24.12.2020

Airbnb meldet erstmals Vermieterdaten an Finanz

Damit kommt der Plattformvermittler einer alten Forderung der Hotellerie nach.

Der US-Wohnungsvermittler Airbnb meldet für das Kalenderjahr 2020 erstmals Umsatzdaten seiner Vermieter an die österreichische Finanzverwaltung. Die Finanz kann dann prüfen, ob die Unterkunftsanbieter ihre Einnahmen korrekt versteuert haben. Der seit kurzem an der Wall Street börsennotierte Konzern wollte die Daten lange nicht herausrücken. 2019 schnürte das Finanzministerium ein Digitalpaket, das u. a. Online-Vermietungsplattformen in die Pflicht nimmt.

Ministerium rechnet mit Datenlieferung

„Wir gehen davon aus, dass die Daten geliefert werden“, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums auf APA-Anfrage.

Airbnb kündigt auf seiner Österreich-Website bereits an, dass der erste Bericht an die Finanz – über das Jahr 2020 – am 31. Jänner erfolgen werde. Die Finanz erfährt dann etwa von Airbnb, welche Beträge an den Vermieter ausbezahlt wurden (inklusive Reinigungsgebühren). Auch die Anzahl der gebuchten Nächte bzw. „Entdeckungen“ wird weitergeleitet. Die Informationen entnimmt Airbnb den jeweiligen Nutzerkonten.

2020 dürften die Einnahmen der Airbnb-Vermieter wegen der Coronakrise um einiges geringer ausgefallen sein als in den Jahren davor.

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