23.09.2020

Brauer verzeichnen große Umsatzeinbußen

Einer aktuellen Mitglieder-Umfrage des österreichischen Brauereiverbandes zufolge werden durchschnittlich 35 bis 50 % Umsatzeinbußen in der Gastronomie im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet.

Totalausfälle, gerade im urbanen Bereich, seien für die Brauereien nicht mehr aufzuholen. Für die kommenden Monate erwartet man weitere Umsatzrückgänge. Die verschärften Corona-Maßnahmen belasten die Gastronomie und damit auch Österreichs Brauer zusätzlich. „Auch wenn der Sommer – dank Gastronomieöffnung und teils lebendigem Tourismus – verhältnismäßig gut für unsere Brauer war, sind die verlorenen Lockdown-Monate nicht mehr aufzuholen“, macht Brauereiverbandsobmann Sigi Menz die Situation von Österreichs Brauwirtschaft deutlich. „Hinzu kommt, dass es ein großes Gefälle zwischen ländlichem und städtischem Raum gibt. Wurde z. B. an den österreichischen Seen Bier zumindest in Maßen genossen, war dies in den urbanen Ballungszentren überhaupt nicht der Fall – auch, weil der Städtetourismus fast komplett zum Erliegen kam.“ Dazu kommen die eingeschränkten oder gänzlich abgesagten Veranstaltungen.

Menz betont, dass man einem äußerst kritischen Herbst sowie Winter entgegenblicke: „Nicht nur eine mögliche zweite Corona-Welle bereitet uns Sorgen, sondern auch eine große Schließ-Welle von Gastronomiebetrieben, Hotels und weiteren Dienstleistern, die nun endgültig nicht mehr über die Runden kommen.“ Der Brauereiverband fordert deshalb weitere Hilfsmaßnahmen, darunter die Senkung der Biersteuer, die eine der höchsten in Europa ist. „Während unsere Brauereien im Schnitt 24 Euro pro Hektoliter an das Finanzministerium überweisen müssen, sind es zum Beispiel in Tschechien nur knapp 14 Euro und in Deutschland gar nur 10 Euro“, so der Brauereiverbandsobmann. „Diese Diskriminierung der österreichischen Brauwirtschaft ist gerade in konjunkturell äußerst schwierigen Zeiten wie diesen nicht mehr tragbar und muss endlich beendet werden.“

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