Nachhaltigkeitsmagazin 2022

26 Nachhaltig 2022 Adamah Biohof Mehrweg-Konzept Maßnahmen zur Abfallvermeidung und der Umstieg auf Mehrwegsysteme sind zwei wesentliche Schritte für einen nachhaltigeren Lebensmitteleinzelhandel. Logistik und Bequemlichkeit sprechen leider oft gegen Mehrweg. Adamah Biohof zählt mit seinem Biokistl zu einem der Pioniere in der Hauszustellung. 2019 hat man sich zum Ziel gesetzt, innerhalb von zwei Jahren die Mehrwegquote von einem Drittel auf zwei Drittel zu erhöhen. Denn im Lieferservice können benutzte Lebensmittelkisten, Flaschen und andere Behälter einfach bei der Anlieferung wieder direkt zu Hause abgeholt werden. Dazu wurden neue abwaschbare Etiketten entwickelt, ein Pfandsystem eingeführt und die Kund:innen über ein Vielzahl an Marketingmaßnahmen wie Anzeigen, Plakate, Rezept-Flyer sowie Influencer-Beiträge, Social Media und Newsletter für die Vorteile des Systems sensibilisiert. Eine Mehrwegflasche verbraucht um den Faktor 4,5 weniger CO2 als eine vergleichbare Einwegflasche, sichert regionale Arbeitsplätze in den Abfüllbetrieben und schont wegen des geringeren Material- und Energieverbrauchs Ressourcen. Gleichzeitig wurden im Projekt Verpackungen reduziert oder auf nachhaltige Alternativen wie kompostierbare Folie umgestellt. Entsprechend dem Versprechen von Adamah: Ein gutes Leben für alle. Ja! Natürlich FreilandschweinHaltung Schweinefleisch ist das meist konsumierte Fleischprodukt in Österreich. Besonders die Schweinehaltung wird aber seitens der Konsument:innen immer kritischer begutachtet und das Interesse an Regionalität und Tierwohlstandards steigt. Derzeit werden aber lediglich drei Prozent der Schweine nach biologischen Standards gehalten. Die Freilandschweinehaltung stellt eine besonders artgerechte Form der Bio-Schweinehaltung dar: Die Schweine lockern den Boden auf und düngen ihn gleichzeitig auf natürliche Weise – eine ökologisch sinnvolle Kreislaufwirtschaft nach alter Tradition. Ja! Natürlich zeigt mit dem Freilandschwein-Projekt, dass diese nachhaltigste Form der Schweinehaltung auch in einem größeren Maßstab in Österreichs Lebensmitteleinzelhandel umsetzbar ist. Durch die hohen Anforderungen in der Freilandhaltung in Bezug auf hohe Futterpreise, Tiergesundheit und Wasserschutz ist die Kooperation nur mit ausgewählten Landwirt:innen möglich. Diesen sichert das Projekt eine langfristige Partnerschaft und stabile, höhere Abnahmepreise. Derzeit sind sieben unterschiedliche Produkte bei Billa-Plus erhältlich, das Sortiment wird weiter ausgebaut. Diese werden auf Citylights, Onlinebanner, auf Social Media und Advertorials präsentiert. RWA Lagerhaus Drohne gegen Maiszünsler Der Maiszünsler ist eine der größten Bedrohungen für die Maisernte. Neben der Behandlung mit chemischen Spritzmitteln wird schon seit Jahren die Ausbringung von Schlupfwespen erfolgreich gegen den Schädling genutzt. Diese biologische Pflanzenschutzmaßnahme hatte früher den großen Nachteil, dass sie viel Zeit beanspruchte. Die Landwirte mussten Kärtchen, die mit Schlupfwespen-Eiern bestückt sind, direkt am Feld verteilen und dabei viele Meter zurücklegen. Die Raiffeisen Lagerhäuser haben dafür ein neues, innovatives Service entwickelt. Sie bringen die Nützlinge mit einer Drohne aus. So wird das Problem gelöst und es macht die biologische Schädlingsbekämpfung um ein Vielfaches attraktiver. Mit diesem Service erspart man sich zudem den Einsatz des Traktors, was den Boden weiter verdichten und die Maispflanzen in Mitleidenschaft ziehen würde. Je nach Region kommt von Mitte Juni bis Mitte Juli die SchlupfwespenAusbringung per Drohne zum Einsatz. Mit Hilfe einer speziellen App wird anhand der Geodaten des Feldes auf einem Tablet ein Flugraster und Wegpunktsystem für die Drohne erstellt. Das innovative Programm wurde bei Österreichs Bauern über einen Spot und in den verschiedenen Lagerhaus-­ Kanälen bekannt gemacht. Umdasch Liquid Dispenser Tagtäglich kaufen Konsument:innen unterschiedlichste Produkte in Plastikverpackungen, die nach Gebrauch weggeworfen – im besten Fall recycelt werden. Plastik zu recyceln ist gut, doch Plastikabfall erst gar nicht entstehen zu lassen ist noch besser. In einer Studie gaben die Shortlist Wer es neben den Siegern bis ins Konsument:innen-Panel geschafft hat Nominierungen Kategorie I think different

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