15.06.2022

75 Jahre Tourismusschulen Bad Gleichenberg

Die Tourismusschulen Bad Gleichenberg luden zur großen Jubiläumsfeier, bei der die Schüler nicht nur kulinarisch ihr Können bewiesen, sondern auch ihre Gastfreundlichkeit präsentierten.

Die Tourismusschulen Bad Gleichenberg zählen zu den Ältesten in Österreich bzw. auch in Europa. Der Privatschule eilt ihr Ruf voraus, denn mehr als 7.000 Absolventen blicken auf die erstklassige touristische Ausbildung zurück und arbeiten erfolgreich in über 150 Ländern der Welt. Im Herbst 2020 wurde das Bildungsangebot um das wirtschaftskundliche Privatgymnasium erweitert – eine wahrliche Erfolgsgeschichte.

Am 15. Oktober 1946 wurde die Hotelfachschule als zweijährige Schulform in Pichl an der Enns (heutiges Hotel Pichlmayrgut), auf Initiative der steirischen Sektion Fremdenverkehr der Kammer der gewerblichen Wirtschaft, gegründet. 1949 übersiedelte die Schule nach Bad Gleichenberg, wo seit über siebzig Jahren neben der Tourismus- und Genussakademie (vormals Hotelfachschule) noch die Höhere Lehranstalt und das Kolleg für Tourismus (deutsch- und auch englischsprachig) geführt werden.

Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl lobte in ihrer Rede bei der Jubiläumsfeier die hervorragende Ausbildung der Tourismusschulen Bad Gleichenberg und trat gleichzeitig mit einer Bitte an die Schüler heran – unbedingt dem Tourismus treu zu bleiben und den Gleichenberger Spirit in die Welt hinauszutragen.

Die Zukunft des Tourismus

Als Überraschung der Jubiläumsfeier galt der Online Impulsvortrag des renommierten Zukunftsforschers Tristan Horx. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen standen die Themen Generationen, Ausbildung der Zukunft und die Entwicklung des Tourismus. Laut Horx wird die Generation C (crisis), die zwischen 2020 und 2040 auf die Welt kommt, ein neues Schulsystem erleben, das von Digitalisierung, Vorbereitung auf die Gesellschaft und unterschiedliche Kulturen geprägt wird und den bisherigen Schwerpunkt der Weitergabe von Fachwissen durch Lehrer ersetzt. Horx sieht den Pädagogen der Zukunft nicht mehr als Wissensvermittler sondern eher als Coach.

Der USP in Tourismusberufen ist die Hospitality und Empathie, die von keinem Roboter ersetzt werden kann. Weiters führt Horx aus, dass touristische Trends in Richtung Slow Travel und Regionalität anstelle von Globalität gehen.

Kurator: Schweinzer folgt auf Florian

Auch die Verabschiedung des Kurators stand am Programm. Nach 32 Jahren legte Peter Florian, erfolgreicher Grazer Hotelier, sein Amt als Kurator nieder. In seiner Amtszeit wurden unzählige Projekte, Umbauten, aber auch Weiterentwicklungen des Ausbildungsangebotes umgesetzt. Zu den größten Vorhaben zählten der Umbau des Internatsgebäudes Venedig sowie der Neubau „Haus am Park“ oder beispielsweise die Einführung des englischsprachigen Kollegs, neuer Ausbildungsschwerpunkte, Zusatzausbildungen im Bereich Nachhaltigkeit und Energiemanagement,  der täglichen Sportstunde in der dafür sanierten Sporthalle oder des Wirtschaftskundlichen Privatgymnasiums. Elisabeth Meixner dankte Peter Florian mit der höchsten Auszeichnung der Bildungsdirektion Steiermark und sprach Dank und Anerkennung aus.

In die Fußstapfen von Peter Florian tritt Christian Schweinzer, der selbst die Hotelfachschule absolvierte, jahrelange internationale Erfahrung im Tourismus mitbringt und erfolgreich seine Consulting Firma mit Schwerpunkt Tourismus führt.

(red)

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