12.06.2019

Bier ist patriotisch

Bierbrauer setzen ganz bewusst auf Rohstoffe aus Österreich - soweit es Erntemenge, Sortenvielfalt und Qualität zulassen. Die Brau Union Österreich arbeitet intensiv mit der heimischen Landwirtschaft zusammen und baut die Partnerschaften immer weiter aus.

Pro Jahr benötigt die Brau Union Österreich knappe 110.000 Tonnen Braugerste. Dabei ist die Zielsetzung, für den Großteil österreichische Braugerste einzusetzen. „Unser Bemühen ist, die langjährige Zusammenarbeit mit heimischer Landwirtschaft zu erhalten und auch auszubauen, damit wir unsere Rohstoffe aus Österreich beziehen können, sofern Qualität und Verfügbarkeit gewährleistet werden können. Soweit es hinsichtlich unserer Ansprüche an das Produkt Bier vertretbar ist, erweitern wir auch unsere Qualitätsgrenzen und nehmen den Landwirten die Ernte nicht optimaler Braugerste trotzdem zum vereinbarten Vollpreis ab“, so Harald Raidl, der als Supply Chain Director der Brau Union Österreich die gesamte österreichische Produktion und Logistik verantwortet.

Die Brau Union Österreich ist der mit Abstand größte Abnehmer heimischer Braugerste von Österreichs Bauern. Wir tun das, „um Bier seine Heimat zu geben“, betont Raidl. Ein Thema sind natürlich auch die kurzen Transportwege, was sich positiv auf den CO2-Footprint und einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt auswirkt.

Der Klimawandel und die Gerste

Reichen die österreichischen Rohstoffe für den notwendigen Bedarf nicht aus, wird mit kompetenten Partnern aus den angrenzenden Ländern kooperiert. Dies war beispielsweise im Jahr 2018 aufgrund einer schlechten Ernte in ganz Österreich der Fall. Da musste bis zum 30 Prozent aus dem angrenzenden EU-Ausland importiert werden. Eine volle Deckung mit österreichischen Rohstoffen war schlichtweg nicht möglich und hat den gesamten Biermarkt im Land betroffen.

Grundsätzlich wird in Österreich zu wenig Braugerste – genauer Sommerbraugerste – angebaut, um den gesamten Biermarkt des Landes zu versorgen. Klimatisch bedingt wird es zudem immer schwieriger, Sommergerste als Braugerste zu erhalten. Daher hat sich die Brau Union Österreich schon in verstärktem Maße auf die Verwendung von Wintergerste aus Österreich geeinigt, um die Herkunft und Deckung des Bedarfs aus Österreich weitgehend zu sichern.

Biervielfalt verlangt bestimmte Hopfensorten

Beim Hopfen werden 85 bis 90 Prozent aus heimischem Anbau abgedeckt. Für diesen Rohstoff werden langfristige Verträge mit österreichischen Bauern abgeschlossen, deren Preise deutlich über dem europäischen Schnitt liegen. 

Die Hauptanbaugebiete von Hopfen in Österreich sind im Mühlviertel (139,9 ha), in Leutschach in der Südsteiermark (94,7 ha) sowie im Waldviertel in Niederösterreich (17,1 ha). Der Gesamtbedarf an Hopfen der Brau Union Österreich kann mit heimischen Sorten nicht gedeckt werden, da es Sorten gibt, die in Österreich aufgrund des Klimas nicht wachsen, aber für die Herstellung spezieller Biersorten wie etwa des Pale Ale nötig sind.

Als „100% österreichisch“ werden nur jene Biersorten von Marken der Brau Union Österreich deklariert, bei denen dies auch der Fall ist und die AMA-zertifiziert sind, wie etwa dem neuen Gösser NaturWeizen.

 

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