10.02.2020

Besucherrekord in heimischen Thermen

Die Gästezahl in österreichischen Thermen stieg im Jahr 2019 wieder signifikant. Der Anstieg war allerdings primär auf Stundengäste zurückzuführen, zeigen aktuelle Daten einer Marktstudie zu Thermen in Österreich des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com Marktanalyse.

Nach vier Jahren mit eher verhaltenem Wachstum entwickeln sich im vergangenen Jahr die Besucherzahlen in heimischen Thermen und Sole-Bädern wieder erkennbar dynamischer. Laut aktuellem Branchenradar Thermen in Österreich erhöhte sich die Anzahl der Eintritte um 1,4 Prozent gegenüber Vorjahr. Mit rund 9,53 Millionen Gästen (plus 130.000 gegenüber Vorjahr) wurde ein neuer Besucherrekord erzielt. Der Zuwachs war primär auf die steigende Anzahl von Stundengästen zurückzuführen, der Anteil der Tagesgäste reduzierte sich von 59,3 Prozent im Jahr 2018 auf 58,8 Prozent im abgelaufenen Jahr.

Angeschoben wurde der Markt im Wesentlichen durch gezielte Wellness-Programme, die primär das Ziel verfolgten das Sommergeschäft zu steigern. So wurden an verschiedenen Standorten etwa spezielle Après-Massagen für Radfahrer oder „Sonnenanbeter“ angeboten, wodurch sich auch der relativ starke Anstieg bei den Stundengästen erklärt.

Tirol und Kärnten wachsen am schnellsten

Zudem konnten nicht alle Bundesländer von der gelockerten Wachstumsblockade profitieren. Zu den Gewinnern zählten eindeutig Kärnten und Tirol. In beiden Ländern stiegen die Eintrittszahlen überdurchschnittlich rasch. In Kärnten wurden im Jahr 2019 um 34.000 Eintritte mehr gezählt als im Jahr davor, womit die Anzahl der Gäste auf 430.000 Besucher stieg. Das entsprach einer Steigerung von 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Tirol verbuchte ein Gästeplus 5,8 Prozent gegenüber Vorjahr. Die Anzahl der Eintritte erhöhte sich um 41.000 auf insgesamt 750.000 Besucher. Leicht über dem Durchschnitt entwickelte sich zudem Oberösterreich mit plus 1,6 Prozent gegenüber Vorjahr oder 22.000 zusätzlichen Eintritten. Mit insgesamt 1,44 Millionen Besuchern war Oberösterreich damit die drittstärkste Thermenregion in Österreich.

Thermenland Nummer eins blieb die Steiermark mit knapp 2,1 Millionen Gästen vor Salzburg mit 1,47 Millionen Besuchern. In beiden Bundesländern stagnierte die Anzahl der Eintritte jedoch auf Vorjahresniveau, ebenso im Burgenland (430.000 Gäste). Wien und Niederösterreich wuchsen annähernd mit dem Markt. In der Therme Wien wurden 810.000 Besucher gezählt, in Niederösterreich insgesamt 1,35 Millionen.

Auch im laufenden und kommenden Jahr ist mit einer steigenden Gästeanzahl zu rechnen, wenngleich sich die Wachstumsraten wohl wieder auf das mittelfristige Niveau verkürzen. Denn so erfreulich die Gästebilanz des vergangenen Jahres auch ist, die Ausrichtung der heimischen Thermen zielt mehr und mehr auf Qualität denn auf Quantität, betont man bei branchenradar.com.

 

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