hotel&touristik essenz 02/2022

27 Wintertourismus Bodensee-Vorarlberg Tourismus geht mit demDATAROOMneueWege imBereich der Tourismusentwicklung: Es geht darum, individuelle Eindrücke mit Fakten abzugleichen, umbessere Entscheidungen treffen und Konflikte lösen zu können. Gemeint sind beispielsweise Konflikte zwischen Landbesitzer:innen und Biker:innen. Oder zwischen Einheimischen und Gästen. Geschäftsführer Urs Treuthardt: „Der DATAROOM soll helfen, den Dialog auf eine rationale Basis zu stellen und das Produkt amMarkt und in Einklang mit demLebensraum zu gestalten. Es gibt zu viele Annahmen und zu wenige Daten.“ Das sei der bisherige Hemmschuh in der Tourismusentwicklung. Vor Kurzem ist die einmonatige Testphase mit Workshops imDATAROOM erfolgreich zu Ende gegangen. Über 100 begeisterte Teilnehmer:innen aus dem gesamten Bodenseeraumund 40 Branchen waren dabei. Auch inhaltlich war der Zuspruch groß. „Wir unterstützen diese zukunftsfähige Initiative, die sowohl das Angebot für Gäste als auch die Bedürfnisse der Einheimischen imBlick hat“, sagt Tourismusdirektor Christian Schützinger. Richtige Entscheidungen. Je nach Fragestellung werden Daten von Mobilnetzbetreibern, Tourismusorganisationen oder aus der Marktforschung herangezogen. Urs Treuthardt: „Natürlich lösen Daten keine Konflikte, sondern immer nur der Mensch. Daten können uns aber dabei helfen.“ Mit an Bord sind die Österreich Werbung und das Büro FUNKA. Der DATAROOM ist aber auch einmobiler physischer Raum für ca. zwölf Leute, gestaltet vomVorarlberger Architekturbüro Studio Saal. Er soll Partner:innen für Austausch, Klausuren oder zumLernen inmoderner, inspirierender Umgebung zur Verfügung gestellt werden. Infos unter dataroom.weavs.io DATAROOM Vorarlberg Ermöglicht den faktenbasierten Dialog Neue Initiative soll helfen, touristische Produkte im Einklang mit dem Lebensraum zu gestalten. © Magma, Bodensee-Vorarlberg Tourismus; bezahlte anzeige Der DATAROOM Vorarlberg ermöglicht faktenbasierten Austausch in persönlichem Rahmen. Wintersportwoche muss sein Für die Wintersportdestination Österreich spielen skibegeisterte Kinder eine wichtige Rolle. Bis Herbst soll eine Onlineplattform als One-Stop-Shop entstehen, um die Organisation von Schulskikursen und Co deutlich zu erleichtern. 14,5 Prozent der rund 1,2 Millionen Schüler in Österreich besuchen einen Skikurs oder aufeinanderfolgende Skitage. So zumindest die letzten erhobenen Zahlen aus der Saison 2018/19. Zu beobachten ist eine leicht steigende Tendenz, aber man ist noch weit entfernt von früheren Tagen, als praktisch jeder die Brettl anschnallen musste. Nicht zuletzt wurden zwei Schuljahre lang nahezu keine Wintersportwochen abgehalten. Bei einem Tourismussymposium in Hochfügen präsentierte Unternehmerin und WKÖVizepräsidentin Martha Schultz nun ein Projekt zum Ausbau der derzeitigen Servicestelle Wintersportwochen (WISPOWO). Mit dem Schulbeginn imHerbst 2022 soll die mit einem umfassenderen Angebot die Lehrer unterstützen; und auch gewerbliche Anbieter – von Hotel über Skiverleih bis zum Busunternehmer. Enthalten sind dann unter anderem ein digitaler Planungsassistent, eine Auflistung gewerblicher Anbieter in den Regionen, Unterstützung bei Buchung und Abrechnung, die Vermittlung von Begleitlehrern oder die Unterstützung für bedürftige Schüler. „Wichtig ist die Verbesserung der Abwicklung von Unterstützungsleistungen sowie die rechtlich einwandfreie Absicherung der Compliancebestimmungen für die Zurverfügungstellung von Ausrüstung und Liftkarten“, erklärt Schultz. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln, die durch den Ausstieg der WKÖ und dem Sportministerium aus dem Austria Skipool (Spitzensportunterstützung) freigeworden ist. Geplant ist nach den ersten Erfahrungen die Ausweitung auf die Sommersportwochen. ts © Soloviova Liudmyla – stock.adobe.com

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