07.10.2020

AGÖ-Büroleiterin Christine Denker verstorben

Viele Jahre war sie Herz und Seele der Arbeitsgemeinschaft der Großküchen Österreichs. Nun muss die heimische GV-Szene von einer prägenden Persönlichkeit Abschied nehmen.

Innerhalb der Arbeitsgemeinschaft der Großküchen Österreichs herrscht tiefe Betroffenheit. Die langjährige Leiterin des AGÖ-Büros in der Gumpendorferstraße, Christine Denker, ist am Sonntag, den 4. Oktober, in Münichsthal im Weinviertel verstorben.

Damit verliert die heimische GV-Szene einen prägenden Menschen, der sich aufopfernd um die Branche gekümmert hat, organisatorisch alle Fäden gekonnt in Händen hielt und sich trotzdem durch Wärme und Herzlichkeit auszeichnete. Viele Protagonisten fanden in Christine Denker einen wertschätzenden Gesprächspartner vor, der nicht nur die Anliegen in bewundernswerter Weise erledigte, sondern auch durch große – fast schon mütterliche – Herzenswärme viele ergebene Fans erwarb.

Dabei war das keineswegs so gedacht, geschweige denn geplant. Nach vielen Jahren Arbeit im Bankwesen (Kreditabteilung) kümmerte sich Christine Denker um ihre Familie und blieb Hausfrau. Als ihre langjährige Freundin Gabriele Bräuer sich endgültig aus dem AGÖ-Büro in den Ruhestand verabschiedete, stand Christine Denker bereit, weil niemand zur Stelle war und auch, weil sich die Tätigkeit mit der Familie vereinbaren ließ. Aber: das Engagement war von Denker bestenfalls als Interregnum für ein Jahr gedacht. Das war im Jahre 2000 und Helmut Vodicka war noch ein Jahr Präsident der AGÖ. Aus dieser anfänglichen Zwischenlösung sind zwanzig Jahre mit vollem Einsatz für AGÖ geworden. Christine Denker stand Vodicka-Nachfolger Josef Kudin treu zur Seite, der zwei volle Perioden die AGÖ präsidierte und hielt auch Kudin-Nachfolger Werner Pannagl den Rücken von organisatorischen Lasten frei. Mit bewundernswerter Energie und großer Professionalität – Stichwort Kreditabteilung – hielt sie nicht nur die Bilanz des Vereins blitzsauber, sondern zeigte auch als Macherin diverser AGÖ-Veranstaltungen, von der Weihnachtsfeier über den Neujahrsempfang bis zur Sommer-Soiree auf Schloss Laxenburg große Kreativität und organisatorisches Talent.

Entsprechend bestürzt zeigte sich AGÖ-Präsident Werner Pannagl am Telefon gegenüber HGV PRAXIS: „Es ist wirklich eine unfassbar traurige Nachricht für mich. Christine Denker war viel mehr als eine Mitarbeiterin der AGÖ. Sie war die Seele des Vereins. Die Lücke, die sie hinterlässt, wird – wenn überhaupt – nur sehr schwer zu füllen sein. Die gesamte AGÖ steht in tiefer Trauer und drückt ihrer Familie, allen voran Ehegatten Fritz Denker die Anteilnahme aus. Ich hoffe sehr, dass Fritz Denker, der in den ganzen 20 Jahren immer voll und ganz hinter seiner Frau stand und sie bei allem unterstützte, auch weiterhin ein Freund der AGÖ bleiben wird.“

Tief betroffen äußerte sich auch AGÖ-Ehrenpräsident Josef Kudin im Gespräch mit HGV PRAXIS: „Was für ein schlimmer Verlust. Die AGÖ hat ein Familienmitglied verloren, das von allen mit tiefem Respekt bedacht worden ist. Ohne ihre Mitarbeit stünde die AGÖ nicht da, wo sie steht.“

Christine Denker ist am Sonntag, den 4. Oktober, unerwartet an Herzversagen gestorben. Sie stand im 70. Lebensjahr. Die aufrichtige Anteilnahme gilt ihrer Familie, Ehemann Fritz, den Töchtern Birgit und Andrea, Schwiegersohn Florian sowie Enkelsohn Emil. Die Beerdigung findet am Freitag, den 23. Oktober, um 12.30 Uhr auf dem Wiener Zentralfriedhof (Tor 2) statt.

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