20.10.2021

„Alte Post“ in Krems hat neuen Eigentümer

Die Weiterführung des Traditionsbetriebs ist gesichert: Die Familie Seidl übernimmt die „Alte Post“ und setzt auf den Charme des Hauses sowie zielgerichtete Modernisierungen. Mittelfristig ist ein Boutique-Hotel geplant.

Der älteste Gasthof in der Stadt ist ein architektonisch markantes Haus inmitten der Kremser Fußgängerzone. „Als wir vom möglichen Verkauf der ‚Alten Post‘ erfuhren, waren wir sofort begeistert – auch wenn wir eigentlich nicht aktiv nach einem neuen Projekt gesucht haben“, erklärt Othmar Seidl die Hintergründe zu dem Kauf. Mit dem Versprechen, die Nutzung als Restaurant und Hotel weiterzuführen und den Charme des Gebäudes mitsamt seiner besonderen Details zu erhalten, hob sich Familie Seidl von den übrigen Kaufangeboten ab.

Geplant waren nämlich unter anderem die Umwandlung in ein Wohngebäude mit Studenten- oder Eigentumswohnungen. Für die verkaufende Familie Brunner, die die „Alte Post“ genau 100 Jahre führte, ein „Ding der Unmöglichkeit“. Sie wollte den Bestand gesichert wissen. 

Modernisierungen geplant, Umwandlung in Ganzjahresbetrieb 

Ab 1. Dezember öffnet das Restaurant nun wieder seine Tore – inklusive des bereits eingespielten Teams der „Alten Post“. Voraussichtlich Anfang 2022 wird der Betrieb dann für wenige Wochen unterbrochen, um vor allem den Küchenbereich zu sanieren. Für die Adaptierungen des Hotelbereichs mit seinen 23 Zimmern gibt es noch keine konkreten Zeitpläne, wie Seidl sagt „Hierfür möchten wir uns ausreichend Zeit nehmen, damit wir alle notwendigen Schritte im Einklang mit dem historischen Ensemble setzen und die einzigartige Ausstrahlung auf jeden Fall erhalten.“

Notwendige Modernisierungen seien vor allem der Einbau von Duschen und Toiletten in den Hotelzimmern sowie die Schaffung eines barrierefreien Zugangs zu den Zimmern mittels eines Liftes. Auch für Events, Seminare oder Hochzeiten soll es in Zukunft Raum geben. Ziel ist, die „Alte Post“ in ein Boutique-Hotel im Zentrum der Stadt zu verwandeln und spätestens nach den Adaptierungen nicht länger als Saisonbetrieb zu führen, sondern ganzjährig Gäste zu begrüßen.   

Synergien nutzen 
Durch die unmittelbare Nähe zu den verbundenen Betrieben im Steinertor werden darüber hinaus Synergien und die gemeinsame Infrastruktur genutzt: Das Restaurant bildet mit seinem Angebot eine Ergänzung zu den bereits bestehenden Lokalen „Hofbräu am Steinertor“, „Leopold“ und „Wohnzimmer“, von dem auch die Hotelgäste profitieren. Auch die große Tiefgarage im Einkaufszentrum am Steinertor steht den Gästen des Hotels und des Restaurants zur Verfügung. „Diese Vielfalt bringt für alle Vorteile“, erklärt Seidl.

(Red)

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