hotel&touristik essenz 02/2022

48 Weltwunder 37-jährigen Kronprinzen Mohammed bin Salman, kurz MbS genannt, an der Spitze, bilden die Youngsters die Majorität – das Bild des Königreichs, das bis vor ein paar Jahren noch ein gänzlich anderes war, zurecht. Man macht sich gerade auf in ein neues Zeitalter, das von 7.000 Jahren Kultur, Tradition und Religion und modernem Lifestyle geprägt ist und den Besucher auf allen Linien überrascht und begeistert. Eine Geschichte from the very beginning. Am besten beginnt man die Reise durch Saudi-Arabien imNational Museum von Riad, denn ich wüsste nicht, wo die Geschichte der arabischen Halbinsel „from the very beginning“ – von der prähistorischen Zeit also bis zumWerden eines neuen Staats, der eng mit der Saud-Herrscherdynastie verbunden ist - besser veranschaulicht wird. Außer man hat viel Zeit, um quer über die mehr als zwei Millionen Quadratkilometer große Halbinsel zu reisen. Denn nicht nur ob der Distanzen – von Riad nach Al Ula beträgt die Flugzeit zwei Stunden – sind die übers ganze Land verstreuten Wunderwerke von der Antike bis zur Gegenwart in einem Stück schwer zu erfassen. Das packt kein noch so beweglicher Geist, und die kulturellen Schätze und Naturschönheiten im „asiatischen“ Marathontempo zu bereisen, ist für kein Land und schon gar nicht für den geschichtsträchtigen und Geschichten erzählenden alten und neuen Orient eine Empfehlung für entdeckungsfreudige Reisende. Vom prähistorischen Zeitalter in die Ubaid-Periode, die mit Felsenmalereien, Siedlungsverbänden, Landwirtschaft und Handelsrouten bereits einen erstaunlich hohen Lebensstandard aufwies und mit der Urbanisierung das Zeitalter des arabischen Königreichs begründete, wird man von Riad bis in die Wüsten-Canyons und von Al Ula bis Jeddah mit kulturellem Reichtum förmlich überschüttet. Ist man dann imNordwesten des Landes, in der riesigen Oasa Al Ula an der einstigen Weihrauchstraße angekommen, bekommt man einen Begriff von einer hochentwickelten Kultur, von der heute noch die mehr als 100 Felsengräber von Mada’in Salih oder die sogenannte Open Library im Dadan Heritage Trail mit beeindruckenden Felsenmalereien und Petroglyphen zeugen und die Phantasie des Betrachters ordentlich beflügeln. Toga, Tunika & Detox Vacation. Wie war es wohl damals hier, als dann ein paar Jahrhunderte später die Nabatäer von ihrer imheutigen Jordanien gelegenen Hauptstadt Petra nach Hegra kamen, umHandel zu treiben und gut zu leben? Heute UNESCOWeltkulturerbe, drückten auch die Römer diesemWüstenlandstrich ihren Stempel auf und bauten die nabatäische Festung zu einer Grenzgarnison amLimes Arabicus um. Und gut möglich, dass sich schon damals Toga und In der Oase Al Ula bekommt man einen Begriff von der hochentwickelten Kultur der Nabatäer, von der noch heute in antiken Stadt Hegra mehr als 100 Felsengräber beeindruckendes Zeugnis ablegen.

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