahre in der Branche prägen. „Ich hatte einen Kaltstart, aber schrittweise ist es besser geworden“, blickt der 63-Jährige zurück auf seine Anfänge. Etwas bewegen will er heute noch. In Obertauern gibt es Bestrebungen, die tolle Infrastruktur in der warmen Jahreszeit zu nutzen; sprich, den Sommertourismus zu forcieren. „Die Sommersaison ist mittelfristig einThema, kurzfristig nicht umsetzbar. Wir arbeiten imOrt und das Enzian mit drei Kollegen gemeinsam an einem Konzept. Das ist einThema der nächsten Generation“, hofft der Enzian-Hotelier auf viele gute Ideen. Qualität soll auch im Sommer sein und nicht wie in manchen Talschaften, „wo du imWinter 200 Euro zahlst und im Winter für die gleiche Leistung 38 Euro“. Das Thema Entwicklung der Preise wird ihn auch in seiner ehrenamtlichen Funktion begleiten. Er ist überzeugt, dass Nächtigungen teurer werden. „Die Politik wird dafür sorgen, dass es teurer wird.“ Mit voller Kraft wird er sich dafür einsetzten, dass die Branche nicht draufzahlt. 

© Panoramahotel Alpenstern

17 Alpinhotellerie In Damüls im Bregenzerwald redet man nicht über Schnee, man hat ihn. „Da, wo die Skifahrer drüberfahren“, erklärt Hotelier Bertram Bischof, „liegt vier Meter weiter darunter die Dorfstraße. Nicht umsonst zählt Damüls zu den schneereichsten Orten der Welt. Denn bevor Frau Holle den Arlberg in winterliches Weiß hüllt, entladen die schweren Wolken ihre erste Fracht ausgiebig zwischen Fontanella, Damüls und Faschina. Es ist somit nicht wie andernorts eine Frage des Zuwenig, sondern meist eine des Zuviel. Ein Zuviel an Schönheit – noch dazu natürlicher – kann es gar nicht geben. Aber wer an diesem Punkt den Blick über die Berge schweifen lässt, der muss sich dem Alltag entrückt fühlen. Wenn er das nicht tut, ist er ein Roboter. Und dass dieser Punkt ein gastfreundliches Haus zum Zentrum hat, ist das Werk der Familie Bischof-Steinfeld. Hotelier Bertram Bischof hat mit seinem Sohn Peter und Tochter Corina sowie Schwiegersohn Max Steinfeld das vergangene Jahr dafür genutzt, das familiär geführte Hotel auf eine neue Evolutionsstufe zu führen. Zimmer fix fertig angeliefert. Letzten Sommer noch sah alles ganz anders aus. Die Hoteliersfamilie befand sich mitten in den Erneuerungsarbeiten für das „Panoramahotel Alpenstern“. Ein Schritt, der von langer Hand geplant wurde und mehr zum Inhalt hat als Kapazitätserweiterung. „Dahinter steht eine klare Philosophie von moderner, qualitätsorientierter und herzlicher Gastfreundschaft auf hohem Niveau“, erklärt Max Steinfeld, im Haus für Marketing, Front Office, Controlling und Einkauf zuständig. Die seit 1997 bestehende Kapazität von 60 Betten wurde auf besondere Weise verdoppelt. Das Dornbirner Architekturbüro Kaufmann entwarf 42 nagelneue Zimmer, die allesamt im Tal fix und fertig gebaut wurden und dann innerhalb von zwei Tagen in einer Art Baukastensystemmit dem Kran in Damüls zu einem Hotelkomplex zusammengesetzt wurden. Hotelier Bertram Bischof erinnert sich: „Wenn wir gewollt hätten, wären die Zimmer mit fertig bezogenen Betten angeliefert worden.“ Das heißt: Hangseitig wurde ein halber Komplex, der sämtliche Installationsstränge, Flure, Lifte und Wirtschaftsflächen enthält, gebaut und die Zimmer in Holzbauweise wurden davor eingefügt und angeschlossen. Alle in südlicher Ausrichtung mit wunderschönem Panoramablick auf die spektakuläre „DreiWannen-Abfahrt“. Auf fünf Etagen teilen sich drei Zimmertrakte, eine Gastronomiefläche und die Wellnessoase auf. Dem Alpenstern vorgelagert ist ein weiterer Bau, der dem Haupthaus aufgrund der natürlichen Neigung wie zu Füßen zu liegen scheint, der neun Wohneinheiten enthält: drei für die Familie und sechs, die zum Verkauf stehen und so mithelfen, das Projekt auf vernünftige Weise zu finanzieren. Zwei Welten, ein Genuss. Einen besonderen Reiz übt das Alpenstern mit seiner ausgeklügelten Gastronomie aus. Diese setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Jener Gastronomie, die für den Tagesgast gemacht wurde und bei der Schirmbar Lila Pause beginnt und weiter in ein weitläufiges Panoramarestaurant mit rund 200 Sitzplätzen samt Terrasse führt. Eine halbrunde Glasfront holt die Bergwelt direkt an den Tisch und macht den Aufenthalt in warmen Holztönen, edlen Accessoires und großzügigem Raumangebot zur wahren Freude. Völlig abgetrennt davon, weil genau die Küche dazwischenliegt, öffnet sich das Restaurant, das ausschließlich Hausgästen vorbehalten bleibt. Diese Fläche zeigt sich eine Spur intimer mit mehreren kleinen Tischen und Sitznischen. Auch hier wird clever mit der Funktionalität gespielt. Ein großes Schiebefenster zur Küche lässt sich mit einem Griff öffnen und schon ist man nicht nur Livegast beim Front-Cooking, sondern kann auch sofort eine Art Buffet mit Bedienung durch die Köche daraus machen. Hier regiert Peter Bischof und orchestriert ein Küchenteam, das von der schnellen Pizza für die Lila Pause bis zum abendlichen Fünf-GängeMenü alles zaubert, was einem das Wasser imMunde zusammenlaufen lässt. Jung und Alt ziehen an einem Strang. Wobei im Alpenstern schnell deutlich wird, wie gut Jung und Alt hier zusammenarbeiten. Seniorchef Bertram Bischof als ruhiger, wachsamer Mensch imHintergrund, der der Jugend gerne den Vortritt lässt: Bei Max und Corina Steinfeld laufen die operativen Fäden zusammen und Peter Bischof ergänzt mit seiner kulinarischen Verantwortung das Hotelangebot auf ideale Weise. So wird das Dienstleistungs-Package im Alpenstern zu einemGesamtkunstwerk, das natürlich seine Fans hat. Es weht junger, dynamischer Esprit durch die Hotel- und Restaurantflure, und das spürt man sofort. Vom Schnee war bereits die Rede. Dabei sollte man jedoch keineswegs außer Acht lassen, welchen Reiz Damüls in der warmen Jahreszeit verbreitet. Herrliche (sanfte) Wanderwege mit ausgeschilderten Blumenlehrpfaden sind nur ein Beispiel für die Vielfalt. Einen garantierten Hochgenuss erlebt aber jeder imHotel Alpenstern – und das erste Reihe fußfrei.  Erste Reihe fussfrei Gute Aussichten Von Axel Schimmel Wie die Hoteliersfamilie Bischof-Steinfeld es geschafft hat, ihr Panoramahotel Alpenstern in Damüls zum solitären Player im Bregenzerwald zu machen.

18 Frau Feiersinger, Sie haben das Hotel Marten vor 22 Jahren von Ihren Eltern übernommen. War das für Sie immer klar, dass Sie diese Aufgabe an sich nehmen und das Familienunternehmen weiterführen? Juliane Feiersinger: Ja, absolut. Unseren Eltern ist immer sehr viel daran gelegen, dass wir fünf Kinder alle etwas vererbt bekommen. Mein ältester Bruder bekam die damalige Hochalm, ich das Hotel. Meine anderen Geschwister haben die Landwirtschaft mit Käserei und Imkerei und ein Apartmenthaus übernommen. So fand jeder seinen eigenen Lebensweg. Worauf legen Sie besonderen Wert, wenn Sie Partner oder Lieferanten wie beispielsweise PAGO für Ihre Gastronomiebetriebe auswählen? Juliane Feiersinger: Für mich ist es besonders wichtig, dass die Produkte von unseren Lieferanten aus Österreich sind, darum lieben wir PAGO. Seit Ihrer Übernahme der Hotelführung ist viel passiert: Sie haben im Jahr 2003 auch die damalige Hochalm übernommen und diese ein paar Jahre später in Apartments und in „Die Alm 1350“ umgebaut. Was ist Ihr persönlicher Antrieb? WENN SICH DIE GÄSTE WIE ZU HAUSE FÜHLEN Juliane Feiersinger – Unternehmerin und Hotelwirtin aus Leidenschaft – führt seit 1999 das Hotel Marten in Saalbach-Hinterglemm und Die Alm 1350, eine moderne Skihütte mit Wohlfühlfaktor. Gemeinsammit ihren Töchtern Anna und Marlis kümmert sie sich um den erfolgreichen Familienbetrieb und erfindet sich immer wieder neu. Wo die Herausforderungen im Alltag des erfolgreichen Trios liegen und wo ihnen ganz besonders das Herz aufgeht, haben Juliane, Anna und Marlis Feiersinger im PAGO Interview erzählt. Juliane Feiersinger und ihre Töchter Marlis und Anna sind Herz und Seele des beliebten Familienbetriebs in Saalbach-­ Hinterglemm. © PAGO „Gerade in der Gastronomie hat man nie ausgelernt.“ Juliane Feiersinger

19 bezahlte anzeige Juliane Feiersinger: Jeder Tag hält neue überraschende und herausfordernde Aufgaben für mich bereit. Natürlich war es 2003 nicht leicht für mich, so eine große Verantwortung zu übernehmen. Ich wollte meinem damals verstorbenen Bruder gerecht werden und seinen Betrieb mit Herz weiterführen, so wie er es gemacht hat. Meine Kinder waren damals noch sehr klein, aber sie gaben mir auch ganz viel Kraft. Sie beschreiben auf der Website „Die Alm 1350“ als moderne Interpretation einer klassischen Almhütte. Was können sich Gäste dort erwarten und wo liegen die Unterschiede zu ihremHaupthaus? Juliane Feiersinger: Mir war es wichtig, den Stil einer echten Almhütte beizubehalten. Ich wollte einenWow-Effekt. Also habe ich Urig mit Modern gemischt. Was sich die Gäste erwarten können: alpin elegant und traditionell zugleich. EinenWeitblick über die Saalbacher Bergwelt, mittendrin im Skicircus und vor allem sind wir eine Almmit Geschichte. Unser Haupthaus, das „Hotel Marten“, liegt gleich neben der Talstation Hochalm. Es gibt gerade in der Gastronomie viele Quereinsteiger. Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften, die Neulinge in der Branche unbedingt mitbringen müssen? Juliane Feiersinger: Motivation ist das A und O, ist man motiviert, hat man auch Freude am Job und ist bereit etwas Neues zu lernen. Denn gerade in der Gastronomie hat man nie ausgelernt. In diesem abwechslungsreichen Beruf können Neueinsteiger für sich herausfinden, wo ihre wahre Leidenschaft liegt. Welchen Aufgaben in Ihrem Beruf gehen Sie persönlich am liebsten nach? Wo geht Ihr Herz so richtig auf? Juliane Feiersinger: Das Schönste für mich ist gutes Feedback. Wenn Gäste unsere Betriebe loben, weiß man, dass man alles richtig macht. Wenn unsere langjährigen Stammgäste sagen, sie fühlen sich wie zu Hause, geht mir mein Herz auf. Und auch auf der Alm freuen mich die begeisterten und friedvollen Gesichter unserer Gäste. So lohnt sich jeder Tag aufs Neue. Welches PAGO trinken Sie am liebsten und wie? Marlis Feiersinger: In der Früh gehört PAGO Mango mit Leitungswasser gespritzt und mit Eiswürfeln zu meiner Routine. Das hilft dabei den Morgenmuffel in mir zu vertreiben und ist für mich der perfekte Start in den Tag. Juliane Feiersinger: Mein Favorit ist PAGO Johannisbeere, da es bei mir wunderschöne Kindheitserinnerungen weckt. Als Kind habe ich immer gerne Johannisbeeren gepflückt. (lacht) Was zeichnet Sie als Gastronomin und das Angebot in IhremHaus aus, das die Loyalität der Gäste zu Ihnen und Ihrem Haus über Jahre bestehen lässt? Juliane Feiersinger: Für uns ist die Almwie ein Freund, mit demman schon viele Momente erlebt hat. Bestimmt schon 1350 Momente … oder noch mehr. Die Alm bedeutet beisammen sein. Sie ist ein Ort des geselligen Zusammenkommens, aber ebenso ein Ort des Runterkommens. Damit sind wir vielseitig und facettenreich. Und dies gefällt unseren Gästen sehr an uns. Juliane Feiersinger, denken Sie an sich, was würden Sie Ihrem 20-jährigen Ich oder auch Ihren beiden Töchtern raten? Juliane Feiersinger: Nobody is perfect, Fehler bestärken einen darin, es besser zu machen, denn aus Fehlern lernt man mehr als aus Erfolg. Also rate ich meinen Töchtern und meinem 20-jährigen Ich NICHTS. Nur das Leben zu genießen und die Dinge hinzunehmen, wie sie sind. Anna und Marlis Feiersinger, was sind Ihre Aufgaben imHotel? In welchen Bereichen bringen Sie sich ein? Anna Feiersinger: Ich habe letztes Jahr den Konditormeister gemacht, somit findet man mich immer in der Backstube. Ich bin also für alles Süße zuständig. Marlis Feiersinger: Ich habe die Ausbildung zummedizinischen Masseur absolviert, daher bin ich hauptsächlich imWellnessbereich tätig. Und vor ein paar Monaten habe ich einen Bartender-Kurs in Barcelona gemacht. Ich bilde mich gerne weiter und bin schon gespannt, was als Nächstes auf mich wartet. Man darf auf jeden Fall gespannt auf großartige Cocktails sein, die mit den PAGO Säften perfekt harmonieren. PAGO lebt (unter anderem) nach dem Motto „Probier’s mal mit Genuss“. In welchen Situationen können Sie so richtig das Leben genießen? Alle: Wir genießen die Momente, in denen wir miteinander Zeit als Familie verbringen. Wir brauchen nichts weiter, als bei einem guten Essen und einer Flasche Wein zusammenzusitzen, um glücklich zu sein. Welchen Stellenwert hat bewusster Genuss in Ihrem Leben? Welche Dinge gehören zu Ihren persönlichen kleinen Freuden des Alltags? Anna Feiersinger: Genuss bedeutet für mich Regionalität und Saisonalität, da ist PAGO für uns ein toller Partner, weil die österreichische Traditionsmarke genau das widerspiegelt. Ammeisten freue ich mich im Alltag, wenn ich sehe, dass unseren Gästen meine selbstgebackenen Kuchen wieder mal besonders gut schmecken. Juliane Feiersinger: Für mich ist die größte Freude im Alltag wirklich die Zeit, die ich mit meinen Töchtern verbringen darf.  Das schätzen und wünschen die Gäste: Produkte von Lieferanten aus Österreich – so wie PAGO.

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