09.08.2018

Cocktails mit 3D-Deko

„Print a drink" ist eine Linzer Erfindung und druckt Gesichter, Buchstaben und Logos in Cocktails.

Die Digitalisierung schreitet ungebremst voran. Und dringt immer stärker in den Genussbereich ein. Wie nun eine Innovation aus Oberösterreich untermauert. Initialen, das Firmenlogo, eine Figur oder auch einmal ein Riesenrad – die Bandbreite des Unternehmens „Print a drink“ ist umfangreich. Das Start-up hat vor zwei Jahren das weltweit erste 3D-Druckverfahren für Getränke erfunden.

Die Idee stammt von Benjamin Greimel, der an der Linzer Kunstuni Industriedesign studiert. Für ein Projekt hat der Student einen Druckkopf entwickelt, der an einem Roboterarm angebracht ist.  Mittels einer Glaskapillare werden kleine Tropfen Speiseöl Punkt für Punkt in das Getränk injiziert. So können binnen weniger Minuten die unterschiedlichsten Motive kreiert werden.

Das Ein-Personen-Unternehmen gibt es seit dem Vorjahr, die Nachfrage sei sehr gut, so Greimel: „Die Idee hat großes Potential in der Gastronomie und im Marketingbereich.“ So zählten etwa Microsoft, HP, die voestalpine und mehrere Pharmakonzerne bereits zu den Kunden. Da die Vorbereitung bei jeder Vorführung sehr aufwändig ist, tüftelt der 27-jährige gebürtige Niederösterreicher schon an einer Weiterentwicklung: einem Prototyp von der Größe einer Kaffeemaschine, mit dem die Kunden die Motive für die Cocktails einfach per Knopfdruck selbst herstellen können. In Zukunft will Greimel mit seinem 3D-Drucker ausländische Märkte erobern: „Print a drink ist keine Idee, die in Österreich bleiben wird.“

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