02.09.2020

Burgenland verbucht kräftiges Nächtigungs-Plus

Der burgenländische Tourismus konnte - trotz Coronavirus-Krise - im Juli 2020 ein Plus bei den Nächtigungen verzeichnen. Das Bonusticket wird bis Ende Oktober verlängert. 

Die im Burgenland gesetzten Maßnahmen und das Engagement der Gastgeber zeigen Wirkung. Das Burgenland verzeichnete im Juli knapp 450.000 Nächtigungen. Das sind rund 17.500 Nächtigungen mehr als letztes Jahr, was ein Plus von 4,1 Prozent im Vergleich zum Juli 2019 bedeutet.

„Prozentuell gesehen verzeichnen wir damit österreichweit den höchsten Zuwachs an Übernachtungen. Das zeigt, dass wir die richtigen Maßnahmen gesetzt haben, das zeigt, dass das Burgenland ein attraktives Urlaubsland ist, dass zeigt aber auch, dass wir alle erfolgreich zusammengehalten haben“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Didi Tunkel, neuer Geschäftsführer des Burgenland Tourismus GmbH, und seinem Vorgänger Hannes Anton, der zukünftig für die Dachmarke Burgenland verantwortlich zeichnet. 

Erfolgreiches Bonusticket wird verlängert

Im Juli konnten alleine aus Wien 91.129 Nächtigungen verzeichnet werden, ein Plus von rund 16,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gäste nehmen aber auch weitere Wege auf sich: Bei den Nächtigungen aus Tirol kann eine Steigerung von 53,1 Prozent vermeldet werden. Bei den Burgenländern selbst beträgt der Zuwachs 54,1 Prozent.

Diese Zahl korrespondiert auch mit dem Erfolg des Burgenland Bonusticket. 4.360 Tickets wurden eingelöst, 250 Betriebe nehmen an der Aktion teil. Doskozil dazu: „Wir dürfen uns über ein sehr positives Feedback von den Betrieben, aber auch von den Gästen freuen und haben uns deshalb dazu entschlossen, das Bonusticket um einen weiteren Monat, also bis Ende Oktober 2020, zu verlängern.“ Möglicherweise könnte dieses Burgenland Bonusticket fix und auf Dauer etabliert werden, verrät der Landeshauptmann.

Urlaub in der Heimat 

Die Gewinner im Juli waren Campingplätze, Ferienwohnungen und Kellerstöckl, auch der Ausflugs- und Tagestourismus lag und liegt nach wie vor im Trend. „Auffällig war, dass viele Burgenländerinnen und Burgenländer im Burgenland Urlaub gemacht haben. Die Nordburgenländer waren im Südburgenland, die Südburgenländer im Nordburgenland. Das ist eine riesige Chance, denn so schaffen wir eigene Markenbotschafter“, so Didi Tunkel. „Einhergehend dürfen wir dabei allerdings die Qualität nicht außer Acht lassen, denn die Software und die Infrastruktur müssen bei dem, was wir anbieten, dementsprechend passen, dann werden wir auch 2021 erfolgreich sein.“ 

Auch die Förderaktion „Burgenländischer Weinsommer - Hof- und Genussfeste“ mit Veranstaltungen in kleinerem Rahmen lief gut an. Die Feste werden sowohl von den Touristen, als auch von den Einheimischen sehr gut besucht. Noch bis 30. September 2020 können Veranstaltungen gemeldet werden. 

Dazu Hannes Anton von der Dachmarke Burgenland: „Auf dieser Basis kann man hoffnungsvoll in die Zukunft blicken, denn die Leute sind interessiert, im Burgenland Urlaub zu machen. Mit der Dachmarke Burgenland muss es uns gelingen, alle Satelliten und Zahnräder, die verschiedensten Facetten, wie den Tourismus, die Kultur, die Wirtschaft, die Industrie, den Lebensraum und unsere biologischen Produkte zusammenzuführen, dementsprechend abzustimmen, gemeinsam zu vermarkten und als Antriebsrad in eine Richtung zu drehen. Das Jubiläum ‚100 Jahre Burgenland‘ kann der Turbo dafür sein, dieses Feuerwerk 2021 zu zünden.“

Neues Tourismusgesetz: Verbände reduzieren 

Unterstützung für ein erfolgreiches Tourismusjahr 2021 und darüber hinaus wird auch, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, das neue Tourismusgesetz liefern, wo durch eine geringere Anzahl von Regionalverbänden die Kräfte gebündelt werden sollen. Ein entsprechender Entwurf wird noch im Herbst dieses Jahres im Landtag diskutiert. 
 

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