13.09.2018

Der Aufsichtsratsvorsitzende der dfv Mediengruppe Klaus Kottmeier feiert seinen 85. Geburtstag

Unter Kottmeiers Ägide hat sich das Familienunternehmen zu einem der größten konzernunabhängigen Fachmedienhäuser Deutschlands und Europas entwickelt. Mit ihren Töchtern und Beteiligungen, darunter der Manstein Zeitschriftenverlag, publiziert sie über 100 Fachzeitschriften.

Geboren wurde Klaus Kottmeier am 16. September 1933 in Surabaya auf Java. Nach seinem Jusstudium in Basel, Heidelberg, Berlin und Hamburg arbeitete er sieben Jahre als Prokurist beim Weser-Kurier in Bremen bevor er zum Deutschen Fachverlag, der heutigen dfv Mediengruppe, wechselte.

Kottmeiers Karriere im dfv begann im Jahr 1969 als Verlagsleiter der Lebensmittel Zeitung. 1976 wurde er zum Geschäftsführer der Verlagsgruppe berufen und war von 1981 bis 2003 deren Sprecher. Seitdem ist er Vorsitzender des damals neugeschaffenen Aufsichtsrats. Das Primat journalistischer Inhalte blieb bestehen, Nachfolgerin als Sprecherin der Geschäftsführung ist die langjährige Chefredakteurin der Lebensmittel Zeitung, Angela Wisken. 

"Guter Journalismus" und "unabhängige fachliche Informationen" sind für Kottmeier das Erfolgsrezept - auch im Internet-Zeitalter. Eine Medienkrise wie bei den Publikumsmedien sieht er für gut gemachte Fachinformationen nicht. "Die Welt ist unübersichtlicher geworden, die Zukunft des eigenen beruflichen Umfelds unsicherer. Die sachkundige Beschreibung von Zusammenhängen, Einordnung und Kommentare sind wichtiger denn je. Die Gründe, unsere  Zeitungen und Zeitschriften zu lesen, unsere digitalen Inhalte zu nutzen und zu unseren Kongressen zu gehen, sind für unsere Zielgruppen existenziell."

Meilensteine der Verlagsgeschichte sind mit Kottmeier verbunden

Mit dem Erwerb des Sponholz-Verlags 1978 und des Alfred-Strothe-Verlags 1983 mit ihren gastronomischen, fleisch-  und agrarwirtschaftlichen Titeln stieß die Verlagsgruppe ebenso in neue Märkte vor, wie mit der Übernahme der Fachzeitung für Marketing, Werbung und Medien HORIZONT 1986. Seit 1990 verlegt der dfv mit „fashion“ auch die wichtigste Textilfachzeitschrift Italiens. Die schrittweise Übernahme von „Sportswear International“ und Verlagsgründungen in Osteuropa trieben die Internationalisierung voran. 1997 erfolgte der Einstieg bei der Manstein Zeitschriftenverlagsgesellschaft in Wien/Perchtoldsdorf. Seit 2001 ist der österreichische Verlag eine 100-prozentige dfv Tochter und die wichtigste Auslandsgesellschaft. 

Kottmeier hatte die Chancen der Internettechnologien schon Anfang der Neunziger Jahre bei einem Besuch in den USA erkannt und wesentlich dazu beigetragen, dass sich die digitalen Angebote zum Wachstumsmotor der dfv Mediengruppe entwickelten.1996 startet mit HORIZONT.NET eines der ersten regelmäßigen Online-Angebote auf dem deutschen B2B-Medienmarkt. Inzwischen tragen digitale News- und Rechercheangebote 13 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Als Vorsitzender des Aufsichtsrates trieb Kottmeier die mehrheitliche Beteiligung an der IZ Immobilien Zeitung, Wiesbaden,  sowie die in Stufen erfolgte Gesamtübernahme des Matthaes Verlags, Stuttgart, voran, in dem unter anderem die AHGZ – Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung erscheint. Auch für die Übernahme der Maleki Communications Group in Frankfurt – heute dfv Euro Finance Group - und der FVW Mediengruppe in Hamburg machte Kottmeier sich stark. Das Bedürfnis nach fachlicher Kommunikation ist für ihn unverändert die Basis des Geschäfts, egal ob in gedruckten oder digitalen Medien oder „Face to face“. Das Kongressgeschäft unter der Marke dfv Conference Group gehört ebenfalls zu den Wachstumsfeldern. 

2009 erhielt Kottmeier das Bundesverdienstkreuz am Bande. Denn nicht nur für das Unternehmen selbst, auch für die Fachmedien insgesamt sowie für die Aus- und Fortbildung junger Menschen setzt er sich mit großem Engagement ein: Viele Jahre gehörte er dem Vorstand des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) an und zeichnete dort als Vorsitzender des Vorstands für die Fachgruppe Fachzeitschriften verantwortlich. Von 1992 bis 2000 war er Sprecher der Deutschen Fachpresse, der Interessenvertretung deutscher Fachverlage, an deren Gründung er maßgeblich beteiligt war. 

Drei gemeinnützige Branchenstiftungen zur Förderung junger Talente wurden auf Kottmeiers Initiative hin ins Leben gerufen. Die Wilhelm-Lorch-Stiftung, die Stiftung Goldener Zuckerhut und die HORIZONT-Stiftung verfügen mittlerweile über ein Stiftungsvolumen von rund 5,25 Millionen Euro. Bis heute sitzt Kottmeier bei allen drei Stiftungen im Vorstand.

Der Deutsche Fachverlag

Die dfv Mediengruppe mit Sitz in Frankfurt am Main gehört zu den größten konzernunabhängigen Fachmedienunternehmen in Deutschland und Europa. Mit ihren Töchtern und Beteiligungen publiziert sie über 100 Fachzeitschriften, die ihre Leser im Beruf und ihrem Geschäft erfolgreicher machen. Viele der Titel sind Marktführer in  wichtigen Wirtschaftsbereichen. Das Portfolio wird von über 100 digitalen Angeboten sowie 400 aktuellen Fachbuchtiteln ergänzt. Über 140 kommerzielle Veranstaltungen, wie Kongresse und Messen, bieten neben Informationen auch die Gelegenheit zu intensivem Netzwerken. Die dfv Mediengruppe beschäftigt mehr als 950 Mitarbeiter im In- und Ausland und erzielte 2017 einen Umsatz von 144,4 Millionen Euro. 

Der Deutsche Fachverlag ist im alleinigen Besitz der Gründerfamilie Lorch. Gesellschafter sind Hauptgesellschafter Andreas Lorch sowie die Gesellschafterinnen Catrin Lorch, Anette Lorch und Britta Lorch. Andreas Lorch und Catrin Lorch gehören zudem als Gesellschafter auch dem Aufsichtsrat des Unternehmens an. 

 

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