13.12.2019

Contento kocht regional zertifiziert

Mit der Verleihung des Gütesiegels „Gut zu wissen“ kocht das Catering-Unternehmen Contento vorerst in Kärnten flächendeckend mit heimischem Fleisch und Eiprodukten. Weitere Bundesländer folgen.

Contento ist die Catering-Tochter des Dienstleistungsunternehmens Simacek und setzt von Beginn an auf höchste Transparenz bei den verwendeten Lebensmitteln. Als Caterer ist Contento in Kärnten sehr gut etabliert und versorgt in dem Bundesland verschiedene Krankenhäuser, Pflegeheime, Kindergärten und andere soziale Einrichtungen mit Essen. Gut 4000 Mahlzeiten werden pro Tag frisch gekocht, das macht pro Jahr gut 1,5 Millionen Gerichte. Gekocht wird meist vor Ort und wenn nicht, dann wird das Essen aus einer Contento-Küche angeliefert. Wie beispielsweise am Flughafen in Klagenfurt, wo Contento seit vielen Jahren die Küche der Flughafengastronomie gemietet hat und von dort aus vier Sozialeinrichtungen in und um Klagenfurt mit Essen versorgt.

„Gut zu wissen“ – eine Initiative der Landwirtschaftskammern

Diese Speisen dürfen sich ab sofort mit dem Gütesiegel „Gut zu wissen“ schmücken. Die Zertifizierung geht auf eine Initiative der Landwirtschaftskammern zurück, die sicherstellen wollen, dass heimisches Fleisch und Eier auf die Teller kommen. Wer die Zertifizierung erhält muss lückenlos nachweisen können, dass sämtliche Fleisch- und Ei-Produkte von heimischen Erzeugern stammen. Contento-Geschäftsführer Emanuel Eisl ergänzt im Gespräch mit HGV PRAXIS: „Entscheidend ist das viermalige .at-Zeichen. Das heißt: geboren in Österreich, gemästet in Österreich, geschlachtet in Österreich und verarbeitet in Österreich.“ Die Landwirtschaftskammer hat das Zertifikat auch mit einem strengen Prüfmodus ausgestattet. Es gibt zwei fixe Kontrollen pro Jahr, bei denen die Lieferscheine und Rechnungen auf Herz und Nieren geprüft werden. Außerdem gibt es weitere Stichproben-Kontrollen unter dem Jahr, die nicht angekündigt sind. Verläuft alles ohne Beanstandungen steht einer Zertifikation nichts mehr im Wege.

Probebetrieb in St. Veit – nun flächendeckend in ganz Kärnten

Für Catering-Manager Eisl läuft das Projekt mit der Zertifizierung nun etwas mehr als ein Jahr, wie er im HGV PRAXIS-Gespräch betont: „Wir haben mit dem Krankenhaus in St. Veit a. d. Glan als Pilotprojekt begonnen, um ein Gefühl für den Aufwand zu bekommen. Ich muss aber sagen, dass wir sehr gut unterstützt wurden und alle Beteiligten an einem Strang gezogen haben.“ Neben St. Veit konnte sich auch die Contento-Küche im Krankenhaus Laas (immerhin das erste KABEG-Haus) mit dem Siegel schmücken sowie drei Pflegeheime der „Wie daham“-Gruppe, die mehrere Alteneinrichtungen in Wien, der Steiermark und in Kärnten betreibt. Auch bei „Wie daham“ ist Contento der Catering-Partner.

Konsument will wissen woher es kommt

Für den Präsidenten der Kärntner Landwirtschaftskammer Johann Mößler ist nicht nur die Initiative „Gut zu wissen“ eine Herzensangelegenheit, sondern auch die Tatsache, dass die Bemühungen nun auch in der Praxis umgesetzt werden. „Wenn ein Großverpfleger wie Contento diese Philosophie der Transparenz unmissverständlich vertritt, macht mich das nicht nur stolz, sondern es zeigt auch, dass wir den Konsumenten ein Gefühl der Sicherheit vermitteln können.“ Aus Untersuchungen geht hervor, dass 79 Prozent aller Konsumenten wissen wollen woher die Lebensmittel stammen. Und da der Trend zum Außer-Haus-Verzehr immer größer wird, liegt die Entscheidung, was auf den Teller kommt, immer weniger in der Hand des Konsumenten selbst. LK-Präsident Mößler rechnet vor: „Gut 40 Prozent aller Kärntnerinnen und Kärntner essen zumindest einmal am Tag nicht zu Hause. Das sind 220.000 Personen. Da kommt auf die Großverpfleger und Caterer eine große Verantwortung zu.“ Eine Verantwortung, der sich Contento nun angenommen hat und auf weitere Bundesländer ausrollen will. Emanuel Eisl zu HGV PRAXIS: „Als nächstes streben wir diese Zertifizierung in der Steiermark an.“

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