12.08.2020

Der Kampf ums Après-Ski-Geschäft

Während der heißesten Sommertage beschäftigt viele Gastronomen wie die Situation in vier Monaten ausschaut. Für ein geregeltes Après-Ski-Geschäft werden einheitliche Regeln gefordert.

Während noch Ein- und Ausreisebestimmungen der laufenden Sommersaison das große Thema sind, macht sich der Tiroler Wirtschaftsbund Sorgen über die kommende Wintersaison. Vor allem die Frage, unter welchen Bedingungen Après-Ski-Bars öffnen dürfen, sei noch nicht beantwortet worden. Der Wirtschaftsbund forderte daher klare Regeln, denn es stehe „zu viel auf dem Spiel“.

„Keine vermeidbaren Fehler machen“

Für Tirols Wirtschaftsbundobmann und Seilbahnsprecher Abg. Franz Hörl (ÖVP) ist klar, dass man möglichst „keine vermeidbaren Fehler“ machen darf. Dazu gehöre auch, „heuer das gewohnte Après-Ski- und Partyleben verantwortungsvoll zu reduzieren“. Von einer Vorverlegung der Sperrstunde auf 17.00 Uhr halte er jedoch nichts. „Eine verordnete Pause während des Tages, um die Lokale zu leeren, zu reinigen und zu lüften, halte ich aber für sinnvoll“, meinte der Zillertaler Hotelier. Man müsse hier „restriktiv“ vorgehen - vor allem um „uns eine weitere Flut an Negativschlagzeilen möglichst“ zu ersparen. Es brauche daher „klare, strenge und umsetzbare Regelungen“ – auch was die Entschädigung für Betriebe mit Umsatzeinbußen betrifft – die „zeitgerecht und nicht in letzter Minute“ auf den Weg gebracht werden.

Frühere Sperrstunde verlagert nur das Problem

Unterdessen wurde auch in Ischgl der Ruf nach Regeln laut. Alexander von der Thannen, Obmann des Tourismusverbandes Ischgl, meinte gegenüber der „Tiroler Tageszeitung“, dass sich bei einer früheren Sperrstunde für Après-Ski-Lokale das Problem nur verlagern würde. In der Hotelbar oder im Pub könnte dann nämlich weiter gefeiert werden, und er wies darauf hin, dass Après-Ski keine Branche sei. Damit seien schließlich auch rechtliche Schwierigkeiten verbunden.

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