01.10.2020

Chance auf eine starke Rückkehr

Im Zentrum der Wiener Tourismuskonferenz standen die Corona-Krise und ihre Auswirkungen auf die gesamte Wiener Visitor Economy, aber auch innovative Konzepte und Strategien zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen.

Der Grundgedanke der bei der Tourismuskonferenz 2019 vorgestellten Visitor Economy Strategie 2025 steht unter dem Titel „Shaping Vienna“. Nun heißt es „Reshaping Vienna“ und es gilt, gemeinsam Wege aus der Krise zu finden und die Herausforderungen in Chancen umzuwandeln. Die Wiener Tourismuskonferenz fand diesmal als hybride Veranstaltung in der Wiener Hofburg und im Livestream statt.

Gerade die Stärken des Städtetourismus – Ganzjahrestourismus, hohe Internationalität sowie Kultur-, Kongress- und andere Veranstaltungen – mache seine Reaktivierung unter den derzeitigen Rahmenbedingungen besonders schwer, waren sich alle Teilnehmer einig. Dabei werde stärker denn je sichtbar, welche Bedeutung Tourismus für die Gesamtwirtschaft, als Arbeitgeber und für alle Facetten der Infrastruktur hat, betonte Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner.

Unterstützungs und Lernprozesse

Wie dem Tourismus in Wien zielgerichtet geholfen werden kann, diskutierte Moderatorin Sonja Kato anschließend mit Vertretern aus Politik und Interessenvertretung: Stadtrat Peter Hanke wies auf die Fördermaßnahmen der Stadt Wien speziell für den Tourismus hin, die Betriebe unterstützen und Arbeitsplätze schützen sollen. Einreichungen für das Förderprogramm für die Wiener Hotellerie „WienHotel/20“, das variable Kosten mit bis zu 50.000 Euro pro Betrieb unterstützt, sind ab 1. Oktober möglich. Wien werde gestärkt aus der Krise hervorgehen würde, wenn alle Schulter an Schulter arbeiten, betonte Hanke.

In Bezug auf die Entwicklung des Tourismus in Wien betonte Hanke, dass die Stadt nach wie vor für Qualitätstourismus stehe und diesen strategischen Grundzug bei allen Maßnahmen zur Reaktivierung des Tourismus erhalten bleiben müsse. Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, hob unter anderem hervor, dass längerfristig gesehen auch die Frage der Sanierung der Betriebe nach der Krise einer Antwort bedarf. Eine starke Wirtschaft und ein qualitätsvoller Wiener Tourismus hätten trotz der aktuellen Situation beste Chancen, stark zurückzukehren.

Helmut Gruber, Vizepräsident der Arbeiterkammer Wien, wurde virtuell zugeschaltet. Die zahlreichen Initiativen der Stadt Wien – exemplarisch nannte er den Gastrogutschein – hätten Beschäftigung gesichert, doch viele Menschen seien an einem Punkt angelangt, an dem ihnen die Zukunftsperspektive fehle. Auch in einer Situation wie dieser bestehe für die Tourismuswirtschaft aber die Möglichkeit, sich zu erneuern. In Tourismus und Gastronomie seien Weiterqualifizierungsmaßnahmen wesentlicher Hebel dafür, die Qualität zu heben. Die Pandemie sei da, aber sie müsse auch als Chance genutzt werden und als Möglichkeit von Fehlern zu lernen.

Tourismus in Wien 2020

In seiner Präsentation berichtete Norbert Kettner über die bisherige Entwicklungen der Visitor Economy im internationalen Vergleich. Erfreulich sei aktuell, dass die rechtlichen Voraussetzungen für Weihnachtsmärkte geschaffen sind und dass Schnelltests bereits erfolgreich in verschiedenen Zweigen der Wiener Visitor Economy eingesetzt werden.

Der WienTourismus strukturiert seine Reaktivierungsaktivitäten nun an einem vierstufigen Phasenplan. Entlang dieses Prozesses zurück zur vollkommenen Reisefreiheit liegen - je nach Phase - die Schwerpunkte auf Inspirieren und Aktivieren der (zukünftigen) BesucherInnen und Servicieren von Branche und Gästen. Norbert Kettner präsentierte zukünftige Projekte und Initiativen des WienTourismus aus allen diesen drei Kernaufgaben.

Weitere interessante Einblicke und Lernmöglichkeiten aus der Krise präsentierte der Tourismusberater und Reisejournalist Doug Lansky und diskutierten die Teilnehmer der Paneldiskussion mit Experten aus essenziellen Bereichen für die Entwicklung der Destination

Die gesamte Tourismuskonferenz 2020 zum Nachsehen im Stream finden Sie HIER.
 

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