hotel&touristik essenz 04/2022

35 Küchentechnik Über GTA GTA ist die österreichische Einheit der gastro-total-Gruppe (www.gastrototal. com) mit eigenem Edelstahl-Produktionsstandort in Markt Einersheim bei Würzburg (Firma Stahl). Gearbeitet wird ausschließlich mit bekannten Qualitätsprodukten aus der Branche. Es gibt drei Firmenstandorte mit der Zentrale in Loosdorf inkl. 1.000 m2 großem Zentrallager, Projektbüro und Kochstudio sowie in Wien Kolbegasse und der Niederlassung in Radstadt-Salzburg. Der Umsatz betrug zuletzt 20 Mio. Euro. 70 Mitarbeiter:innen werden in Österreich beschäftigt, davon fünf VertriebsKüchenplaner, fünf technische Projektabwickler, 15 Servicetechniker (Thermik und Kältetechnik) und zwölf Monteure (Edelstahl-Schweißprofis). Geschäftsführender Gesellschafter ist Velimir Sever. Umgesetzte Projekte: Superbude Wien, JAZ in the City-Hotel der Steigenberger Gruppe Wien, TSH – the students hotel Wien, Hotel Adina am Hauptbahnhof, Hilton am Stadtpark – Umbau der Küchen und Bar, Restaurant Führich, Hotel First Peak Zauchensee Motto: Konzept, Planung, Projektierung, Abwicklung, Montage, Service und AfterSales aus einer Hand – GTA der Küchenkomplettausstatter Österreichs! spazieren geht, und checkt, ob alles funktioniert. Arbeit ist eine Lebensphilosophie. Ich vergleiche es mit meinem Samy (Anm.: ihr Mann Samy Molcho ist bekannter Pantomime und Körpersprache-Spezialist), der gibt auf der Bühne Leib und Seele mit seinen 86 Jahren. Sonst würde er das nicht machen.“ Größe ist nicht entscheidend. Diese große Leidenschaft und der Drang, seine Arbeit nicht nur gut, sondern besser zu machen, zeichnet beide Projektpartner aus. An den Aufgaben zu wachsen gehört dazu. „Die Haya sagt, beim nächsten Mal machen wir wieder etwas besser. Denn es gibt immer etwas zum Verbessern. Man muss hinhören, das ist das Um und Auf “, unterstreicht Sever diesen Zugang. „Wir als Hersteller von Edelstahlmöbel können auf jede Situation reagieren“, betont er stolz. Beim „Neni amWasser“ wurde „Altes“ vom „Tel Aviv Beach“ wiederverwendet und mit neuen Gerätschaften kombiniert. Es wurde übernommen, zusammengeschweißt und ergänzt, GTA baut jede Küche individuell nach Kundenbedürfnissen. „Die Küche hat 40 Quadratmeter und wir haben ein Jahr lang geplant“, fasst Schwelch den Aufwand zusammen. Apropos: Größer ist nicht unbedingt besser. In der „Superbude“ ist diese für die Neni-Bedürfnisse etwas zu groß geraten, es gibt längere Wege, mehr Meter zum Laufen, mehr Fläche zum Reinigen, mehr Köche werden benötigt. Für die Planer selbst gibt es in jeder Größe bestimmte Herausforderungen. „Die Küche im ‚Restaurant Führich‘ im 1. Bezirk ist nur rund 20 Quadratmeter groß. Das war eine Challenge, alles in so einem kleinen Raum unterzubringen. Petra Führich ist genauso eine Powerfrau wie die Haya, was die für ein tolles Essen rausbringt, ist ein Wahnsinn“, erzählt Sever und Molcho ergänzt: „Will ich angeben, lasse ich mir eine ‚Rolls Royce‘-Küche hinstellen, aber das Ego habe ich nicht. Eine protzige Küche macht dich nicht zu einem besseren Koch.“ Einen Namen gemacht. Die aktuellen Herausforderungen am Arbeitsmarkt („Die schwierigste Situation, seit ich Gastronomin bin!“) erfordert auch in der Küchenplanung Fingerspitzengefühl: „Es gibt in Zukunft weniger Köche, also müssen wir klüger planen“, fasst es die Neni-Chefin zusammen. Für die nächsten Projekte wird sie sich wieder mit GTA an einen Tisch setzen und tüfteln. Eine Idee ist weniger Produktion, mehr Frische und à la minute und damit eine weniger aufwendige Küche. Als nächstes könnten zum Beispiel kleine Nenis auf den Markt kommen, verrät Molcho, mit einem kreativen Take-away-Konzept (Bowls!), quasi einer Levante-Küche-to-go. Auch ein Neni-Restaurant in Graz klingt verführerisch, so Molcho, die von der Stadt schwärmt; und international scheint Düsseldorf interessant. Selbst dieser Schritt über die Grenze wäre für GTA kein Problem, es gibt bereits jede Menge Erfahrung mit Projekten im Ausland, etwa für Kika imOsten, und nicht zuletzt ist man Teil der gastro-total-Gruppe. „Wir fahren so weit, bis der Sprit leer ist“, scherzt Schwelch. Im Ausbau der Zusammenarbeit mit Hotels bzw. Hotelgruppen sieht Haya Molcho hingegen keine Zukunft für ihr Gastro-Baby. Mittlerweile habe man sich einen so guten Namen erarbeitet, dass die Gäste eher das Neni suchen würden als die Hotelmarke, ist sie überzeugt. Was auch immer sie macht, jedes Detail zählt: „Es ist mir nichts egal! Wäre es mir egal, bin ich falsch besetzt.“ Ein Beispiel: Der kleine Krautsalat hat 18 aufeinander abgestimmte Komponenten, fehlt eins, ist es ein anderes Gericht. So ähnlich ist es mit der Profiküche: Alles braucht seinen Platz und hat seine Bestimmung, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. „Die schönste Zusammenarbeit ist mit Gastronomen, die wissen was sie wollen und Feedback geben“, erklärt GTA-Chef Velimir Sever. Nur so kann man selbst immer besser werden. 

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