hotel&touristik essenz 02/2022

40 Die Entwicklung im östlichen Europa ist sehr volatil, Vorhersagen sind schwierig. Der Überfall Russlands auf die Ukraine lässt aber die Preise auf den Agrar- und Betriebsmittelmärkten durch die Decke schießen. Eine Kettenreaktion ist in Gang gesetzt, gemeinsammit stark steigenden Energiepreisen gerät die Gesamtwirtschaft unter großen Druck. Einzelne Unternehmen haben ihre Produktion zurückgefahren oder stillgelegt, vom Papierhersteller bis zum Lebensmittelproduzenten. Oberstes Ziel Lieferzuverlässigkeit. Kröswang beobachtet die Entwicklung genau, die aktuelle Situation der Rohstoffverknappung und den damit einhergehenden Preissteigerungen habe sich bereits in der Hochphase der Pandemie im letzten Jahr abgezeichnet. Neben klimabedingten Ernteausfällen, gestörten Logistikketten ist auch der Personalmangel ein Treiber der Entwicklung. Man versucht gemeinsam in dieser schwierigen Situation mit den Geschäftspartnern und Produzenten „so präzise wie möglich zu planen und gleichzeitig rasch und flexibel auf Veränderungen zu reagieren“, betont Manfred Kröswang. Nicht abzuschätzen sind die Folgen des Ukraine-Krieges. „Momentan haben wir eine sehr gute Warenverfügbarkeit – keine unserer Warengruppen ist durch Lieferengpässe gefährdet. Unser oberstes Warennot Große Krise oder Panikmache? Von Thomas Schweighofer Die von den Krisenjahren geschwächte Versorgungskette hat mit dem Krieg in der Ukraine neuen Schaden erlitten. Ob die Versorgung des Gastgewerbes bedroht ist und was mit den Preisen passiert, haben wir im Großhandel hinterfragt.

RkJQdWJsaXNoZXIy MzgxNTI=