13.01.2020

AUA steigerte trotz Preiskampfs ihre Passagierzahlen

Trotz des harten Preiskampfs mit Billigairlines und drohenden Ergebnisverlusten läuft es für die Austrian Airlines (AUA) bei den Passagierzahlen rund: 2019 hat die Fluglinie 14,7 Millionen Passagiere und damit 5,1 Prozent mehr als im Vorjahr befördert, wie die Lufthansa-Tochter am Montag mitteilte.

Das ist der dritte Passagierrekord in Folge. Auch die Auslastung war so hoch wie nie zuvor. "In über 60 Jahren Firmengeschichte waren unsere Flieger noch nie so soll wie im Jahr 2019", so AUA-Vorstand Andreas Otto laut Aussendung. Die AUA hat ihr Angebot - gemessen in Sitzkilometern - um 2,9 Prozent erhöht, die Nachfrage stieg noch deutlicher um 4,9 Prozent. Das trieb die Auslastung auf 80,8 Prozent nach oben. Die Anzahl der Flüge legte um 2,9 Prozent auf 139.230 zu.

"Gleichzeitig war das vergangene Jahr ergebnisseitig herausfordernd. Wir werden weiter hart an der Stärkung unserer Austrian arbeiten", sagte Otto weiter. Im November 2019 hat sich die AUA wegen des tobenden Preiskampfs mit Billigairlines wie Level, Wizz Air, EasyJet und Laudamotion ein Sparpaket verordnet und den Abbau von bis zu 800 Stellen angekündigt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr und das Jahr 2020 drohen der Airline Ergebnisverluste. Mitschuld an der prekären finanziellen Lage seien auch gestiegene Kerosinkosten, hieß es damals von der AUA.

Der gesamte Lufthansa-Konzern beförderte im abgelaufenen Jahr mehr als 145 Millionen Fluggäste, das waren 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz einer Steigerung hat der Konzern damit seine Stellung als Europas größte Passagier-Airline an den Billigflieger Ryanair verloren. Samt ihren Töchtern wie der Fluglinie Lauda kam Ryanair im abgelaufenen Jahr auf 152,4 Millionen Passagiere.

(APA/Red)

 

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