hotel&touristik essenz 04/2022

8 GEHspräche Wie viel Handlungsspielraum hat Susanne Kraus-Winkler eigentlich? „Relativ viel“, erklärt sie, „Beschränkungen gibt es dort, wo es koalitionäre Entscheidungen braucht, zum Beispiel solche wie die Saisonnier-Erhöhung für Arbeitskräfte aus Drittstaaten.“ Das gehe nicht, ohne dass der Koalitionspartner zustimmt und Interessen aus verschiedensten Richtungen berücksichtigt werden, die vielleicht gar nichts mit dem Tourismus zu tun haben. „Was man bisher als unternehmerische Logik intus hatte, entspricht nicht der politischen Logik“, fasst Kraus-Winkler das Umlernen-müssen in der täglichen Arbeit zusammen. Politik bedarf viel Arbeit, aber einer anderen. Wir schlendern inzwischen durch den Volksgarten, wo die Rosen duften und die Bienen mit gelb gepolsterten Beinchen von Blüte zu Blüte schweben. Im Hintergrund hört man Popmusik, eine YogaGruppe vor demTheseustempel trainiert Körper und Geist. Manches geht nicht so schnell in der Entscheidungsfindung, wie es Kraus-Winkler gewohnt war. In anderen Bereichen kann und will sie ordentlich Tempo machen. Etwa bei den Aktivitätenplänen, die aus demMasterplan Tourismus erwachsen, oder der Neuaufstellung der gewerblichen Tourismusförderung (siehe Seite 31). Die heftet sich die Nachhaltigkeit auf die Fahnen.

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