hotel&touristik essenz 02/2022

16 Weinwunder einem Rosè der süffig-leichten Spitzenklasse und letztlich auch zur „Fanny“ führte. Kohle fürs Klima. Egal jedoch obWeiß, Rot oder Rosè, leicht, klassisch oder schwer ausgebaut, in den Verkauf kommt nur, was dem Winzer selbst schmeckt, ansonsten wird’s nicht verkauft, sagt Mößlinger und nimmt einen genussvollen Schluck vom sanftgelb imGlas schimmernden Ried Hochsatzen der letzten Ernte. Ein wunderbarer wie besonderer Tropfen, der sich wohlig weich amGaumen ausbreitet und Lust auf mehr macht, dennmit diesemGrünen Veltliner und demZweigelt ist man, was die klimapositive Produktion vonWein betrifft, in Österreich, möglicherweise sogar weltweit, Vorreiter imWeingarten. Terra Preta nennt sich das Wunderding, das aus Pflanzenreststoffen erzeugt der Erde wieder zugeführt wird. Diese Pflanzenkohle, die Mößlinger von den Allgäuer Kohlekumpels bezieht, macht die Böden gegen klimatische Veränderungen resistenter und fördert zudemdie Artenvielfalt. Die Pflanzenkohle speichert Wasser, Nährstoffe und CO2 – dauerhaft. „Die Menge, die wir in denWeingarten einstreuen, basiert auf Berechnungen des IFES Instituts, wie viel CO2 bei der Weinproduktion freigesetzt wird und wieviel CO2 die Kohle speichert. Für uns bedeutet das, dass wir imWeingarten um 20 Prozent mehr CO2 speichernmüssen, als durch den Ertrag produziert wird. Messbar ist das ganz einfach an den Ertragszahlen“, erklärt Mößlinger. Eingebracht wird die klimafreundliche Terra Preta imHerbst bzw. Frühsommer, heuer möchte der Winzer die Pflanzenkohle spätestens imMai in den frisch umgebrochenen Boden ausbringen, weil sie sich da tiefer einarbeiten lässt. CO2 quasi wegtrinken, welch einfache, genussvolle, aber vor allem zielführende Methode mit hohemPotenzial zum Nachahmen, umder Natur Gutes zu tun. Vorsprung durch Technik. Vielleicht auch in somanch anderemBetrieb der Winzergenossenschaft Krems, der auchMößlinger als nachhaltig zertifizierter Betrieb angehört und wo er seit 1994 imAufsichtsrat sitzt. Dort in Österreichs größtemWeingut hat man zu Jahresbeginn eine neue Abfüllanlage in Betrieb genommen. Eine weitere zukunftweisende Investition: ImVordergrund der Investition stand nicht nur eine Kapazitätserhöhung – die neue Anlage ist mit 15.000 Flaschen um 20 Prozent leistungsfähiger –, sondern vielmehr eine weitere Qualitätssteigerung. „Sie ist auch ein Ausrufezeichen hinsichtlich Arbeitssicherheit sowie eines ressourcenschonenden Umgangs mit unserer Umwelt“, betont Obmann Florian Stöger. Es wurde kein Grünland verbaut, auf der Füllhalle thront ein Gründach und die Abfüllanlage wird, ebenso wie der Keller der Winzer Krems, mit einer 125-kWp-Photovoltaik-Anlage betrieben. Die Winzer Krems Der Sommerfrische. Eine weiße trockene Cuvée sowie ein halbtrockener Rosé zeichnen sich durch eine frische, intensive Duftigkeit aus. Grüner Veltliner Bio. Premiere bei Winzer Krems: Der Grüne Veltliner, Jahrgang 2021 mit 13,0 % vol. stammt aus biozertifizierten Weingärten. www.winzerkrems.at Domäne Wachau Grüner Veltliner Federspiel Terrassen. Das typische „Pfefferl“ erfrischt mit rassiger Struktur und toller Harmonie. Riesling Federspiel Bruck, Spitzer Graben. Ein balancierter, sehr eleganter Riesling mit Länge und Kraft. Grüner Veltliner Smaragd Achleiten. Eine der beeindruckendsten Lagen der Wachau. Punktet mit Mineralität, Raffinesse und einer extrem langen Lagerfähigkeit. www.domaene-wachau.at/de Music-&-WineEvent mit dem barocken Kellerschlössl im Mittelpunkt. © Domäne Wachau, Brigitte Charwat; Weine: Weingüter

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