04.01.2019

CSU will Dorfwirtshäuser fördern

Um dem Wirtshaussterben entgegen zu wirken, will die bayrische CSU ein deutschlandweites Förderprogramm auflegen. Das soll bei der aktuellen Klausur in Seeon diskutiert werden.

So soll es eine Förderaktion geben, die durch zinsfreie Darlehen und Zuschüsse für den Erhalt der Wirtshäuser auf dem Land sorgt, berichtete die Bild-Zeitung im Vorfeld der CSU-Klausur, die gestern, 3. Jänner, in Seeon begann. In Bezug auf die Wirtshäuser heißt es, man wolle diese als Ort der Begegnung erhalten, da man „aktive und attraktive Ortschaften“ bräuchte.

Das sogenannte Wirtshaussterben vor allem in ländlichen Gebieten lässt sich an der Umsatzsteuerstatistik des statistischen Bundesamts nachvollziehen. Gab es 2010 noch bundesweit 35.638 sogenannte Schankwirtschaften, waren es 2016 noch 30.725. Das entspricht einem Rückgang von rund 14 Prozent.

Auf Länderebene gibt es bereits Maßnahmen, gegen das Wirtshaussterben vorzugehen. In Bayern fördert die Landesregierung mit insgesamt 30 Mio. Euro Sanierungsmaßnahmen ab einer Investition von 30.000 Euro mit 20 Prozent. Zudem gibt es – oft gemeinsam veranstaltet von Landesministerien und den örtlichen Dehoga-Landesverbänden (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) – Wettbewerbe wie die „100 besten Heimatwirtschaften“ in Bayern oder „Die 50 besten Dorfgasthäuser in Hessen“. So soll die Aufmerksamkeit für diesen Gastronomiezweig gesteigert werden.

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