Nachhaltigkeitsmagazin 2022

Vor Kurzem wurde die achte und Österreichs größte Photovoltaik-Anlage am Flughafen in Betrieb genommen. Was bedeutet das für die Stromversorgung des Flughafens? Günther Ofner: Das gesamte Flughafen-System, alle 250 Gebäude, werden mit dem Strom aus der Photovoltaik-­ Anlagen versorgt. Wenn die Sonne scheint, sind wir mit erneuerbarer Energie autark. Das betrifft nicht nur den Flughafen Wien, sondern alle hier ansässigen Firmen. Seit 2016 haben wir dafür mehr als 30 Millionen Euro investiert. Die Investitionen wurden trotz der zwei schwierigen Coronajahre fortgesetzt? Der Umstieg auf erneuerbare Energie gehört zu unseren zentralen Unternehmenszielen, daher wurde das Programm wie vor Corona vorgesehen Schritt für Schritt wie über Jahre geplant umgesetzt. „Der Flugverkehr muss cO2-neutral werden“ Ein Gespräch mit Günther Ofner, Vorstandsdirektor der Flughafen Wien AG Von Dagmar Lang Welche anderen Maßnahmen sind zur Erreichung des Ziels umgesetzt worden? Das waren Hunderte Einzelmaßnahmen. Wir haben seit 2011 den Energieverbrauch um 40 Prozent reduziert und die Energieeffizienz um das gleiche Ausmaß gesteigert, etwa das gesamte Lichtsystem auf LED umgestellt. Aber der wichtigste Beitrag dazu ist die gesamte Haustechnik, also Lüftung, Kühlung, Heizung und alles, was damit verbunden ist. Wir „bewohnen“ eine Million Quadratmeter – die Steuerung der 250 Gebäude passiert über eine zentrale Software, die wir gemeinsam mit der TU entwickelt haben. Sie sprechen immer davon, den Flughafen bereits 2023 CO2-neutral zu führen. Geht sich das aus? Neben der Photovoltaik ist der zweite große Brocken die CO2-Neutralität der Fernwärmeversorgung. Wir erzeugen 42 Nachhaltig 2022 Infrastruktur

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