hotel&touristik essenz 03/2022

12 GEHSPRÄCHE Kurz gefragt Martha Schultz Wie oft haben Sie Zeit für sich selbst? Bei meinen durchgetakteten Tagen sind geplante Auszeiten, um die Batterien wieder aufzuladen, ein Muss. Besonders wichtig ist mir Zeit mit meiner Familie. Kraft tanke ich – im Sommer und Winter – in meinen Tiroler Bergen. Was ist Ihre Leidenschaft, wofür können Sie sich privat begeistern? Neben der Natur gilt meine größte Leidenschaft meinen beiden Enkerln. Wo sehen Sie sich in zehn Jahren? Hoffentlich gesund und mit vollem Elan in der Natur bzw. noch den einen oder anderen Traum zu verwirklichen. Sie müssen beruflich und für dieWKÖ viel reisen: Genießen Sie Auszeiten daheim oder darf es auch einmal ein Urlaub am Meer sein? Am Berg bin ich das ganze Jahr, daher genieße ich gerne auch einmal einen Perspektivenwechsel – beim Urlaub am Meer. melig und kompetent, und gleichzeitig eine Frohnatur. Ihr Lächeln ist ansteckend. Vieles wurde ihr sozusagen in die Wiege gelegt: „Ich komme aus einer Familie, in der die Frauen schon immer stark waren.“ Die Urgroßmutter hatte eine Käserei und Landwirtschaft. Die Mutter machte sich dann als eine der jüngsten Unternehmerinnen imZillertal einen Namen, „sie hatte immer ihr eigenes Einkommen und war unabhängig“, erzählt die Tochter stolz und nennt eine weitere wichtige Einflussgeberin: „Persönlich hat mich auch Hilde Zach, die ehemalige Innsbrucker Bürgermeisterin – selbst Unternehmerin – enorm inspiriert. Sie hat uns eingebläut, dass Frauen nicht so lange überlegen sollen, wenn ihnen eine tolle Funktion angeboten wird. Ich sage ihnen: Trauen Sie sich mehr zu. Sagen Sie ‚ja‘, wenn sich Chancen bieten!“ Um beruflich erfolgreich zu sein, braucht es Netzwerke. Männer sind da noch weit voraus, weiß Schultz, die seit 2015 Bundesvorsitzende der Unternehmerinnen-Vertretung Frau in der Wirtschaft ist. Frauen sollten Frauen stärken. Etwa über das Führungskräfteprogramm „Zukunft.Frauen“, eine gemeinsame Initiative des Wirtschaftsministeriums, der Industriellenvereinigung und der Wirtschaftskammer Österreich. „Wenn Sie mir heute sagen, Sie brauchen eine Aufsichtsrätin in einer bestimmten Branche, nennen ich Ihnen in 24 Stunden fünf top ausgebildete © Thomas Suchanek / elephant and porcelain / hotel & touristik essenz „Mir geht es weniger um Karriereschritte, sondern um Ziele, die ich mir gesetzt habe und erreichen möchte. Wie eben die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.“

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