16.10.2020

Burgenland beschließt Biowende bei Schulessen

Der burgenländische Landtag hat in einer Sitzung die Biowende beim Schulessen in Pflichtschulen beschlossen.

Bis Ende 2021 solle verpflichtend eine Bioquote von 50 Prozent und bis Ende 2024 eine Bioquote von 100 Prozent erreicht werden, betonte Bildungslandesrätin Daniela Winkler (SPÖ). Zustimmung dazu kam von FPÖ und Grünen. Die ÖVP kritisierte, dass das zu kurzfristig gedacht sei und man stattdessen der Regionalität der Lebensmittel den Vorrang geben solle.

Die Verpflegung in den Schulen habe vor allem in Hinblick auf die Gesundheit der Kinder große Bedeutung, betonte Winkler. „Kinder nehmen oft in den Schulen ihre Mahlzeiten ein. Es ist uns deshalb ein besonderes Anliegen, bei unseren Jüngsten darauf zu achten, dass wir, gerade wenn es um die Ernährung geht, eine entsprechende Qualität anbieten“, sagte sie. Das Burgenland werde damit „Vorreiterland in Österreich“, sagte Grünen-Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller.

Die Biowende sei auch in Hinblick auf den Klimaschutz von Bedeutung. FPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Petschnig betonte, dass er für die Bio-Offensive sei. „Wir hoffen, dass das mit biologischen Lebensmitteln aus dem Burgenland oder zumindest aus Österreich möglich ist“, meinte er. Kritik kam von der ÖVP, die vermutete, dass durch die Änderung des Pflichtschulgesetzes biologische Lebensmittel importiert und nicht von regionalen Anbietern, die möglicherweise nicht biologisch produzieren, bezogen werden. Der Volkspartei sei es wichtig, heimischen Produkten den Vorrang zu geben. „Je näher dran wir einkaufen, desto besser“, betonte Landtagsabgeordnete Julia Wagentristl. Zuerst solle man auf die Regionalität achten, erst danach auf die Produktion.

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