12.06.2018

Den Bergsommer beflügeln

Eine aktuelle, tiefenpsychologische Untersuchung, in Auftrag gegeben von Österreich Werbung (ÖW) und Österreichs Seilbahnen, zeigt Wege auf, um neue Urlauber für einen Sommerurlaub in den Bergen zu begeistern.

Die UNWTO geht aufgrund der positiven wirtschaftlichen Lage heuer von einem Anstieg internationaler Ankünfte von 5 Prozent aus für die weltweite Tourismuswirtschaft. "Nach Einschätzung unserer Marktexperten ist die allgemeine Reiselust in den wichtigsten Herkunftsmärkten auf hohem Niveau", bestätigt auch ÖW-Chefin Petra Stolba. Städtereisen sind mit einem weltweiten Plus von 18 Prozent der wichtigste Wachstumstreiber. "Aber auch neue Entdeckungen und Erlebnisse in der Natur sind gefragt, am besten gepaart mit - mehr oder weniger - sportlichen Aktivitäten." (lesen Sie dazu die aktuelle Coverstory von Hotel & Touristik 6/2018)

Untersuchung über den Bergsommer

Trotz positiver Nachtigungszahlen in den jüngsten Sommersaisonen zeigen Studien (unter anderem Deutsche Reiseanalyse), dass vor allem in der deutschen Bevölkerung das generelle Interesse an einem Urlaub in den Bergen über einen längeren Zeitraum tendenziell rückläufig ist.

Die ÖW und der Fachverband Seilbahnen der WKO haben in einer tiefenpsychologischen Studie - die rund 40 Probanten aus Deutschland, Wien und Niederösterreich wurden jeweils zwei Stunden lang befragt - wissen wollen, was die Barrieren sind für einen Urlaub in den Bergen und die wo die Möglichkeiten liegen, mehr Menschen dafür zu begeistern. Welche tieferliegenden Motive gibt es für einen Urlaub in den Bergen und welche Hebel lassen sich finden, um diese zu attraktivieren?

Lieber Berg als Strand

Das Potenzial, so das Ergebnis der Studie, ist hoch: vor allem bei Urlaubern ohne beziehungsweise mit nur geringen Bergerfahrungen. Die Herausforderung ist: Der gedankliche Zugang zu Bergen ist für die potenziellen Gäste viel komplexer und schwieriger als beim Strandurlaub. In der Kommunikation muss das Thema Sicherheit im Sinne von "Gewissheit einfach zugänglicher Erlebnisse" eine größere Rolle spielen. Das heißt, so wie für den Strandurlaub gedanklich Versorgung, Strand, Entspannung und Sonne eine Einheit bilden, es die einfache Form des Urlaubmachens ist, soll das auch für den Bergsommer gelingen. Bei vielen den Befragten wirkt der Berg aber noch beschwerend, die Verletzungsgefahr sei hoch, es gibt keine Erholung ...

Daher brauche es Produkte und Kommunikation, die den Aufenthalt noch viel mehr als bisher als sicher, erholsam und entspannend darstellt. Außerdem ist die Bandbreite an möglichen Aktivitäten intensiver darzustellen, denn zu häufig wird auf eindimensionale Zugangsmotive wie nur Wandern zu einem Bergsommerurlaub abgestellt.

Motive für einen Sommerurlaub in den Bergen

Hilfestellung für die Kommunikation und Produktentwicklung liefern die vier zentralen Zugangsmotive, die sich in den tiefenpsychologischen Gesprächen herauskristallisiert haben. Je nach Motiv wünschen sich die Gäste andere Aktivitäten und Erfahrungen, auf die im Angebot und in der Kommunikation Bezug genommen werden soll. Dazu gehören die "Erhabene Welt" (gefahrlose Perspektiven und Erfahrungen), "Neuorientierung" (sonnliche Eintauchen in das Bergerlebnis), "Kraft-Beweis" (Bezwingen der Berge) sowie "Feste Ordnungen" (Berge als Heimat; Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft).

 

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