Nachhaltigkeitsmagazin 2022

und Wirtschaft diskutiert. Die Gesamtstrecke betrug 3.752 km, die Dauer über 1.000 Stunden. 2.000 angemeldete Wander:innen und eine unbekannte Zahl nicht Angemeldeter waren unterwegs und sammelten 72.000 Unterschriften für die Anliegen des Vereins. In Summe eine Marketingmaßnahme mit sehr kleinem CO2-Fußabdruck, aber großer Wirkung: Fast 500 Beiträge in Zeitungen und Magazinen, 20 TV-Beiträge und 32 Radiointerviews verbreiteten die Botschaft von Road to Equality für die Gleichstellung von Mädchen und Frauen. Woerle Rettungsinseln Artenvielfalt & CO2-Reduktion Schon heute sind die negativen Umweltauswirkungen wie beispielsweise der Rückgang der Artenvielfalt oder der Klimawandel für die Bevölkerung und die heimische Landwirtschaft spürbar und daher ist jeder kleine Schritt hin zu umweltbewusstem, nachhaltigem Konsum wichtig. Der Käseproduzent Gebrüder Woerle hat sich mit der Initiative „Woerle wirkt weiter“ zum Ziel gesetzt, einerseits die Artenvielfalt in landwirtschaftlichen Betrieben zu erhöhen und andererseits bis 2030 den CO2-Fußabdruck des hergestellten Käses schrittweise jährlich um zehn Prozent zu senken. Jeder Hof hat Ecken und Flächen die landwirtschaftlich nicht genutzt werden, das können Altholz-Haufen sein oder Hecken und Blühstreifen. Gemeinsam mit seinen Bäuer:innen will Woerle die Region rund um den Wallersee mit einem engmaschigen Mosaik an 1.000 dieser Rettungsinseln der Artenvielfalt zur größten landwirtschaftlich genutzten woelre, damn plastic, Post©Österreichische Post, Manuel Gruber, Sabri Dridi 28 Nachhaltig 2022 Nominierungen Artenvielfaltsregion Österreichs machen. Zur CO2-Reduktion unterstützt Woerle die Bauern bei Maßnahmen zum Klimaschutz mit 50 Euro pro Tonne brutto eingespartem CO2. Die Initiative ist fest in den Marketingaktivitäten verankert, um so bei Konsument:innen, Mitarbeiter:innen und Partnerbetrieben Bewusstsein für die Artenvielfalt, aber auch den Wert von Lebensmitteln zu schaffen. Kategorie III innovate Damn Plastic Damn People Das Ziel von Damn Plastic ist es, durch kleine nachhaltige Entscheidungen Großes für die Umwelt zu bewirken. Jeder kann durch den Verzicht von Einwegplastikprodukten dazu beitragen, Müll zu vermeiden. Vom Strohhalm aus Nudeln bis hin zu Pflegeprodukten ohne Verpackungsmaterial bietet Damn Plastic eine passende Alternative. Auch Produkte aus recycelten Materialien, die dazu beitragen, den ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten, werden angeboten. Die Damn-Plastic-Stores finden sich in den besten Lagen in Salzburgs Altstadt und Europark, am Hauptplatz in Linz und im Gerngross Wien und der SCS. Demnächst folgen die ersten Franchise-Konzepte. Darüber hinaus bietet die Gründerinnen von Damn Plastic, Victoria Neuhofer und Stephanie Sinko, Consulting für plastikfreie Events und Gastro, einen Onlineshop, eine App und vieles mehr an, um dieses Ziel zu erreichen. Post AG Green Pack Mehrwegpaket Der Onlinehandel boomt nicht erst seit Corona. Das heißt aber auch, dass täglich Tonnen an Kartons weggeworfen werden oder im Idealfall im Altpapier landen. Die Post AG testet daher gemeinsam mit der FH Oberösterreich und fünf Handelspartner:innen im Projekt Green Pack den Einsatz von Mehrwegpaketen im Onlineversandhandel. Durch den Ausbau der Kreislaufwirtschaft können in der Branche Emissionen und Abfall eingespart werden. In einem ersten Schritt wurden aus 40 verschiedenen Mehrwegverpackungen die bestgeeigneten ausgewählt. Für einen kostengünstigen und ökologisch nachhaltigen Rückversand wurden ausschließlich faltbare Verpackungen ausgewählt, die einfach über Briefkästen retourniert werden können. Diese werden derzeit von den Handelspartner:innen eingesetzt, um die Akzeptanz bei den Konsument:innen zu erheben. Auch spezielle Weinverpackungen werden dafür getestet. Das Projekt wird durch die FH Oberösterreich wissenschaftlich begleitet. So können Verbesserungspotenziale gleich aufgegriffen werden. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. Sowohl was die Praxis-tauglichkeit betrifft als auch das Feedback der Endverbraucher:innen sind Mehrwegverpackungen auch in der Versandlogistik hoffentlich bald nicht mehr wegzudenken. Vollpension Generationen Café Altersarmut und Einsamkeit sowie Isolation im Alter sind ein zunehmend wachsendes Problem. 620.000 alleinstehende Senior:innen gibt es in Österreich, mehr als ein Drittel ist von Altersarmut betroffen. Daher wurde die Vollpension 2012 als Pop-up gestartet. Die Grundidee der Vollpension ist schnell erklärt: Wo gibt’s den besten Kuchen? Richtig, bei der Oma!

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