02.11.2020

Bestnoten für Österreichs Rotweine

Nach weltweiten Lobeshymnen für den österreichischen Jahrgang 2019 und seine Weißweine folgen die nächsten begeisterten Stimmen in Weinfachmedien, diesmal für den Roten.

Zwar gilt das Weinland Österreich mit einer Weißweinrebfläche von 67 % weiterhin als Weißweinland, neben Grünem Veltliner & Co. positionieren sich in den letzten Jahren aber immer deutlicher auch Rotweine. Auf dem internationalen Parkett sorgen dabei vor allem die autochthonen Rebsorten für Begeisterung.

Das größte Aufsehen in internationalen Expertenkreisen genießt aktuell wohl der Blaufränkisch. Daher konzentriert sich auch Aleks Zecevic in seinem Artikel „Bettering Blaufränkisch“ für das angesehene Fachmagazin Wine Spectator auf diese Rebsorte. Einem Blaufränkisch 2017 aus Carnuntum verlieh Zecevic mit 94 Punkten sogar die höchste Bewertung, die ein österreichischer Rotwein bisher im Wine Spectator erreichen konnte, wie Österreich Wein Marketing (ÖWM) stolz berichtet. 

Zwar ist die Rebsorte etwa auch in Deutschland (als Lemberger) und Ungarn (als Kékfrankos) verbreitet, doch Qualität und Charakter der Blaufränkisch-Weine aus Österreich gelten als der Goldstandard. Oftmals mit Pinot Noir, Nebbiolo und Syrah verglichen, schreibt Zecevic, machten florale und dunkelbeerige Aromen gepaart mit einem einzigartigen mineralischen Ausdruck Österreichs zweithäufigst gepflanzte Rotweinsorte einmalig. „Wenn Sie die unvergleichlichen österreichischen Roten noch nicht probiert haben, sollten Sie jetzt damit beginnen!“, schließt Zecevic sein begeistertes Plädoyer. 

„This is what the world wants."

Auch der renommierte Weinkritiker Stuart Pigott lobt in seinem Jahrgangsbericht 2019 für James Suckling den Blaufränkisch. Für ihn sei dies jene Rebsorte, mit der Österreich beim Rotwein aktuell am stärksten aufzeigen kann: aromatisch und mit einer einzigartigen Frische, die aus dem Zusammenspiel von Tanninen und knackiger Säure entsteht. Für die beiden bestbewerteten Blaufränkisch-Weine aus dem Mittelburgenland (2017) und vom Eisenberg (2015) vergibt Pigott sogar je 98 Punkte. Beide hätten die Persönlichkeit und Feinnervigkeit von Grand-Cru-Burgundern, aber gepaart mit österreichischer Einzigartigkeit.„This is what the world wants.”, resümiert Pigott.

Zusätzlich standen bei James Suckling auch Weine aus Österreichs meistverbreiteter roter Sorte Zweigelt (Rotburger) zur Verkostung. Mit viel Fruchtcharme und harmonischer Struktur gewinnt auch diese österreichische Parade-Rotweinsorte eine immer größere internationale Fangemeinde. Bewertungen zwischen 89 und 92 Punkten bestätigen das durchschnittlich hohe Niveau.

Die Top-Exportmärkte

Zwei Drittel Weißwein, ein Drittel Rotwein – dieses Verhältnis spiegelt sich auch in den Exportzahlen beinahe deckungsgleich wider: 2019 machten Rotweine mit 58,6 Mio. Euro 32 % des Gesamtexportwerts aus. Die wichtigsten Exportmärkte waren dabei Deutschland (29,6 Mio. Euro), die Schweiz (9,4 Mio. Euro), die USA (4,6 Mio. Euro), China (1,9 Mio. Euro) sowie die Niederlande (1,6 Mio. Euro).

„Dass Österreich Weltklasse-Weißweine produziert, ist inzwischen rund um den Globus bekannt. Nun erobern aber auch unsere großartigen Rotweine die internationalen Schlagzeilen – kein Wunder, hatten wir doch seit 2015 eine Serie von Top-Jahrgängen für Zweigelt, Blaufränkisch, St. Laurent und Co.“, zeigt sich Chris Yorke, Geschäftsführer der ÖWM, begeistert.

 

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