09.07.2019

Burgenland Tourismus will stärkeren Auftritt

Der Burgenland Tourismus und die Regionalverbände wollen künftig noch enger kooperieren, gemeinsam sollen Gäste gezielt umworben werden. Zu den Zugpferden zählen u.a. die Martinstherme im Seewinkel und das neu konzipierte Gesundheitszentrum Marienkron in Mönchhof.

Gemeinsam ist man stärker, das gilt auch für den Tourismus. So möchte Burgenland Tourismus in Zukunft enger mit den Regionalverbänden aber auch mit einigen Zugpferden zusammen arbeiten.Durch die genaue Erhebung der Herkünfte sollen Gäste gezielt umworben werden. Tourismuslandesrat Alexander Petschnig (FPÖ) sagte, dass innerhalb von vier Jahren von über 100 Tourismusverbänden nun 18 regionale Verbände die Belange wahrnähmen. In den 18 Verbänden würden die touristischen Regionen grob abgebildet. Damit sei man organisatorisch und im Marketingbereich stärker. Mit dem u.a. zusammengeführten Zahlenmaterial könne man präziser auswerten, welche Strategien man entwickeln müsse.

Als einziges Bundesland mit Nächtigungsminus

Burgenland-Tourismus-Geschäftsführer Hannes Anton erachtet den Weg mit weniger Regionalverbänden als vollkommen richtig: "Am Beispiel Marienkron sieht man die Vorteile, da geht die Sichtbarkeit über Landesgrenzen hinaus", sagte Anton. Der zu Jahresbeginn kritisierte Nächtigungsrückgang 2018 im Burgenland-Fremdenverkehr war zum Teil mit dem Ausfall einiger großer Hotels wie eben in Mönchhof oder in Jennersdorf begründet worden. Motoren wie die Martinstherme in Frauenkirchen sorgten alleine für über 9.000 neue Nächtigungen in der Region. "Wenn man 30.000 Nächtigungen wie durch die Sanierung von Marienkron weniger hat, merkt man das bei über drei Millionen Nächtigungen landesweit. Das ist natürlich nicht schön, wenn andere Bundesländer ein Plus haben, wir aber ein leichtes Minus", ging Anton noch einmal auf die Statistik ein.

Sichtbarkeit über Grenzen hinaus

Mit den Kooperationen der Verbände werde man nun aber zusehends sichtbarer: "In große Medien kommt kein kleiner Verband", so der Touristiker, das gehe nur in Kooperation. Dadurch werde man österreichweit und über die Grenzen hinaus wahrgenommen. Das Konzept sei klar, so Anton: "Wir laden Leitprojekte für das Marketing ein, und rundherum profitieren andere, wie etwa die regionalen Lebensmittelproduzenten." Man plane jedenfalls eine massive Deutschland-Offensive auf Basis einer Befragung der Gäste aus der Bundesrepublik. Als Ziel kristallisiere sich da der süddeutsche Raum heraus. Bei den Gästen aus der östlichen Nachbarschaft könne man sich nichts vorwerfen, da habe man etwa zweistellige Zuwachsraten. Und über die Shopping-Metropole Parndorf könne man an das shoppingaffine asiatische Publikum andocken.

Natürliche Bereinigung bei Beherbergung

Im Bettenbereich durchlebt das Burgenland Anton zufolge jene natürliche Bereinigung, die jedes Bundesland schon durchgemacht hat. Manche Betriebe fielen leider durch, weil sie jahrelang nichts investiert hätten. In Regionen wie dem Südburgenland sei der Auftritt in puncto Thermen und Radfahren grenzüberschreitend: "Da bewerben wir auch das steirische Loipersdorf mit, da darf man nicht in Grenzen denken." Bis Jahresende wolle man mit einer neuen Online-Seite starten, die Kooperationen würden auch diesen Bereich umfassen. Ein Augenmerk werde in der Bewerbung auch auf den Inlandsgast geworfen, sagte Anton: "Wir hatten 2018 rund 162.000 Nächtigungen aus dem Burgenland im Burgenland."

Als Beispiele erfolgreicher Zusammenarbeit innerhalb der Branche nannten Petschnig und Anton das zu Beginn des Jahres vorgestellte neue Leitprodukt „Bernstein Trail“, welches gemeinsam mit den Verbänden gestartet wurde und ab Ende des Jahres buchbar sein soll.

(APA / red)

 

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