25.10.2021

"Das Morgen verstehen lernen"

Top-Experten beschäftigten sich beim hochkarätigen „TalkTourism“ im Hangar-7 mit den touristischen Zukunftsthemen. Hoffnung und neue Hospitality werden den Unterschied machen.

Das neuartige Tourismusforum TalkTourism von Prodinger Tourismusberatung, St. Elmo’s und Project-M rückt langfristige Perspektiven in den Mittelpunkt. Pandemiebedingten Hindernisse sind noch nicht überwunden, wie schon Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer in seiner Rede vor 500 virtuellen und die 50 vor Ort eingeladenen Teilnehmern feshielt. „Jedes Mal rote Covid-Ampel beschert den Hotels Stornos“ forderte er weiterhin höchste Aufmerksamkeit ein. So garantierte er, dass sich das Land Salzburg von Antigen-Tests verabschieden und ausschließlich auf die sichereren PCR-Tests fokussieren werde.

Die weiteren Referenten setzten sich mit der Fragestellung „Welche touristischen Produkte und Dienstleistungen machen den Unterschied?“ auseinander. David Bosshart, Präsident der Gottlieb Duttweiler Stiftung, bettete die Beantwortung in Gesellschaftstrends ein: „Unsere Welt wird immer fraktionierter und vernetzter. Aber je vernetzter die Wirtschaft ist, desto mehr imitieren und kopieren wir“, zeigte er ein typisches Paradoxon auf, das die Chance künftige Erfolge reduziert. Eine markante Pandemie-Entwicklung sei die wachsende physische Distanz und die damit verbundene Reduktion des sinnlichen Erlebens. Auf der anderen Seite seien wir mehr Zeitmenschen geworden. Für den Alpenraum stelle sich aber ein deutlicher Hoffnungsschimmer dar: Glück ist klein, reich, sicher, kühl und – mit Einschränkungen – auch alt.

Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer der Prodinger Tourismusberatung, analysierte die Änderungen bei Werten und Grundorientierungen: „Workation wird uns erhalten bleiben, Konnektivität hat gewonnen, Serviced Apartments sind schon seit einiger Zeit der Treiber: Aber was auch gilt: Die Beschleunigungsmaschine hat sich wieder in Gang gesetzt.“ Aus all diesen Tatsachen entwickeln sich neue Angebote und Hotelformen. So führte Erich Falkensteiner, Chairman der Falkensteiner-Michaeler-Tourismus-Gesellschaft (FMTG) eindrucksvoll neue Hotelprojekte vor, die den kompletten Lebenszyklus vom Kinderhotel bis zum Haus für junge Paare abbilden.

Die Präsenz erfolgreicher Manager zeigte aber, dass nicht alles komplett neu aufgebaut werden muss. Im Gegenteil warnte Bosshart davor, trotz der notwendigen höheren Risikobereitschaft nicht gutes Bestehendes zunichte zu machen. Doch das Statement von Reisenzahn blieb unbestritten: „Wer in Zukunft erfolgreich bleiben möchte, sollte bereits heute das Morgen verstehen lernen.“

Weitere Elemente des TalkTourism richteten sich auf die Schlüsselthemen Active Sports und Gesundheitstourismus. Im Anschluss an die wertvollen Praxisbeispiele und Zukunftsthemen fand ein eine hochkarätig besetzte Podiusmdiskussion im "Talk im Hangar-7"-Format statt.

(Red)

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