12.02.2020

AUA startet Sparpaket: 30 Prozent der Führungsjobs weg

Die Austrian Airlines hat mit der Umsetzung des Ende November angekündigten neuen Sparpakets begonnen. Dabei wird bis Ende 2021 mehr als jede zehnte der zuletzt rund 7.000 Stellen gestrichen. Drastisch reduziert werden Führungsjobs.

Bis Ende 2021 werden mehr als jede zehnte der zuletzt rund 7.000 Stellen gestrichen, von rund 300 Führungspositionen sollen etwa 90 wegfallen - ein Abbau um 30 Prozent. Das teilte die österreichische Lufthansa-Tochter mit. Es werden Unternehmensbereiche zusammengelegt, aber auch Managementebenen reduziert. Grund für das abermalige Sparpaket ist der heftige Preiskampf mit den Billigfliegern am Heimatflughafen Wien.

Daher stellen die Austrian Airlines das Management Team neu auf, dabei erhält „die Operations“ (Flugbetrieb, Technik, Bodenabfertigung) zukünftig eine stärkere Bedeutung im Management. In den Bereichen Human Resources und Ground Operations kommt es zu Neubesetzungen. Einige Unternehmensbereiche werden zusammengelegt sowie auch Management-Ebenen reduziert.

Accountable Manager Jens Ritter wird Teil des erweiterten Vorstands
Um den operative Betrieb stärker in Vorstandsentscheidungen einzubinden, wird der aktuelle Accountable Manager Jens Ritter (46) zum Chief Operating Officer ernannt und wird Teil des erweiterten Vorstands. Er verantwortet bereits seit Februar 2016 einen Großteil des operativen Betriebes der rot-weiß-roten Airline.

„Flugbetrieb, Bodenabfertigung und Technik sind das Herzstück unseres Unternehmens, daher wollen wir diese Wichtigkeit auch in der Organisation abbilden“, begründet Austrian CEO Alexis von Hoensbroech diesen Schritt, „allerdings werden wir aus nachvollziehbaren Gründen formal bei einem Dreier-Vorstand bleiben.“

Neuer Personalchef wird Markus Christl

Auch der Personalbereich von Austrian Airlines bekommt einen neuen Leiter. Markus Christl (48), aktuell Head of Ground Operations und damit verantwortlich für die weltweite Bodenabfertigung der heimischen Airline, wird ab 1. März 2020 die Personalagenden von Austrian Airlines führen. Christl, der auf 20-jährige Managementerfahrung in verschiedenen Bereichen des Unternehmens sowie auf umfangreiche Verhandlungserfahrung mit Betriebsrat und Gewerkschaft zurückblickt, folgt auf Nathalie Rau, die eine neue Herausforderung außerhalb der Lufthansa Group annehmen wird.

Susanne Svejda leitet ab sofort Ground Operations

Auf Markus Christl folgt mit Susanne Svejda ebenfalls eine erfahrene Managerin aus den eigenen Reihen. Die 38-Jährige war bis jetzt als Senior Director Operational Steering and Support unter anderem für das Hub Control Center am Standort Wien zuständig. Dazu gehören die Koordination, Steuerung und das Monitoring aller stationsrelevanten Bodenprozesse für Austrian und deren Handling Partner.

30 Prozent der Führungsjobs werden gestrichen

Neben Neubesetzungen bringt die Reorganisation im Austrian Management auch eine Reduktion von Hierarchieebenen. Im engen Austausch mit dem Betriebsrat sollen 30 Prozent aller Management-Positionen abgebaut werden: Von rund 300 Führungspositionen sollen etwa 90 wegfallen. Der Bereich Aircraft Asset Management wird zukünftig in die Unternehmensstrategie integriert. Treasury wird im Finanzressort von Accounting & Taxation übernommen. Die Bereiche International & Aeropolitical Affairs und Corporate Communications werden zukünftig ebenfalls zusammengelegt. Als Teil des neu geschaffenen Bereiches soll das Thema Corporate Responsibility stärker in den Fokus gestellt werden. Die neue Leitungsposition wird ausgeschrieben. Zusätzlich soll im CFO Ressort ein eigener Bereich für Projekt-, Prozess & Lean-Management geschaffen werden, um Austrian Airlines nachhaltig effizient und schlank zu halten.

„Die Veränderungen im Management Team werden uns als Austrian Airlines helfen, an Schlagkraft zu gewinnen und in der derzeitigen Marktsituation besser zu bestehen. Nur mit einer starken Führungsmannschaft und schlanken Strukturen können wir unsere Austrian auch zukunftsfähig aufstellen“, begründet Austrian Airlines CEO Alexis von Hoensbroech diese Entscheidung. (apa/red)

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