07.04.2021

Ausfallbonus verlängert, Notstandshilfe erhöht

Im Ministerrat wurden heute weitere Unterstützungsmaßnahmen für die Tourismusbranchen beschlossen.

Zu den beschlossenen Maßnahmen gehört eine Verlängerung des Ausfallsbonus für Betriebe.  Mit dem „Märzbonus“ hatte die Bundesregierung eine Verdoppelung des Ausfallsbonus umgesetzt. Anspruchsberechtigt waren Betriebe mit mindestens 40 % Umsatzausfall in einem der Kalendermonate im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021. Rund 100.000 Anträge sind bisher eingelangt, wovon rund 90.000 bereits bewilligt wurden. 540 Mio. Euro gingen bereits an die Betriebe.

Diese Maßnahme, die vor allem für Tourismusbetriebe (Restaurants, Kaffees, Gasthäuser, Beherbergungsbetriebe, etc.) überlebenswichtig ist, wird nun auf den April verlängert. Dadurch erhalten betroffene Betriebe für den April einen Zuschuss in Höhe von 30 % und einen Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss in Höhe von 15 %. Für die Verlängerung des verdoppelten Ausfallsbonus stehen 230 Mio. Euro für April zur Verfügung. 

Ein Rechenbeispiel: Ein kleines Restaurant erleidet durch den Lockdown (trotz Take-away-Angebot) einen Umsatzausfall von 90 %. Der Jahresumsatz beträgt 450.000 Euro, der monatliche Umsatz 37.500 Euro. Mit dem Märzbonus kann der Ausfallbonus auf über 10.000 Euro verdoppelt werden. 

Erhöhung der Notstandshilfe für Mitarbeiter

Gleichzeitig mit der wichtigen Maßnahme für die Betriebe gibt es auch eine erweiterte Unterstützung für Mitarbeiter. Die Bundesregierung hat beschlossen, die Notstandshilfe bis Juni auf das Niveau des Arbeitslosengeldes aufzustocken. Das betrifft rund 220.000 Personen, vor allem im Tourismus- und Gastronomie-Bereich. Durch die Aufstockung erhalten betroffene Personen durchschnittlich 80 Euro mehr pro Monat.

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger zu den Maßnahmen: „Die Tourismusbranche gehört zu den größten Arbeitgebern des Landes. Die Betretungsverbote sind vor allem für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gastronomie und dem Tourismus dramatisch. Indem wir die Notstandshilfe auf das Arbeitslosengeld aufstocken, unterstützen wir die betroffenen Personen. Unser Tourismus braucht qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sobald wir wieder durchstarten können.“  

(Red)

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