23.09.2021

Arbeiten macht Spaß

Und es gibt sie doch: zufriedene Praktikantinnen und Praktikanten im Tourismus. Die Tourismusschulen MODUL in Wien und deren Schülerinnen und Schüler ziehen nach einem arbeitsreichen Sommer eine positive Bilanz.

© Tourismusschulen MODUL der Wirtschaftskammer Wien
Alexandra Hackl freut sich über das Engagement der jungen Talente und das Bemühen der Betriebe um sie. In der Bildergalerie gibt es Impressionen des Sommerpraktikums der MODUL-Schüler.
 

Die Tourismusschulen MODUL sind seit Jahrzehnten für ihre exzellente Ausbildung bekannt. Absolventen sind begehrt, weil sie auf hohem Niveau das Werkzeug für unterschiedliche Jobs erlernen – neben der Theorie auch ganz wichtig jenes im praktischen Arbeiten. Nur dank dem intensiven Austausch mit den Kooperationspartnern aus der Branche in ganz Österreich – und auch im Ausland – ist es möglich, dass die Jugendlichen ihr erlerntes Wissen anwenden und ausbauen konnten. Nicht zuletzt prägen die gesammelten Erfahrungen für den weiteren Berufsweg. Vorweg: Die meisten waren sehr positiv.

Alexandra Hackl ist am MODUL zuständig für Kooperationen und Wirtschaftskontakte und so auch für die Gestaltung und Abwicklung der Sommerpraxis. Die letzten Monate tourte sie tausende Kilometer durch Österreich, um die Praktikanten zu besuchen und sich mit den Betrieben auszutauschen. „Die Rückmeldungen der Betriebe und Praktikantinnen und Praktikanten in diesen Sommer waren sehr gut. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass die Betriebe sich noch intensiver um sie bemühen. Die Erkenntnis, dass du den Nachwuchs begeistern musst, ist weitergewachsen. Viele Unternehmen machen das richtig gut“, erzählt Hackl. Für die Schüler war es kein entspannter Sommer am See, denn sie mussten ordentlich anpacken. Aufgrund des Fachkräftemangels durften sie viele Tätigkeiten übernehmen und in Bereiche des Arbeitsalltags reinschnuppern, was normalerweise nicht gegangen wären. „Sie haben viel gelernt dabei“, freut sich die MODUL-Lehrerin, die auf ihrer Tour schon wieder neue Kontakte mit Hotels zum Beispiel in Lermoos und Serfaus knüpfte. 

Die Wiener Betriebe konnten aufgrund der ungewissen Sommersaison erst sehr spät Plätze ausschreiben, deshalb kamen diesmal die meisten in den Ferienregionen unter. Sogar im Ausland, etwa in Kroatien, Spanien und der Schweiz, fand sich manches MODUL-Talent wieder. Im Durchschnitt dauert ein Praktikum zwölf Wochen, manche Betriebe sind seit vielen Jahren Kooperationspartner, wie das Steirereck im Stadtpark oder das Hotel Sacher in Wien. Neu an Bord der Partnerbetriebe ist hingegen Emilia Orth-Blau, engagierte Neo-Gastrounternehmerin mit ihrem Rosa & Blau Food und MODUL-Absolventin. Ebenso Alumni sind Toni Zehetbauer und Marcus Krapfenbauer, Pächter der Gastronomie im Schönbrunner Bad, die gleich mehrere Praktikantinnen und Praktikanten aufnahmen.   

Ein Beruf mit Zukunft

Es ist kein Geheimnis, dass die Tourismusschulen österreichweit im Vorjahr mit teils merklich geringeren Anmeldungszahlen konfrontiert waren. Die Unsicherheit über die Zukunft der Branche, befeuert durch manche Medienberichterstattung, tat hier ihr Werk. „Wir merken aber, dass für 2022 schon wieder mehr Anmeldungen reinkommen“, freut sich Alexandra Hackl, die aus der Hotellerie kommend seit 20 Jahren im Schulwesen tätig ist. „Wir sehen es zum Beispiel in Wien, dass viele Betriebe die Investitionsprämie genutzt haben, um ihr Hotel auf den neuesten Stand zu bringen. Es sind einige sehr spannende Hotelprojekte in der Pipeline. Die Perspektiven in der Branche sind also hervorragend.“

Hackl, die heuer Klassenvorstand einer Kolleg-Klasse ist, wünscht sich mehr positive Stimmung für die vielfältigen Möglichkeiten und Vorteile in der Tourismusbranche. Sie selbst geht vor ihren Schülerinnen und Schülern als „enthusiastische Hospitality-Vortragende“, wie sie sich selbst beschreibt, voran. „Ja, die Arbeit ist nicht leicht, aber sie macht unglaublich viel Spaß und bietet zahlreiche Pluspunkte“, argumentiert Hackl und zählt Beispiele auf. „Du bekommst als AbsolventIn sofort einen Posten, kannst international Karriere machen, flexibel arbeiten, erhältst Uniform und Essen, du wirst nie ohne Job dastehen und es ergeben sich permanent neue Chancen und auch neue Jobprofile. Das alles müssen wir viel besser kommunizieren. Der Ruf der Branche gehört einfach aufpoliert!“

Die SommerpraktikantInnen haben dazu bereits ihren Teil beigetragen – erfolgreich. Manche bekamen von ihren Arbeitgebern auf Zeit gleich einmal ein Jobangebot nach dem Motto „Wir würden dich am liebsten gleich dabehalten“. Nach der Schule steht ihnen die Welt offen. 

Über Karrieremöglichkeiten informieren

Die Karrieremesse „MODUL Career Fair“ zeigt die attraktiven und zahlreichen Karrierewege im Tourismus auf. Zahlreiche Unternehmen präsentieren dabei Praktikums- und Jobangebote. Die nächste Ausgabe findet am 20. Oktober 2021 in den Tourismusschulen MODUL statt.

www.modul.at

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